Vermutlich liegt es daran, dass man Juckreiz besser nachempfinden kann. Bissl Nebengeräusche beim atmen oder Bauchatmung lassen die meisten wohl nicht vermuten, dass der Hund irgendwie gerade leidet, er ist ja fröhlich wie immer und es wird als normal empfunden, weil die Anatomie das halt so mit sich bringt. Ich war mal in einem Mopsforum, die Nebengeräusche vom Mops werden dort wirklich als normal empfunden, weil das bei Möpsen halt so ist, dabei meine ich noch nicht mal das röcheln, sondern das viele schnaufen, das stoßweise Luft mit Schleimspritzer aus der Nase pusten, das laute hecheln, das grunzen, das schnarchen...
ich habe nicht wirklich viel mit brachycephalen Rassen zu tun, am Dienstag habe ich zum ersten Mal eine aus der Nähe gesehen und ich war echt geschockt..
Ich war mit Ares beim Tierarzt und als der zum HD/ED-Röntgen weg war, sollte ich noch mal kurz im Wartezimmer warten.
Da saß dann auch eine Frau mit ich glaube englischer Bulldogge.
Ich saß am anderen Ende vom Wartezimmer und habe den Hund die ganze Zeit atmen hören.. Aber nicht nur das, etwa einmal die Minute hat er so eine Art Niesgeräusch von sich gegeben und Schleim aus Nase und Maul abgesondert.
Da dachte ich noch: ok, vlt ist der Hund einfach erkältet und deswegen beim Tierarzt.
Aber dann hat sich eine Frau, die neben der Besitzerin der Bulldogge saß, mit ihr unterhalten und gefragt, weswegen sie denn da sei. Darauf antwortet die Besitzerin der Bulldogge 'ach, sie hatte Probleme mit den Ohren, aber das ist quasi schon weg - wir sind nur noch zur Kontrolle hier'
ich musste mich echt zusammen reißen um nicht so
zu schauen..
mir hat die Bulldogge soo leid getan..wenn ich mir vorstelle, dass das arme Tier nie richtig Luft bekommt, nie ausgelassen toben kann, nie entspannt schlafen kann (wenn ich allein daran denke, wie schlecht ich schlafe, wenn ich erkältet bin und ne versopfte Nase habe).
ich kann es wirklich nicht verstehen, wie man sich so ein Tier anschaffen kann und so ein Leid wohlwissend unterstützt.