Beiträge von Quarus

    Meine Hunde haben mir durch mehrere schwere Lebensphasen geholfen. Kein Arzt und kein Medikament hat mir den verlorenen Lebensmut wiedergebracht, das war die konstante Bindung an die Hunde und der Zwang, sich um sie kümmern. Die beste Therapie ever, als Menschen mich schwer enttäuscht hatten.

    Ich glaube kaum, daß diese Leistung langfristig durch 100 000 € geleistet werden kann. Der Tausch "Hund gegen Geld" ist nach meiner Überzeugung ein Verlustgeschäft für mich. Daher kann ich meine Hunde aus ganz objektiven Gründen nicht verkaufen. :klugscheisser:

    So, wie Du eine Zweitmeinung beim TA eingeholt hast, würde ich auch den Futterplan von völlig fremder Stelle überprüfen lassen. Möglichst von einer, die dem Barfen neutral gegenübersteht und es weder verdammt, noch für die einzig wahre Fütterungsweise hält.

    Ich hatte leider erst vor kurzem einen Fall im Umfeld, bei dem der Tierheilpraktiker und Ernährungsberater den Besitzern eines nierenkranken Hundes sehr merkwürdige Ratschläge gab. Sie haben ihm geglaubt und weder die Fütterung grundlegend geändert, noch die vom TA vorgeschlagenene Behandlung durchgeführt.Das ging nicht gut aus!

    Dein Hund verschwindet doch nicht aus Deinem Leben. Klar wird es für ihn und Dich eine Umstellung sein, aber nichts Unüberwindliches. Du kannst Dir sicher sein, daß es ihm gut geht, weißt, wo er ist und kannst ihn jederzeit sehen. So ging es mir mit meinem ersten Hund vor vielen Jahren auch. Mach Dir jetzt erst mal keinen Stress und freue Dich auf den neuen Lebensabschnitt. Du kannst dann in Ruhe drüber nachdenken, wie Du den Kontakt am Besten aufrecht erhältst. Moped, Auto, Mitfahrgelegenheit - das eilt nicht und Du solltest in Ruhe drüber nachdenken.

    Wenn ich jetzt so überlege, hat das Interesse an Kot bei meinen Hunden proportional mit der Vielseitigkeit ihrer Fütterung abgenommen. Matteo ist nun der Hund, der auch viel geeignete Essensreste kriegt, und der hat in 7 Jahren noch nie Kot gefressen. Am Schlimmsten war es bei Fertigfutter, da wurde quasi jeder Pferdeapfel und jede Fuchskacke aufgesammelt.

    Parallel zur Erziehung und Unterbindung mittels Maulkorb würde ich trotzdem mit Käse, Pansen, altem Brot, Joghurt usw. die Idee weiterverfolgen, dass Hund mit der Kotfresserei schon auch versucht, einem Mangel abzuhelfen, und wenn das eine suboptimale Bakterienbesiedlung im Darm ist.

    Das dürfte der springende Punkt sein. Ich frag mich manchmal wirklich, ob und wo und wie die Gebrauchshündeler Gassi gehen. Denn diese vielen Hunde sind sowas von unsichtbar abseits vom Hundeplatz.... Und ich treibe mich durchaus auch auf abgelegenen Strecken rum. Und trifft man solche Hunde mal, sind es eher weniger die, die die einschlägigen Hundeplätze frequentieren.
    Ich denke, es liegt oft am fehlenden Interesse an Alltagstauglichkeit und -gehorsam dieser Halter (und mit alltagstauglich meine ich NICHT, Hund muss mit jedem spielen!). Der Hund funktioniert auf dem Platz, das reicht. :/ Dass die Hunde gut auf dem Platz nebeneinander arbeiten, sagt für mich nur aus, dass sie gut auf Arbeit auf dem Platz konditioniert sind - ist für Hundeplatzhunde eher normal als erstaunlich. Spannender und aussagekräftiger ware, wie sie ausserhalb des Platzes, im Freiteitmodus, reagieren.

    Das ist aber ein Trugschluß. Gerade engagierte Hundesportler sind viel mit ihren Hunden unterwegs, zu Seminaren, Prüfungen etc. Da kommt der Hund immer wieder in fremde Umgebungen mit fremden Tieren und Menschen und muß sich innerhalb kurzer Zeit anpassen, um seine Leistung zeigen zu können. Die Zeiten, in denen der Sporthund nur vom Zwinger zum Hundeplatz und zurück gefahren wurde, sind weitgehend vorbei.

    Ich kenne auch niemanden, der seine Hunde nicht in den Urlaub mitnehmen würde. Aktuell war ich wieder an der Ostsee mit Hund und konnte viele Hundebegegnungen miterleben, die nur geklappt haben, weil mein Matteo absolut sagenhaft langmütig ist und Provokationen der Tutnixe an sich abperlen läßt. Von meinen anderen Hunden hätte ich soviel Selbstverleugnung nie und nimmer erwartet. Deshalb habe ich Situationen, die ich mangels Bekanntschaft mit Mensch und seinem Hund nicht einschätzen kann, tunlichst vermieden. Es ist nämlich auch ziemlich sicher, daß der ausgebildete "Schutzhund" im Falle einer wirksamen Abwehr eines angreifenden Tutnix die A.....karte gezogen hat, analog zu den SoKas. Ich kenne keinen Sportfreund, der seinen Hund diesem Risiko aussetzen möchte, deshalb wird auf Abstand geachtet. Ob dann die Hundewiesenbesucher drüber lästern, ist da absolut zweitrangig.

    Das klingt nach Ressourcenverteidigung. Ohne es gesehen zu haben, ist schwer zu raten, weil schließlich auch einVerantwortung den Kindern gegenüber besteht.

    Trotzdem würde ich Deinen Hund nicht abschreiben. Er ist jetzt in einem Alter, in dem er auch vom Kopf her erwachsen und selbstbewußt wird.

    Sucht Euch einen Trainer, der die Fehler/ Inkonsequenzen im Umgang mit ihm offenlegt und mit Euch daran arbeitet. Alles, worauf der Hund Anspruch erheben könnte, wird weggeräumt und die Kinder im Umgang beaufsichtigt.

    Also ich bezweifle sehr stark das heute noch in Deutschland unter VDH Zucht Welpen getötet werden.
    Warum auch? Gibt doch für alles Käufer. Und haben weiße Boxer nicht eigentlich auch Probleme mit dem Gehör und der Haut oder habe ich das falsch in Erinnerung?

    In Notvermittlungen finde ich überproportional viele weisse Boxer, für die Taubheit angegeben wird. Nun kann es aber sein, dass diese aus Weissverpaarungen stammen (weiss x weiss), um die begehrten, besonderen blauen Augen zu erzielen. Dann ist es erklärlich, daß auch Defekte in der Hörentwicklung häufiger werden. Die Gründe werden auch bei Wikipedia erklärt.

    Im VDH werden Weisse und Schecken, die bedeutend häufiger vorkommen, immer von gelben und gestromten Eltern geboren, die allerdings weißerbig sind, also Allele der Piebald Serie tragen. Aber die Wahrscheinlichkeit des Auftreten maximalen Pigmentverlustes mit blauen oder roten Augen wird damit vermindert, somit sind auch weniger weisse Welpen taub.

    Bezüglich Allergien kann ich nichts sagen, allerdings wird unpigmentierter Haut bei allen Haustieren eine erhöhte Empfindlichkeit nachgesagt.