Wir machen hauptsächlich Agility auf Turnierniveau und ich arbeite gezielt damit, die Hunde bewusst hochzufahren, wenn sie dran sind, aber auch wieder runter zu fahren, wenn sie nicht dran sind..
Ich fange damit schon beim jungen Welpen an und das ist ein zentraler Teil jedes Trainings, daher festigt sich das dann recht gut..
Dazu gibt es vermutlich keine schritt für Schritt Anleitung? 

Czarek Ich versuche mal, es etwas besser zu erklären.
Also bei mir fängt es damit an, dass der Welpe lernt, auf „Kommando“ zu ruhen.
Schon in der Welpenstunde bestand ein großer Teil der Zeit aus rumsitzen auf ner Decke und der Welpe liegt entspannt bei seinem Menschen, obwohl da andere Welpen (=potentielle Spielpartner) sind.
Ich etabliere da für meine Hunde gerne ein Wort, weil das flexibler ist als eine Decke.
Bei meinen Hunden ist das „Pause“. Also Welpenstunde, ich sitze auf ner Decke, Welpe an mich dran gekuschelt am eindösen und dann kommt mein späteres Signalwort „Pause“.
Dann ist es natürlich so, dass meine Welpen mitkommen zu den Turnieren, aber noch laaaange nicht selbst laufen dürfen. Also hängt Welpe mit mir rum und macht Pause.
Das erste was meine Welpen in diesen aufregenden Turniersituationen lernen, ist rumliegen, dösen, schlafen.
Wichtig ist aber eben, dass die Welpen auch wirklich entspannt sind. Einmal kurz auspacken, die Atmosphäre aufschnappen lassen und dann womöglich in hoher Erregungslage wegpacken würde ich nie machen.
Sondern immer so lange warten und den Welpen anleiten, bis er sich eben wirklich entspannt. Quasi ne Art „schlafieren“.
Auch in diesen Situationen benutze ich, wenn der Welpe wirklich entspannt ist, immer wieder mein späteres Signalwort.
Wenn der Welpe dann bisschen älter ist und anfängt, was zu arbeiten, bekommt der Beginn des Arbeitens bei mir in anderes Signalwort (bzw ne Kombi). Quasi der Anschalter. Um dem Hund zu sagen „Pause beendet, wir arbeiten jetzt“.
Wir sitzen entspannt auf dem Hundeplatz rum, Welpe döst an mich gekuschelt, ich stehe auf, es gibt meine Signalkombi für „wir arbeiten jetzt was“, es gibt ne kleine Übung, danach setze ich mich wieder mit meinem Welpen auf unsere Decke und schicke ihn dann wieder über das Signalwort in die Pause. Erst wenn er das wirklich annimmt und entspannt, kann es eine weitere Übungseinheit geben.
Über diese stetige Verknüpfung von Anschalten und Ausschalten festigt sich das sehr gut, so zumindest meine Erfahrung.
Ich benutze diese Signalkombi immer. Auch beim erwachsenen Hund. Ich nehme meinen Hund mit „haste Bock?“ am Beginn des Trainings aus dem Auto und schicke ihn mit „Pause“ in die Pause.
Wie gesagt, wir verbringen oft viele Stunden auf einem AGI-Turnier und bewegen uns natürlich auch übers Gelände, gehen spazieren und sowas. Da finde ich es wichtig, dass Hund weiß, wann er arbeiten darf und wann wir uns nur von A nach B bewegen, aber er eben nicht arbeiten darf und ganz wichtig, wann er eben auch Pause hat.
Noch was: „Pause“ ist bei meinen Hunden an keine bestimmte Position geknüpft. Die können selbst entscheiden, ob sie sich hinlegen, stehen, sitzen, Position verändern. Es ist eben nur nicht der Arbeitsmodus.
Wenn wir zwischendurch im Training was besprechen, schicke ich den Hund auch in die Pause. Manchmal liegen sie dann rum, Ares rollt sich gerne auf dem Gras oder auf dem Kunstrasen, oder sie dümpeln einfach über den Platz, aber man merkt ihnen am Verhalten an, dass sie jetzt einfach Pause machen, sie sind auch zb nicht so „auf Empfang“ wie während dem Training. Wenn’s weiter geht, rufe ich sie zu mir und schalte sie wieder an.