Beiträge von Schmuh

    Ich würde ihn laufen lassen, sofern die paar Stufen nicht besonders rutschig oder sonstwie ungünstig sind.

    Und dabei einfach ganz nebenbei das gesittete Treppenlaufen üben, das später dann auch bei mehr Stufen die Gelenke (und Nerven ;) ) schont.

    Afghanen ziehen Aufmerksamkeit auf sich. In jedem Sinne. Ich kenne sie vor allem von Ausstellungen und Sport und allem drumrum.

    Sie sind hochbegabte Geräuschmeister. Solche Geräusche wie von Afghanen kenne ich von keinen anderen Hunden. Nicht nur Bellen oder Wolfsgeheul, die Afghanen können auch Seehund und vieles mehr.

    Sie sind sportlich. Nicht nur rennend, auf der Bahn (das sowieso), sondern auch hüpfend und springend, aus dem Stand auf Herrchens Schulter oder über den Zaun.

    Sie sind nicht wohlüberlegt und in sich ruhend. Zumindest nicht bei ungewohnten Situationen, Aufregung oder schon gar nicht bei Wildsichtung. Haben viel Jagdtrieb.

    Sie sind sensibel und menschenbezogen und freundlich. Zumindest bei Herrchen.

    Als Fremde hörte die freundliche Begrüssung für mich immer nach dem Welpenalter auf. Bei erwachsenen Afghanen durfte ich mich bestenfalls über distanzierte Akzeptanz oder auch hoheitvolle Ignoranz freuen.

    Die Pflege ist aufwändig. Im Ausstellungsbereich ist das natürlich nochmal etwas anderes, aber ich kenne niemanden, der seinen Afghanen (die seltenen, aber wunderschönen Exemplare mit gemässigtem Fell ausgenommen) in eine Pfütze lässt, oder neben dem Weg durchs Gestrüpp laufend, quer durch den Wald, .. Dafür gibt es leider viele Afghanen, die mit oder wegen katastrophaler Fellpflege abgegeben werden und dann geschoren werden müssen. Man stelle sich nur das Fell voller Kletten vor ...

    Zum Fressen und Trinken braucht es einen Schal über die Ohren. Manche haben gleich einen Ganzkörperoverall, sobald sie das Haus verlassen.

    (Es gibt da so eine Geschichte von zwei Deerhounds, die auf der Ausstellung in den Modderteich gesprungen sind ... ein Afghane hinterher .. ;) )

    Das ist so das, was ich von Afghanen mitbekomme. Wunderschöne Sportler, die leider oftmals unterschätzt werden und bei denen das Fell, mMn, leider zum Extremmerkmal geworden ist.

    Chart Polski kenne ich nur am Rande, von regelmäßigen Ausstellungsbegegnungen, wo man halt ein wenig in Kontakt gekommen ist. Waren immer sportliche, für Windhunde eher kräftige Hundetypen. Insgesamt ziemlich unauffällig, nett, aber keine großen Fremden-Freunde.

    Die Magyar Agar kenne ich etwas besser und sind, so wie ich sie wahrnehme, schon ziemlich anspruchsvoll.

    Wachtrieb vorhanden, insgesamt keine leisen Hunde. Können auch ordentlich nach vorne gehen, wenn sie nicht entsprechend geführt werden (gegenüber Mensch und Hund). Sehr, sehr sportlich, lernwillig, intelligent, aber auch eigen.

    Vom Gefühl her haben sie mich immer an ein Zwischending von Windhund und Mali erinnert. Coole Hunde, wenn man sie wirklich will.

    Ganz anderer Windhundtyp als meine Deerhounds ;)

    Wildschweine sind auch eine ganz andere Sache. Unsere hier sind zum Glück scheu und friedlich.

    Wenn die Hunde Wildschwein riechen, finden sie es seeehr interessant. Sehen oder hören sie es, haben sie meistens aber richtig Angst und wollen weg (gut so).

    Allerdings hatten wir einmal die Situation, dass wir mit Auto - Hunde im Kofferraum - in eine sehr große Wildschweinmeute geraten sind. Mindestens 30 Tiere, die um uns herum rannten. Da sind die Hunde im Kofferraum wirklich durchgedreht.

    Ansonsten:

    Pferde: Bekommen die Nüstern geschleckt

    Nashörner im Zoo: Ganz normal

    Nashornminiaturen im Zoo: Gruselig! Drohbellen und Panik schieben

    Löwe im Zoo: Kann man ignorieren

    Erdmännchen im Zoo: Freundliche Neugierde

    Eichhörnchen: Die Ausgeburt des Bösen! (wild wie in Voliere)

    Luchs (wild, frei): Auch eindeutig eine Bedrohung

    Ziegen, Hirsche, Rehe, Esel, Schafe: Gehören wild und im Gehege irgendwie einfach zur Familie dazu

    Geflügel, Vögel: Meistens ebenso

    Katzen: wird zwischen jeder einzelnen entschieden

    Seid froh, dass eure Rehe ausweichen. Tun unsere hier nicht immer.

    Ein Reh hat Balou über den Haufen gerannt, eines ist mir in die drei angeleinten Hunde voll reingerannt. (Aus sehr, sehr grosser Entfernung bei freier Fluchtmöglichkeit)

    Gestern erst wieder aus dem Wald gekommrn und plötzlich mitten in einer ausgewachsenen Hirschherde gestanden. Die haben zum Glück nur kurz geguckt und dann weiter gegrast.

    Und ich hab schon oft ganz schnell den Rückzug angetreten.

    Abgesehen von den (für mich eher seltenen) internationalen Ausstellungen kenne ich alle DWZRV-Ausstellungen eigentlich nur Outdoor. Ich fand die immer viel angenehmer. Viel Platz, man kann sich schön verteilen, keine Pieselecken in den Hallen, kein rutschiger Untergrund, ... Dafür nimmt man doch gerne das Wetter in Kauf.

    Joa, die Hunde sind dann halt auch mal nassgeregnet oder windzerzaust. Im schlimmsten Falle hängt auch mal Sand im Fell. Das habe ich immer als angenehm locker empfunden, war nie ein Problem (aber vielleicht ist das bei anderen Rassen ja anders).

    Dafür ist es häufiger möglich die Hunde im Kofferraum warten zu lassen, wenn das Auto eh nur 20 Meter entfernt im Baumschatten steht. Und Gassi zwischendrin ist auch viel, viel angenehmer.

    Also, vermehrt internationale Outdoor-Ausstellungen fände ich wirklich gut.

    Ich sehe das durchaus wie dagmarjung

    Sehr viele, auch erfahrene, Halter sehen die ersten Anzeichen bei ihren Hunden nicht. Denn lange vor dem totalen Abdrehen, kann man meist schon sehen: der Hund ist angespannt, nervös, unsicher, leckt die Lefzen, drängt sich auf, findet keine Ruhe, drängt sich dazwischen, ...

    Ich kann das übrigens besonders gut verstehen, weil es mir am Anfang, mit meinem ersten Hund, nicht besser erging. Was ich für Freude, viel Energie und Freundlichkeit hielt, war vor allem Stress, Unsicherheit und Überforderung.

    Dass ich auch die feine Körpersprache inzwischen viel besser lesen kann, habe ich zum Grossteil diesem Forum zu verdanken ;)

    Je nachdem wie lange das schon so läuft bzw wie oft er schon in dieses Verhalten gefallen ist, wird er sicher schon eine gewisse Erwartungshaltung haben. Durch die zu erwartende, ihn überfordernde Situation also entsprechend unter Spannung stehen.

    Da helfen ganz viele gegenteilige Erfahrungen, also gleich gar nicht in solche Situationen kommen lassen statt erst dann zu reagieren, wenn es bereits zu viel ist. Das kann natürlich dauern und jede 'Problemsituation' wäre wieder ein Rückschritt.

    Stell dir vor, du musst regelmässig auf eine Bühne in eine unglaublich unangenehme Situation. Wenn du da hockst, weisst du, gleich ist es soweit. Du bist überfordert, wirst mit Menschen konfrontiert mit denen du nicht umgehen kannst, die dich dann auch mal richtig anschnauzen und musst allein klar kommen. Bis du von der Bühne geholt wirst.

    Wenn das immer wieder passiert, wirst du schon auf der Bühne nervös, lange bevor etwas geschieht. Und es wird dauern, bis du da nicht mehr angespannt bist. Kommt es dann doch wieder zu einer unangenehmen Situation, dann ist das Vertrauen auch wieder weg.

    Nur ein Vergleich, zur Verdeutlichung, wie wichtig es ist, dass es erst gar nicht so weit kommt.

    Lass dich nicht verunsichern. Man kann hier im Forum wirklich viel lernen. Und auch wenn manches harsch klingen mag bin ich immer der Überzeugung, es ist gut gemeint. :smile:

    Ja, dass mit dem Stress kann gut sein. Haben dafür damals in der Hundeschule leider auch nie Tipps bekommen, wie wir damit umgehen sollen. Die Lehrerin meinte damals, der ist einfach so, da kann man außer 'normales Training nichts machen.

    Doch, man kann viel machen.

    Gebt eurem Hund klare Regeln, dazu gehört auch: andere Hunde werden nicht belästigt. Nehmt ihn aus der Situation, bevor der andere Hund deutlich werden muss.

    Noch besser: lasst ihn gar nicht erst mit viel Energie hinrennen.

    Es kann gut sein, dass euer Hund eben einfach überfordert ist in dem Moment. Ihm klare Regeln zu geben, dazu gehören auch Verbote, geben ihm Unterstützung und sind für alle positiv.

    Fördert Kontakte, bei denen er keine Stresszeichen zeigt, die eher ruhig und vielleicht auch ein wenig ignorant unter den Hunden ablaufen. Und meidet die Kontakte mit zu viel Energie.