Billieshep aber das sagt doch keiner?
Und auch wenn sie auf die letzte Jagdsequenz selektiert waren, kam diese in ihrer ursprünglichen Verwendung NIE im Zusammenhang mit dem Menschen vor.
Ganz banal gesagt "Staff tötet Katze" kann man so erklären aber nicht "Staff tötet Mensch". Vor Allem nicht vor dem Hintergrund des WTs, der Aufzucht, dessen dass der Hund auf Ausstellungen ging (wo Hunde auch gerne aus dem Ring geworfen werden wenn sie den Richtern gegenüber nicht freundlich gestimmt sind, da wird oft extra noch geschaut wie Hund reagiert wenn der Richter sicht total doof anstellt bei Hoden/Zahnkontrolle).
Das ist so surreal wenn der Hund an der Joggingstrecke da aufgewachsen ist und da gelebt hat, also oft, sehr oft, da Leute auf und ab rennen sah...
Border Collies wurden ursprünglich darauf selektiert, Schafe zu hüten.
Und es kommt nicht selten vor, dass sie Hüteverhalten auch gegenüber anderen Spezies zeigen.
Man denke nur mal an Border Collies, die gewünscht und gewollt Laufenten hüten. Oder, sehr beeindruckend, Rinder.
Der Border Collie, der Hüteverhalten gegenüber anderen Hunden zeigt ist ein Klassiker, der auch regelmäßig, völlig zurecht, im Nerv-Thread auftaucht.
Aber es gibt natürlich auch Border Collies, die Menschen hüten, oft besonders auch gerne kleine Kinder.
Wird von den Menschen meist als lustig empfunden, wenn der Border „so schön aufpasst, dass wir alle zusammen bleiben“. Und hat halt oft den „Vorteil“, dass bei der Selektion wichtig war, dass der Fokus auf den ersten Stufen des Jagdverhaltens liegt und die letzten Stufen (packen und töten) möglichst schwach ausgebildet sind..
Wenn Border Collies mit ihrer starke Selektion auf Hüteverhalten, das auch gegenüber anderen Spezies zeigen, wieso sollte das nicht auch Staffs mit ihrem selektierten Verhalten „passieren“?
Was das für furchtbare Folgen haben kann ist natürlich völlig klar und hat sich ja traurigerweise bei der Joggerin gezeigt..