Ja das finde ich eine gute Frage Andrea. In unserer spanischen Auffangstation werden immer wieder tragende Hündinnen abgegeben. Die Welpen werden unter den gleichen Bedingungen geboren und wachsen gleich auf, trotzdem gibt es da die ängstlichen oder die mutigen, diejeniegen die dann mit 4 Monaten in D ankommen und rufen juchuuuuu, die anderen die panisch reagieren. Meist bezieht das sich auf alle Hunde eines Wurfes, entweder sind alle ängstlich oder entwickeln sich alle normal.
Wie sieht es mit der genetischen Disposition aus ? Die Mutter meiner aktuellen Pflegehündin ist eine Panikhündin, die Welpen wurden so aufgezogen das sie positive Menschenkontakte hatten und trotzdem sind alle panisch.... auch jetzt noch mit einem Jahr, dabei wurde alles getan um genau das zu vermeiden.
Meine Rüde war wohl ein recht fröhlicher Welpe, bis er ab seinem 5. Lebensmonat in eine Hundegruppe in der Pampa verfrachtet wurde, keine Menschenkontakte, außer eine Dame. Die Hunde waren Junghunde, trotzdem zog er sich mit jedem Tag mehr vom Menschen zurück und war mit 10 Monaten, als er zu mir kam, voller Panik. Warum nur er und die anderen nicht ?
Wo ist nun die Grenze zur Deprivation ? Was ist der unterschied zwischen Scheu und Angst ? Ich finde das recht schwierig zu unterscheiden.
Liebe Grüße Jana