Beiträge von Quarus

    Ich kann Euch nur bitten, das gut zu überlegen. Hier in meinem Umfeld haben in den letzten Jahren 3 Hobbyhalter versucht, sich Rinder auf die Wiese zu stellen, und das ging bei allen schief. Es ist lange nicht damit getan, eine Fläche einzuzäunen, Viecher draufzustellen und dann jährlich die Kälber "zu ernten". Für Hobbyhalter geht das meistens als Verlustgeschäft aus, und den Tieren oft alles andere als gut.

    Das geht mit Tierarzt los, Tierseuchenkasse, Meldung beim Landwirtschaftsamt, Stallbau und Genehmigung, frostsichere Tränke, Winterfutterlager und -vorrat, Entwurmung, regelmäßiges Klauenschneiden, Kälberohrmarken bzw. verlorene Ohrmarken ersetzen, Mineralfutter nach Bedarf, Zaunbau, Weidepflege und Düngung... Zeit und Geld für einige Jahre, jeden Tag!

    Ich kann Euch nur raten, das gut zu überdenken! Zur Rinderhaltung brauch es mehr als ein Stück Wiese.

    Sag das nächste Mal prophylaktisch, daß Du in Zukunft Pfefferspray mitführen wirst, für den Notfall. Ist 'ne blöde Ansage, aber da selbst die Ämter erst reagieren, wenn etwas vorgefallen ist, bleibt Dir nicht viel anderes übrig, außer dem Paar weiträumig aus dem Weg zu gehen. Ich würde auch mit anderen Hundebesitzern sprechen, die perspektivisch das gleiche Problem haben werden.

    Bei mir ist die Hauptauswahl mit der Entscheidung für oder gegen einen Wurf schon im Vorfeld gelaufen. Im Wurf selbst sehe ich mir alle Welpen an, und hoffe, keinen extremen Ausreißer zu sehen. Wenn ich wegen großer Nachfrage an dem Wurf schon früh eine Vorentscheidung treffen muß, ist mir die Vitalität des Saugwelpen wichtig. Anderes kann man noch kaum beurteilen.

    Schöner ist es freilich, sich bis zur 8 Woche alle Optionen offenhalten zu können, um auch die charakterliche Entwicklung zu sehen. Bei meinem Matti war schon Ende der 6. Woche klar, daß er im Wurf großen Respekt genoß, und er ist auch zu einem sehr selbstbewußten Hund herangewachsen. Claudio war in seinem Wurf der ruhige, ausgeglichene Vertreter (obwohl der Züchter anderes behauptete), und wurde auch zu einem solchen erwachsenen Hund. Bei Quarus ging ich anders vor - dem habe ich mich schon kurz nach der Geburt mit Haut und Haaren verschrieben, der hätte ein einäugiger Dämon werden können, und ich hätte nicht von ihm abgelassen! Wurde er aber zum Glück nicht, wie ich von der von mir über Jahre verehrten Mutter auch nicht anders erwartet hatte....

    Bei einem wachsenden Hund würde ich mich wohl an eine tierärztliche, sogar universitäre Ernährungsberatung (München?) wenden. Wichtig ist, alle Nahrungskomponenten zu vermeiden, die den Darm reizen können. Darunter fallen nach den Erfahrungen von Sportfreunden mit IBD-Hunden leider auch viele rohe Futtermittel aus dem BARF-Bereich.

    Ich glaube schon, daß durch kompensatorisches Wachstum noch einiges aufgeholt werden kann. Aber die Uhr tickt...

    Weil ich weiß, daß ich in Streßsituationen (und das ist JEDE Prüfung für mich) das Holz überall hinwerfe, nur nicht gerade über Schrägwand und Hürde, habe ich meine Hunde darauf trainiert, IMMER Hin- und Rücksprung zum Holz zu zeigen, egal, wo das Ding liegt. :D

    Auch das Warten, falls ich vom Richter aufgefordert werde, noch mal zu werfen, kennen sie ausgiebig. xD

    Hundesport könnte so schön sein, wenn es die Prüfungen nicht gäge.... :flucht:

    Ganz ehrlich?

    So richtig es auch wäre, dem Ex-Freund zu zeigen, was er für ein Axxxxx ist, die Katzen dem Verhungern/Verdursten preisgegeben zu haben - realistischerweise wird sich das zum "Rosenkrieg" auswachsen, wo in Kürze die Katzen nur der Aufhänger sind, dreckige Wäsche sich gegenseitig um die Ohren zu hauen. "Der hat gesagt!", "Die hat gesagt!" wird sich abwechseln, und Außenstehende werden keine Chance haben, die Wahrheit herauszufinden. Die Lügerei geht doch schon los: Urlaub, Freund, Nachbar, ins TH gebracht etc.

    Wenn, dann sollte das TH tätig werden und Du Dich als Zeugin zur Verfügung stellen, dem messe ich noch die größten Chancen bei.

    Wenn Du Deine beiden Lieblinge wieder hast, behalte sie drinnen, bis sie sich von diesem Trauma erholen konnten. Füttere sie getrennt und mit hochwertigem Naßfutter und laß die Zeit die Wunden heilen. Dann ist immer noch Gelegenheit, ihnen wieder Freigang zu gewähren. Jetzt kämen sie bei mir nicht raus - ich hätte viel zu viel Angst.

    Ich hatte übrigens mal einen halbverhungerten, "wilden" Fundkater, der das Haus nach Eingewöhnung gar nicht mehr verlassen wollte. Der hatte von der Freiheit draußen schlicht die Schnauze voll!

    Ich würde mich an Deiner Stelle auch nicht verrückt machen. Meine Hunde kriegen immer die Hähnchenknochen - die sind so weich, daß selbst Menschenzähne sie zerbeißen können. Da die Tiere so jung geschlachtet werden, sind die Knochen noch nicht vollständig mineralisiert und splittern nicht so schlimm.

    Zur Sicherheit Sauerkraut geben ist gut, und natürlich beobachten!

    Wenn ich berücksichtige, wie viele Leute ihre Hunde mit der Leine verlaschen oder zerren, wäre die noch lange vor dem Stachel verbotsfällig. Aber die Leine ist kein Thema, weil die JEDER braucht - also wird das Mißbrauchspotential, das von diesem Lederriemen oder Flechtriemen ausgeht, einfach negiert. Anders beim Stachel - den möchte man gern verbieten lassen, weil man selber keine Ahnung vom Nutzen hat und den Verlust eben andere tragen müßten.

    Ich wäre jetzt dafür, die Leine zu verbieten. Dann könnten abertausende Hunde nicht mehr damit geschlagen oder geruckt werden. Meine Hunde folgen zuverlässig offline, also ist das gefährliche Ding nicht von Nöten, und wer sie am Hund hat, zeigt, daß er keine Ahnung von Hundeerziehung hat. Leine dran ist IMMER Ausdruck eines Zwanges - und Zwang ist etwas ganz und gar Abzulehnendes, wie auf 100 Seiten immer wieder postuliert wurde.