Okay, dann hatte ich es doch richtig interpretiert. Hmh. Aber wenn der Hund sich jetzt weiter entfernt als er soll? Muss ich ihn ja doch schon zurückrufen, die Ruhe hätte ich glaube nicht...
so wie oben beschrieben, also nur rufen, wenn der Hund eh schon auf dem Weg ist, trainiert man das ja auch eigentlich hauptsächlich mit ganz kleinen Welpen, die sich eh noch nicht weit entfernen.
So habe ich es zumindest bei Ares gemacht. Also warten, bis er sich mal bisschen von mir wegbewegt, dann irgendein interessantes Geräusch machen, vlt sogar schon Spielzeug auspacken und wenn der Hund dann auf einen zu läuft, mit dem Gedanken 'Yeah, Party, Spiel' dann sagt/ruft man den eigentlichen Rückruf. So dass sich beim Hund die Verknüpfung bildet 'wenn sie das sagt/ruft muss ich schnell zu ihr laufen, weil mich dann was ganz tolles erwartet'.
So hab ich bei Ares nen sehr sehr sicheren Rückruf aufbauen können. Im Normalfall dreht er wirklich auf dem Absatz um und kommt zu mir galoppiert. Und ja, hin und wieder gibt es dafür auch heute noch ein Spiel, weil das für ihn einfach die höchste Belohnung ist.
Für Mia ist es zb das Größte, wenn sie Kekse über den Boden jagen darf, daher bekommt sie das auch hin und wieder als Belohnung.
Beim Radius war das bei Ares ja so nie nötig, da er das irgendwann von selber angeboten hat. Aber bei Mia hat es auch geholfen, wenn ich wirklich jeden Blickkontakt belohnt habe. Bei ihr musste ich dafür anfangs noch ein spannendes Geräusch machen. Irgendwann hat sie von selbst angefangen, mehr nach mir zu schauen, weil es ja dafür immer was gab. Und irgendwann hat es sich dann auch einfach so eingeschlichen, dass sie in meiner unmittelbaren Nähe bleibt.
Aber bei ihr war das dadurch dass sie deutlich älter und selbstständiger war richtig Arbeit. Ganz im Gegensatz zu Ares, der war ja noch klein und hat da viel von selbst angeboten.
Ich denke, es ist aber auch so entspannt bei den beiden, weil sie eben im Normalfall zweimal täglich Freilauf haben. Da ist es zum einen einfach nicht so besonders für sie und zum anderen habe ich viel mehr Möglichkeiten zu üben und zu belohnen.