Mal aus ehrlichem Interesse: Wie wird ein Welpe so? War der dann schon beim Züchter so auffällig, konnte nie schlafen, war immer überdreht? Oder ab wann kippt das und warum? Oder läuft da bei manchen Rassen in der Zucht was schief, es ist irgendwie angezüchtet? Oder eher eine Art zufällig auftretender Defekt im Gehirn, dass die Reizverarbeitung nicht richtig funktioniert? Oder irgendwie eine unglückliche Kombination im neuen Zuhause? Wie erklärt man sich das?
ich kann ja nur von meinem Hund reden.. ich glaube bei Ares kamen da einige Faktoren zusammen..
zum einen hat er als Mali halt ne sehr niedrige Reizschwelle, reagiert also sehr schnell auf Reize. Dann ist es bei Malis ja durchaus auch gewünscht, dass die über den eigenen Müdigkeitspunkt hinaus gehen. Je nach Einsatz des Hundes kommt es halt nicht so gut, wenn der die Arbeit einstellt und sich stattdessen lieber schlafen legt.
Dazu kommt eben auch, dass die meisten Malis doch sehr hochtourige Hunde sind, also einfach schnell zum überdrehen neigen.
Ja und dann wahrscheinlich bei ihm persönlich dazu, dass er unter Stress eben auch noch zusätzlich zum hibbeln neigt..
Und ja, so als 8 Wochen alter Welpe plötzlich getrennt von Mama und Geschwistern, der hatte da ganz sicher Stress. Immerhin musste er sich an völlig neue Menschen, neue Hunde und einen komplett neuen Tagesablauf gewöhnen, nachdem er alles, was er bis dahin kannte von einem auf den anderen Moment verloren hat. Und ja, wir haben einfach etwas gebraucht, um uns aufeinander einzustellen. Um ihn in diesen stressigen Situationen auffangen zu können..
Klar, andere Welpen haben diesen Umzugsstress natürlich auch. Aber es ist doch halt nicht jeder gleich ![]()
Um mal noch mal den Kindervergleich zu bemühen: es gibt doch total pflegeleichte Babys, die den ganzen Tag entweder fröhlich glucksend rumliegen oder schlafen, wenn sie nicht gerade gefüttert werden und die auch schon früh durchschlafen.
Und dann gibt es die etwas pflegeintensiveren Babys, die länger brauchen zum durchschlafen und die auch tagsüber einfach mehr Unterstützung und Hilfe brauchen und eben auch mal schlecht drauf sind.
Sind die zweiten Babys dann zwangsläufig 'kaputt' (im Sinne von Defekt im Gehirn) oder 'gestört'?
Oder gibt es vlt einfach unterschiedlichere Charaktere mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen?
wichtig ist für mich halt letztendlich, dass man einen Weg findet, um den Hund abzuholen, damit er runter fahren kann und nicht im Dauerstress lebt.
Denn das halte ich auf Dauer für deutlich ungesunder und letztendlich auch schädlicher für den Hund.