Ich habe mit Ares einen Hund, dessen Rasse durchaus zu rückwärtsgerichteter Aggression neigt.. dementsprechend bin ich davon ausgegangen, dass wir das Thema auch mal haben werden.
Dem war dann auch so, er war ungefähr ein Dreiviertel Jahr alt, wir waren spazieren, er wollte glaube ich was fressen, ich habe ihn mit der Hand weggeschoben, er hat sich umgedreht und mir einen richtigen Cut in den Daumen gebissen…
Er hat sich in dem Moment nicht erschreckt, er hatte keine Angst, er war nicht überfordert, es war keine stressige Situation, der Spaziergang war in einer ruhigen Gegend und sehr entspannt.
Es hat ihm schlicht und ergreifend nicht gepasst.
Dementsprechend fiel auch meine Reaktion aus. Ich wollte ihm schlicht klar machen, dass in mich rein beißen keine adäquate Lösungsstrategie ist. Nein ich habe nicht auf ihn eingeschlagen oder so. Es hat völlig gereicht, ihn bestimmt festzuhalten und ihn einfach nicht damit durchkommen zu lassen..
Ich glaube es war für uns beide in dem Moment wirklich wichtig zu klären, dass das keine Lösungsstrategie ist, weil er sonst dazu neigen würde, seinen Willen mit den Zähnen durchzusetzen. Ich denke, wenn ich bei ihm zurück gewichen wäre, hätte er das immer wieder auch in anderen Situationen versucht und ausgeweitet, weil es einfach seinem Naturell entspricht.
Ich muss aber auch sagen, da ich ja damit gerechnet hatte bin ich nicht aus allen Wolken gefallen und es hat mich auch nicht nachhaltig beeindruckt. Es war mehr so ein ,ah okay gut, konnten wir das jetzt endlich besprechen‘.
Ich hatte auch danach keine Angst vor ihm oder eine Unsicherheit im Umgang mit ihm.
Er hat auch seitdem nicht mehr versucht, seinen Willen mit den Zähne durchzusetzen.
Und es hatte auch keinen Einfluss auf seine Kommunikation generell. Also wenn ihm was zb wirklich weh tut, dann knurrt und warnt er durchaus. Aber wir konnten uns eben darauf einigen, dass ich nicht gebissen werde.