Beiträge von Quarus

    Das hat nichts mit der Größe des Futters zu tun, sondern mit den Ernährungsgewohnheiten von Hunden und Wölfen. Schlingen ist völlig normal und Beweis für einen guten Appetit. Du kannst das Trockenfutter in warmem Wasser einweichen, dann wird es mehr, wodurch die Freßgeschwindigkeit etwas gebremst wird, und gesünder ist es auch.

    Dann würde ich es so machen: hin am Geschirr, keine Leinenführigkeit üben, schnüffeln lassen. Auf der Wiese Bindungsspiele machen, Rückruf üben. Bevor der Welpe müde und unkonzentriert ist, den Rückweg antreten und dabei am Halsband mit Leckerchen ein Stück weit die Leinenführigkeit üben. Sollte die Aufmerksamkeit nachlassen (wird schnell gehen), nähme ich den Kleinen entweder auf den Arm oder würde mit Freigabewort die Leine ins Geschirr umhängen.

    Dem Welpen vorher an der Leine beibringen, daß die Rückorientierung IMMER eine lohnende Sache ist. Leckerchen, Spieli habe ich IMMER dabei. Und jedesmal, wenn Kleinchen ein Auge Richtung Frauchen wirft, kommt das Angebot, sich was Nettes abzuholen. Das wird dann mit Nennung des Namens und Freudebekundungen verbunden. Ohne Leine oder mit schleifender Leine beginnt man das natürlich am Günstigsten auf einer recht langweiligen Fläche, wo der Welpe nicht 100 Reizen ausgesetzt ist, die ihn fortlocken könnten.

    Ich bin in der komfortablen Lage, die ersten Schritte in meinem großen, ruhigen Garten zu machen, und dann einfach durch die Gartentür auf die Wiese mit angrenzendem Wald weiterzugehen. Bei mir folgt der Welpe direkt nach Eingewöhnung frei und lernt das noch vor der Leinenführigkeit. Geht natürlich nicht überall!

    Stimmt es eigentlich noch, dass man als Deckrüdenbesitzer für den Deckakt ungefähr den Preis eines Welpen nimmt?

    Schon lang nicht mehr. Sofern es sich nicht um einen extrem angesagten Show-Rüden handelt, kostet Decken zwischen 400 und 600 €, also weniger als der halbe Preis eines Welpen.

    Übrigens finde ich die Regelung von Rüdenbesitzern, auch bei Resorbieren ein zweites, kostenloses Decken anzubieten, gar nicht so unclever. Erstens sind ihre Kosten nicht besonders höher (ich hab immer noch ein Abendessen oder Vesper spendiert), zweitens kommt bei Erfolg ihr Rüde aus dem Gerede von wegen möglicherweise unfruchtbar, drittens erreicht er Nachzucht, die wiederum Werbung für seinen Rüden bzw. dessen Zwinger macht. Eigentlich eine Win win-Situation für alle!

    Hallo Quarus,

    da liegst Du, jedenfalls für Hessen, falsch. Das Forstamt (in Hessen der Hessenforst) ist für die Vergabe der Jagdpachten zuständig und deswegen auch die erste Anlaufstelle. Benehmen die Jäger sich daneben, kann ihnen sogar die Pacht entzogen werden. Auf jeden Fall kommt ein drohender Zeigefinger.
    Die untere Jagdbehörde ist für die Ausstellung der Jagdscheine zuständig. Dieser kann aber lediglich bei gewissen Straftaten entzogen werden, was hier ja nicht der Fall ist.

    Gruß
    Stephan

    Hallo Stephan,

    das ist nicht ganz richtig. Hessenforst ist für den Waldbesitz des Landes Hessen verantwortlich, wozu auch die Jagdrechte gehören, die werden von Hessenforst im Auftrag des Eigentümers (Hessen) verpachtet.

    Wenn man weiß, daß der auffällige Jäger von diesem Landesbetrieb gepachtet hat, mag sich eine Beschwerde lohnen. Hat er eine Eigenjagd als Waldbesitzer oder von privaten, kommunalen, kirchlichen Waldbesitzern gepachtet, wären diese dann Ansprechpartner.

    Da aber die auch in Hessen vorhandenen Untere Jagdbehörde für die Durchsetzung des Jagdrechtes zuständig ist, ist sie in rechtlichen Fragen betreffs der Jagd und eingeforderter Rechte der amtliche Ansprechpartner.

    Will man ohne Einschaltung des Staates reagieren, wäre noch die Kontaktierung des Landesjagdverbandes möglich, unter dem auch die Hegeringe organisiert sind.

    Hallo Lionn,

    da hilft ein Satz der Pinguine aus dem Film Madagaskar: Immer lächeln und winken!

    Was ein Lacher, der Jagdpächter hat vermutlich nichts geschossen und deswegen einen Hals. Weil Dein Hund mal bellt kann Dir keiner etwas! Beim nächsten mal nach dem Namen fragen und ihn danach freundlich bitten sich demnächst etwas höflicher zu benehmen oder er wird dem Forstamt gemeldet...

    Gruß
    Stephan

    Das Forstamt hat nichts mit den Jägern zu schaffen. WENN Beschwerde, dann bei der Unteren Jagdbehörde des Landkreises oder der Stadt, oder beim örtlichen Hegering.

    Ich würde auch keinen anderen Weg gehen. Das nächste Mal sind ihm schreiende Kinder ein Dorn im Auge oder überhaupt Leute, die SEINEN Wald und SEIN Wild "kontaminieren". Lächeln, und ankündigen, daß man gewillt ist, sich zu wehren - das hat bei mir am besten geholfen.

    @Quarus : würde der Stachler verboten (allein, weil er häufig falsch und mit Schmerzen für den Hund verbunden verwendet wird), wäre das für Dich ein Verlust in Sachen Hundeausbildung?
    Ich meine diese Frage überhaupt nicht polemisch, sondern rein aus Interesse. Bezogen darauf, dass Du geschrieben hast, die Gesetzeslage ist für Dich das Entscheidende.
    Ich glaube, den Stachelgegnern hier im Thread geht es fast immer genau darum (ich glaube, @Mejin hat das sehr schön formuliert): es gibt sicher Hundehalter, Hundesportler, die dieses Hilfsmittel korrekt anwenden. Aber es gibt eben auch die, die es nicht können und bewusst dafür nutzen, dem Hund Schmerzen zuzufügen, in der Hoffnung, ihn so gefügig zu machen. Wäre es also tatsächlich ein Verlust für den Sport, wenn man dieses Hilfsmittel aufgrund der Missbrauchsgefahr per Gesetz aus dem Verkehr ziehen würde?

    Solange kein anderes Hilfsmittel den Aufgabenbereich abdecken können, natürlich.

    Zumal die Missbrauchsgefahr nicht am Werkzeug festzumachen ist, sondern am Anwender. Was glaubst Du, was es vor dem Stachel für Hilfsmittel gab, wie umstritten die waren und wie der Stachel als Fortschritt in Bezug auf hundegerechtere Ausbildung gelobt wurde. Jetzt ist der Stachel dran, parallel schon das Halskettchen, das Lederhalsband kommt auch ins Gerede. Momentan das Nonplusultra stellt das Geschirr dar, aber auch nur bestimmte Typen, und der Klicker. Ich prophezeie aber, das beide in 20 Jahren aufgrund IHRES Missbrauchspotentiales verrufen sein werden. Geschichte wiederholt sich. Besser wird dadurch nichts. Wer unsensibel ist und Schaden verursachen kann, schafft das auch mit einem Klicker.

    Als "IPO-ler" fühle ich mich nun doch verpflichtet, Stellung zu beziehen. Ich habe mich bisher rausgehalten, weil diese Diskussionen IMMER ausarten und seltenst einen Erkenntnisgewinn bringen.

    Ich habe Hunde MIT Stachler, OHNE Stachler und wieder MIT Stachler ausgebildet. Ich stehe dazu und werde auch in Zukunft je nach Sachlage entscheiden, welche Hilfsmittel bei der Ausbildung eingesetzt werden, solange diese keinem Gesetz widersprechen. Bei dem Einsatz werde ich meine Maßstäbe anwenden. Ich muß MIR im Spiegel in die Augen blicken können. Mehr ist dazu nicht zu sagen.