Ich fange das im Stehen an und Frage die Spannung auf der Leine nur ab, wenn der Hund sich (kurz) ruhig verhält. An lockerer Leine, versteht sich. Dadurch fördere ich das ruhige Verhalten, indem es der Anfang der Verhaltenskette ist und forciere es durch die Übung an sich.
Wenn meine Hunde in die Leine laufen und lockern bekommen sie niemals eine Belohnung oder Bestätigung. Sie müssen lockern, ja, aber das wird nicht belohnt. Wenn das häufig passiert, dann ist man zu lahm beim "Abfragen" mit der Spannung auf Leine-Übung oder die Umgebung ist für den Aufbau noch zu aufregend. Ich knüpfe von Anfang an die Entspannung mit an die Übung.
Hm, wahrscheinlich steh ich gerade echt auf der Leitung, aber ich versteh deine Erklärung nicht, und das Grüne verstehe ich noch weniger. Also, dass ist jetzt überhaupt nicht provokativ oder so gemeint, ich möchte diese Methode total gerne versuchen. (Aber gut, dass wir darüber sprechen, ich hab es dann nämlich genau verkehrt gemacht. Zum Glück erst seit gestern...)
Ich versuche es mal zu erklären, da ich das auch so praktiziere und von Corinna so gelernt habe:
Die Übung beginnt damit, dass Hund und Halter, in einer ruhigen Umgebung, "blöd herumstehen". Der Hund ist an Halsband oder Geschirr mit der Leine befestigt.
Der erste Schritt beginnt damit, dass der Halter Zug auf die lockere Leine gibt. Es entsteht also eine gespannte Leine. Dann wird gewartet, bis der Hund dieser Spannung nachgibt. Lockert der Hund die Leine, wird er sofort danach belohnt.
Das wird wiederholt. Und zwar solange, bis der Halter überhaupt keine Chance mehr hat eine Spannung auf die Leine zu bekommen, weil der Hund sofort reagiert. Aber Achtung: Wenn der HUND die Spannung auf die Leine gegeben hat (weil er beispielsweise irgendwo hin will) und sie dann wieder lockert, gibt es keine Belohnung. Dann entsteht nämlich die Verhaltenskette von der ihr schreibt. Die Übung funktioniert nur, wenn der Halter derjenige ist, welcher den Zug auf die Leine gibt.
Das wird dann ins Laufen übertragen. Auch hier gibt der Halter den Zug auf die Leine und belohnt den Hund wenn er sich zurück nimmt um dem Zug nachzugeben. Daraus resultiert die Entspannung des Hundes (und natürlich auch, weil eine entspannte Haltung der Anfang der Sequenz ist, wie Corinna bereits geschrieben hatte.)
Hier hatte Sie es auch ausführlich erklärt: Tipps für Leinenführigkeit
VG Angela