Beiträge von miamaus2013

    Meine Welpen haben oft noch mal abends, meist nach dem füttern, so richtig aufgedreht.

    War beim Ersthund schon anstrengend, sobald ich mehr als einen Hund hatte, haben die dann einfach miteinander gespielt. Dadurch hat es sich dann auch nicht so heftig hoch geschaukelt, weil sie zum einen die Energie raus lassen konnten und sie auf der anderen Seite vom anderen Hund direkt Feedback bekommen haben, wenn es zu heftig wurde..

    Was man als Mensch machen kann:

    Man kann entweder überlegen, dem Hund noch mal die Möglichkeit zu geben, Energie raus zu lassen, also zb noch mal in den Garten lassen.

    Oder man versucht, den Welpen aktiv runter zu fahren. Was bei meinen Welpen als Notfallmaßnahme gut geholfen hat: auf den Boden setzen, Welpen zwischen den eigene Beinen, der Kopf des Welpen zeigt von einem Weg, der Rücken des Welpen zu einem hin und dann hält man den Welpen mit beiden Händen an der Brust fest, Finger legen sich um die Brust, die Daumen sind oben an Hals/Schulter. Wenn man die Hände da richtig positioniert kann der Welpe einen so auch beißen.

    Wichtig: Welpe so lange fest halten, bis er sich wirklich beruhigt. Das merkt man daran, dass die dann ganz weich werden vom Körper her. Ganz wichtig: nicht los lassen, wenn der Welpe zappelt und sich wehrt, egal wie wild er zappelt NICHT los lassen.. einfach ruhig sitzen und den Welpen ruhig, kommentarlos festhalten, bis er sich beruhigt. Nicht ärgern, nicht aufregen, nicht schimpfen, keine Kommandos, einfach nur da sein und den Welpen halten..


    Schnauzengriff würde ich nie bei meinen Welpen verwenden, genauso wenig wie schütteln im Nacken oder auf den Rücken drehen..

    Besucht ihr Welpenstunden bzw. habt es vor?

    Kalle hatte ne richtig gute Welpenstunde.

    Nur drei Welpen mit ihren Menschen, das Hauptaugenmerk lag auf der gemeinsamen Zeit zwischen Mensch und Welpe, viel Ruhe auf dem Hundeplatz, zwischendurch mal kleine Übungen. Also hauptsächlich Konzentration und Fokus auf den eigenen Menschen, Spaß mit dem eigenen Menschen, gemeinsam kleine „Abenteuer“ meistern und zufällig waren da dann halt noch andere Welpen und ihre Menschen.

    Gespielt wurde in den 10 Stunden vlt zwei oder drei mal, also ingesamt.

    Und natürlich sind auch Spaziergänge geplant, doch habe ich gelesen und gehört, dass diese eben noch nicht jetzt sein sollten. Auch war die Rede von 5 Min pro Lebensmonat und da wären wir aktuell mit 10 Minuten dabei.

    Was glaubst du denn, wie die Züchterin bei ihrem Wurf sichergestellt hat, dass sich die Welpen nicht länger als 10 Minuten bewegen?

    Ich beantworte die Frage gleich mal: gar nicht. Die Welpen werden sich deutlich (!) mehr als 10 Minuten bewegt haben.

    Was ich NICHT machen würde: stramme Leinenspaziergänge. Also Welpe an die Leine und von A nach B laufen.

    Stattdessen würde ich mir den Welpen schnappen und in einer ruhigen Gegend einfach mal bisschen mit ihm rum laufen. Im Tempo des Welpen.

    Ich persönlich lasse meine Welpen von Anfang an frei laufen. Bisher hatten auch alle meine Welpen genug Folgetrieb dafür. Aber das geht natürlich nur in einer übersichtlichen Gegend ohne Straßen in der Nähe.

    Wenn das nicht geht würde ich eine lange, dünne Leine ans Geschirr machen, so dass der Welpe sich möglichst frei bewegen kann.

    Wie wollt ihr das denn weiter machen? Wie lange soll der Welpe denn nur den Vorgarten kennen lernen?

    Ist dann euer Plan für die kommende Zeit Vorgarten und Welpenschule?

    Der Plan ist: riesige Hundewiese, 50m weiter, riesiger Garten auf der Arbeit, zu der sie mich begleiten soll und hoffentlich kann ich sie irgendwann, mit zum Laufen nehmen (ich laufe jeden Morgen, min. 30 Min.)

    Hundewiese würde ich mit einem Welpen (bzw. generell mit jedem Hund) meiden, weil mir die Wahrscheinlichkeit, dass der Welpe schlechte Erfahrungen macht, einfach viel zu groß wäre..

    Spaziergänge sind auch auf Dauer nicht geplant?

    Ich ziehe meine Welpen anders auf. Ich habe mehrere Hunde und meine Welpen kommen von Anfang an mit auf Spaziergänge. Da laufen sie ein bisschen mit und werden den Rest getragen.

    Hundekontakt gibt es natürlich zu meinen eigenen Hunden ständig. Aber ich treffe mich auch mit Freunden mit geeigneten Hunden. Ich mag es sehr, wenn meine Welpen von erwachsenen, gut sozialisierten Hunden lernen, wie man Hundesprache spricht.

    Freie Bewegung finde ich auch wichtig: also einfach mal in den Garten oder auf eine Wiese setzen und den Welpen die Welt entdecken lassen.

    Ich baue auch von Anfang an kleine Ausflüge ein, immer mit dem Fokus, dass der Welpe lernt, dass er bei mir sicher ist und sich bei mir entspannen kann. Also zb einfach mal in eine Fußgängerzone setzen, Welpe auf dem Schoß (oder auf einer Decke zwischen meinen Beinen) und schauen lassen, bis das Hundekind eindöst.

    Das Leben eurer Hündin bestand bisher sehr wahrscheinlich daraus, mit ihren Geschwistern zu spielen bis sie müde ist, zu fressen und zu schlafen..

    Und jetzt, von jetzt auf gleich nach ihrem Umzug bei euch, soll sie dann nicht mehr spielen, wird viel ignoriert und soll den Großteil des Tages ruhen..

    Schon ne ziemliche Umstellung für so nen kleinen Welpen..

    Kennt sie es denn von der Züchterin, spazieren zu gehen?

    Hat sie bei euch Hundekontakte? Zu erwachsenen Hunden? Zu Welpen?

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    Sieht aus, wie ein normales Gruppenfoto, aber ich bin grade sooooo stolz auf meine Hunde.

    Habe der Besitzerin der Border- Hündin zwischen Mia und Kalle angeboten, ihre Hündin zu nehmen, wenn sie im Urlaub ist..

    Vor allem die letzten Tage habe ich mir dann tausend Gedanken gemacht, ob dieses Angebot wirklich so ne gute Idee war, denn Mia kennt die Hündin nur flüchtig und hat sie schon eeeewig nicht mehr gesehen. Und Mia ist ja oft nicht so einfach mit anderen Hündinnen..

    Und ja, da oben sitzt sie neben der Hündin und strahlt in die Kamera :herzen1: :herzen1:

    Es hat nach wenigen Minuten einfach richtig gut funktioniert zwischen den Hunden.. die Hündin hört richtig gut auf mich und ich hatte nen ganz entspannten Spaziergang mit vier frei laufenden Hunden. =)

    (Für die Besitzerin ist es völlig okay, dass ich ihre Hündin frei laufen lasse.)

    miamaus1

    Danke, das ist toll erklärt =)

    Was machst du, wenn der Welpe/Junghund in der Pause doch mal hoch fährt und aktiv wird?

    Kommt sehr auf die Situation und den Welpen an..

    Bei Kalle habe ich es zb so gemacht, dass ich seine Aufmerksamkeit weg gelenkt habe von der spannenden Sache und hin auf mich. Also quasi erstmal „nur“ Fokus abwenden und sich zumindest nicht weiter hoch spulen.

    Die Konzentration auf mich habe ich dann sehr kleinschrittig belohnt, also viele kleine Kekse. Erst aus der Hand um den Fokus bei mir zu halten, dann auch gerne auf der Decke suchen lassen.

    Schnüffeln entspannt ja auch noch zusätzlich und macht müde.

    Und das hat für ihn dann meist gereicht, dass er sich so „beruhigt“ hat, dass ich ihm wieder kuscheln anbieten konnte.

    Alternativ kann man vlt auch mit einer Schlecktube arbeiten, schlecken beruhigt die Hunde ja auch.

    Wenn der Welpe schon eher ein Junghund ist und das Prinzip mehr verinnerlicht hat, dann arbeite ich auch einfach mit meinem Wort als Fehlerinfo und gebe mein Signal erneut.

    Kleiner Nachtrag noch: mehr an „hochfahren“ als oben beschrieben, mache ich mit meinen Hunden nicht. Die finden arbeiten so geil, dass diese Ankündigung schon ausreicht, damit sie sich selbst hoch fahren. Und ja, am Anfang fördert man das natürlich auch, in dem es für kleine Übungen ziemlich gute Belohnungen gibt.

    Ich will Hunde, die konzentriert arbeiten, keine Hunde, die sich so abschießen, dass sie nicht mehr zuhören können.

    Bei Kalle sieht das zb so aus:

    Er wartet irgendwo

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    Ich rufe ihn (nach dem warm machen) zu mir, schalte ihn mit „haste Bock?“ an und wir betreten den Platz. Da gibts dann zwei drei kleine Konzentrationsübungen, kleine Kommandos abarbeiten, er springt sich an einer Hürde ein (Sprungkommandos durch checken) und dann geht das Training los.

    Kein exzessives Spiel zum Beginn oder sowas.

    Wenn seine Einheit vorbei ist, laufen wir raus, er kann sich auslaufen und ich schicke ihn in die Pause. Da liegt er dann rum wie zb auf dem Foto oben.

    Wir machen hauptsächlich Agility auf Turnierniveau und ich arbeite gezielt damit, die Hunde bewusst hochzufahren, wenn sie dran sind, aber auch wieder runter zu fahren, wenn sie nicht dran sind..

    Ich fange damit schon beim jungen Welpen an und das ist ein zentraler Teil jedes Trainings, daher festigt sich das dann recht gut..

    Dazu gibt es vermutlich keine schritt für Schritt Anleitung? :pfeif:

    =)

    Czarek Ich versuche mal, es etwas besser zu erklären.

    Also bei mir fängt es damit an, dass der Welpe lernt, auf „Kommando“ zu ruhen.

    Schon in der Welpenstunde bestand ein großer Teil der Zeit aus rumsitzen auf ner Decke und der Welpe liegt entspannt bei seinem Menschen, obwohl da andere Welpen (=potentielle Spielpartner) sind.

    Ich etabliere da für meine Hunde gerne ein Wort, weil das flexibler ist als eine Decke.

    Bei meinen Hunden ist das „Pause“. Also Welpenstunde, ich sitze auf ner Decke, Welpe an mich dran gekuschelt am eindösen und dann kommt mein späteres Signalwort „Pause“.

    Dann ist es natürlich so, dass meine Welpen mitkommen zu den Turnieren, aber noch laaaange nicht selbst laufen dürfen. Also hängt Welpe mit mir rum und macht Pause.

    Das erste was meine Welpen in diesen aufregenden Turniersituationen lernen, ist rumliegen, dösen, schlafen.

    Wichtig ist aber eben, dass die Welpen auch wirklich entspannt sind. Einmal kurz auspacken, die Atmosphäre aufschnappen lassen und dann womöglich in hoher Erregungslage wegpacken würde ich nie machen.

    Sondern immer so lange warten und den Welpen anleiten, bis er sich eben wirklich entspannt. Quasi ne Art „schlafieren“.

    Auch in diesen Situationen benutze ich, wenn der Welpe wirklich entspannt ist, immer wieder mein späteres Signalwort.

    Wenn der Welpe dann bisschen älter ist und anfängt, was zu arbeiten, bekommt der Beginn des Arbeitens bei mir in anderes Signalwort (bzw ne Kombi). Quasi der Anschalter. Um dem Hund zu sagen „Pause beendet, wir arbeiten jetzt“.

    Wir sitzen entspannt auf dem Hundeplatz rum, Welpe döst an mich gekuschelt, ich stehe auf, es gibt meine Signalkombi für „wir arbeiten jetzt was“, es gibt ne kleine Übung, danach setze ich mich wieder mit meinem Welpen auf unsere Decke und schicke ihn dann wieder über das Signalwort in die Pause. Erst wenn er das wirklich annimmt und entspannt, kann es eine weitere Übungseinheit geben.

    Über diese stetige Verknüpfung von Anschalten und Ausschalten festigt sich das sehr gut, so zumindest meine Erfahrung.

    Ich benutze diese Signalkombi immer. Auch beim erwachsenen Hund. Ich nehme meinen Hund mit „haste Bock?“ am Beginn des Trainings aus dem Auto und schicke ihn mit „Pause“ in die Pause.

    Wie gesagt, wir verbringen oft viele Stunden auf einem AGI-Turnier und bewegen uns natürlich auch übers Gelände, gehen spazieren und sowas. Da finde ich es wichtig, dass Hund weiß, wann er arbeiten darf und wann wir uns nur von A nach B bewegen, aber er eben nicht arbeiten darf und ganz wichtig, wann er eben auch Pause hat.

    Noch was: „Pause“ ist bei meinen Hunden an keine bestimmte Position geknüpft. Die können selbst entscheiden, ob sie sich hinlegen, stehen, sitzen, Position verändern. Es ist eben nur nicht der Arbeitsmodus.

    Wenn wir zwischendurch im Training was besprechen, schicke ich den Hund auch in die Pause. Manchmal liegen sie dann rum, Ares rollt sich gerne auf dem Gras oder auf dem Kunstrasen, oder sie dümpeln einfach über den Platz, aber man merkt ihnen am Verhalten an, dass sie jetzt einfach Pause machen, sie sind auch zb nicht so „auf Empfang“ wie während dem Training. Wenn’s weiter geht, rufe ich sie zu mir und schalte sie wieder an.