Beiträge von miamaus2013

    Mal aus ehrlichem Interesse: Wie wird ein Welpe so? War der dann schon beim Züchter so auffällig, konnte nie schlafen, war immer überdreht? Oder ab wann kippt das und warum? Oder läuft da bei manchen Rassen in der Zucht was schief, es ist irgendwie angezüchtet? Oder eher eine Art zufällig auftretender Defekt im Gehirn, dass die Reizverarbeitung nicht richtig funktioniert? Oder irgendwie eine unglückliche Kombination im neuen Zuhause? Wie erklärt man sich das?

    ich kann ja nur von meinem Hund reden.. ich glaube bei Ares kamen da einige Faktoren zusammen..

    zum einen hat er als Mali halt ne sehr niedrige Reizschwelle, reagiert also sehr schnell auf Reize. Dann ist es bei Malis ja durchaus auch gewünscht, dass die über den eigenen Müdigkeitspunkt hinaus gehen. Je nach Einsatz des Hundes kommt es halt nicht so gut, wenn der die Arbeit einstellt und sich stattdessen lieber schlafen legt. |)
    Dazu kommt eben auch, dass die meisten Malis doch sehr hochtourige Hunde sind, also einfach schnell zum überdrehen neigen.
    Ja und dann wahrscheinlich bei ihm persönlich dazu, dass er unter Stress eben auch noch zusätzlich zum hibbeln neigt..
    Und ja, so als 8 Wochen alter Welpe plötzlich getrennt von Mama und Geschwistern, der hatte da ganz sicher Stress. Immerhin musste er sich an völlig neue Menschen, neue Hunde und einen komplett neuen Tagesablauf gewöhnen, nachdem er alles, was er bis dahin kannte von einem auf den anderen Moment verloren hat. Und ja, wir haben einfach etwas gebraucht, um uns aufeinander einzustellen. Um ihn in diesen stressigen Situationen auffangen zu können..

    Klar, andere Welpen haben diesen Umzugsstress natürlich auch. Aber es ist doch halt nicht jeder gleich :ka:

    Um mal noch mal den Kindervergleich zu bemühen: es gibt doch total pflegeleichte Babys, die den ganzen Tag entweder fröhlich glucksend rumliegen oder schlafen, wenn sie nicht gerade gefüttert werden und die auch schon früh durchschlafen.
    Und dann gibt es die etwas pflegeintensiveren Babys, die länger brauchen zum durchschlafen und die auch tagsüber einfach mehr Unterstützung und Hilfe brauchen und eben auch mal schlecht drauf sind.
    Sind die zweiten Babys dann zwangsläufig 'kaputt' (im Sinne von Defekt im Gehirn) oder 'gestört'?

    Oder gibt es vlt einfach unterschiedlichere Charaktere mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen?

    wichtig ist für mich halt letztendlich, dass man einen Weg findet, um den Hund abzuholen, damit er runter fahren kann und nicht im Dauerstress lebt.
    Denn das halte ich auf Dauer für deutlich ungesunder und letztendlich auch schädlicher für den Hund.

    @miamaus2013 hats auf den Punkt gebracht, wie ein Baby dass den Punkt fürs einschlafen übergangen ist.
    Und einfach nur noch unleidlich, unausgeschlafen, unausgeglichen und schlicht unausstehlich ist aber nicht anders KANN.


    ja genau, er konnte in dem Moment einfach nicht anders..

    und er hat mir jedes Mal soo leid getan, wenn er vor lauter Müdigkeit und Überdrehtheit hienfach nicht mehr wusste wohin mit sich :(


    und ich freue mich bis heute jedes Mal, wenn ich den Raum verlasse oder durch den Raum laufe und er einfach nur entspannt auf seiner Decke liegen bleibt. Oft sogar auf dem Rücken liegend, seine bevorzugte Schlafhaltung.
    Da geht mir jedes Mal das Herz auf, wenn ich sehe, wie sehr er heute im Reinen mit sich ist und einfach 'bei sich' ist.

    Wenn du ins Arbeitszimmer gehst, dann nimm ihn mit, stell ein Körbchen, Wasser und Spielzeug in eine Ecke und ignoriere den Hund. Der legt sich dann schon irgendwann hin und schläft wenn nichts geboten ist.

    hat Ares zb nicht geschafft.. ich saß einfach nur völlig ruhig am Schreibtisch und habe auf mein Buch gestarrt. Kein Fernseher, keine Musik..
    und dennoch ist er immer weiter durchs Zimmer geflippt und kam einfach nicht an.

    Ähnlich wie ein übermüdetes Baby, das den Punkt zum einschlafen verpasst hat.

    mein Mali-Welpe war, rassetypich, als Welpe gefühlt niemals wirklich müde.. der konnte echt 2 Stunden mit meiner erwachsenen Hündin durch den Garten stromern und hat danach immer noch die Wohnung unsicher gemacht.

    Mir war aber extrem wichtig, dass er wirklich lernt, Ruhe zu halten und sich auszuruhen, runter zu kommen.
    Daher war er als Welpe viel in der Box, sehr viel.

    Unser Tag sah ungefähr so aus
    aufstehen gegen 7 Uhr, mit der erwachsenen Hündin und dem Welpen raus bis zur Wiese habe ich ihn getragen, da durfte er sich dann frei bewegen. Waren ungefähr 15 Minuten auf der Wiese. Dann habe ich ihn zurück getragen, zu Hause gabs Futter, ich habe ihn noch mal zum lösen auf die Wiese gestellt. Dann kam er mit nem Kauspielzeug in die Box.
    Nach ungefähr 2 Stunden wurde er dann meistens wieder munter in der Box, ich habe ihn raus geholt, auf die Wiese gestellt zum Lösen und wieder in die Box gepackt.
    Gegen 13 Uhr habe ich ihn wieder mit der erwachsenen Hündin in den Garten gelassen, so ungefähr 15 Minuten lang. Danach Futter und er kam wieder in die Box.
    Gegen 16 Uhr haben wir wieder nen kleinen Spaziergang gemacht, bis zur Wiese wurde er getragen, da dann 20 Minuten freie Bewegung.
    Danach gings wieder in die Box. Nach ungefähr 2 Stunden lösen. Futter gegen 19 Uhr, kurz lösen und ab in die Box.
    Noch mal lösen gegen 22 Uhr und danach Schlafenszeit.


    das hört sich wirklich krass an und das war es auch. Er war wirklich extrem viel in der Box. Aber das war für ihn einfach die einzige Möglichkeit, sich runter zu fahren.
    Gebraucht hat er das in der krassen Form bis etwas über 4 Monate. Ab da konnte er auch ohne Box tagsüber auf seiner Decke ruhen. Nachts hatte er aber noch ne ganze Weile seine Box.

    Heute ist er drinnen absolut ruhig und tiefen entspannt, schläft sehr viel, ruht viel und steht auch zb nicht auf, wenn man den Raum verlässt oder im Raum rum läuft.´Und auch in 'fremder' Umgebung, also wenn wir zb bei Freunden zu Besuch sind.
    Die harte Boxenzeit hat sich also wirklich gelohnt und ich würde das mit so einem Welpen immer wieder exakt genau so machen.
    Lieber einmal so hart durch ziehen, als nen Hund haben, der auf Dauer zu wenig schläft und dann irgendwann Probleme aufgrund des Schlafmangels bekommt.

    durch den Quark waren meine Frikadellen mal so weich, dass mein Freund sich sicher war, die sind noch nicht durch..
    Er kommt in die Küche, sieht die Frikadellen auf dem Teller und meint zu mir leicht vorwurfsvoll: 'die sind doch noch gar nicht durch!'.
    Ich: 'aber klar doch!'

    er nimmt eine in die Hand, um sie zum Beweis durch zu brechen, bricht sie total theatralisch durch und: durchgegart :lachtot:

    ich mache immer Magerquark rein. Damit werden sie, wenn man zu viel nimmt, wirklich ziemlich weich :hust:


    Die gestern aus dem Ofen kamen bei meinem Freund gut an. Eine Kruste hatten sie dank Grill auch und sie waren auch mal nicht angebrannt :D

    heute im Test: Frikadellen aus dem Backofen.

    Sie sind noch drin, aber sehen nach 10 Minuten schon im Prinzip genau so aus, wie Frikadellen aus der Pfanne.. ich dachte echt, der optische Unterschied wird größer..
    Vorteil: man braucht kein zusätzliches Fett und ein Teil des vorhandenen Fetts tritt auch noch aus