Beiträge von Zucchini

    Kommt sie denn auf ihren Grundumsatz pro Tag oder nimmt sie, falls weniger, trotzdem nicht ab?

    Ja. Ich muss jeden Tag probieren, was geht. An manchen Tagen unterschreiten wir den Wert, manchmal überschreiten wir ihn. Wichtig ist, daß der Schnitt passt.

    So wie PiaundGio schrieb - was heute gern genommen wird, kann auch morgen und übermorgen funktionieren, aber eine Garantie gibt es nicht. Es kann auch sein, das plötzlich gar nichts mehr geht, was sonst eine sichere Bank war. Ich bin froh, daß die anderen Hunde alles fressen, was übrig bleibt.

    Heute waren es bis jetzt zum Beispiel 35g Pellkartoffel, ein Kaustick, eine Knabberstange und 10g TroFu. Und so arbeiten wir uns peu a peu vor. Das sind jetzt ugf. 50% dessen, was sie braucht. Mit Glück gehen heute Abend wieder 85g NaFu, dann vielleicht beim Gassi noch etwas TroFu (5g wären ein Erfolg) dann noch ein Kaustick und wir haben es geschafft.

    Und ja, es ist genau so anstrengend, wie es sich liest... Aber wir können es nicht ändern, wir machen das Beste daraus.

    Bei Toffi ist es mMn eine Mischung aus Angst vor dem Fressen (sie verknüpft Bauchschmerzen immer sehr negativ) und genereller Inappetenz.

    Sie war immer ein kleiner Protein- und Fettjunkie. Seit ihrer akuten Pankreatitis letztes Jahr (es stand haarscharf auf der Kippe, ob sie überlebt) darf sie nur noch fettarmes und leicht verdauliches Futter haben. Und da ist kaum etwas dabei, was sie so richtig vom Hocker reißt.

    Bauchweh nach Hähnchen? Sie frisst über Monate nichts mehr, was nur danach riecht. Das Gleiche mit jedem anderen Futter. Ich habe sie jetzt anderthalb Wochen lang mit Flohsamenschalenschleim und Moroscher Möhrensuppe per Maulspritze gefüttert. Zusätzlich das, was sie gerade gerne gefressen hat, damit sie nicht in den Hungerstoffwechsel kommt. Eine Hyperlipidämie hat sie überlebt, ob sie das noch mal schafft, bezweifle ich. Sie ist definitiv ein Hund, der vor dem vollen Napf verhungert.

    Sie ist jetzt 15 Jahre alt und ansonsten putzmunter. Wäre sie alt und krank, schwach und wackelig, würde ich sagen, daß sie nicht mehr möchte. Die Tierarzthelferin ging neulich davon aus, daß sie 8 Jahre alt wäre und so wirkt Toffi auch. Sie hat immer noch "Zoomies", sie spielt andere Hunde an, läuft lange Strecken, läuft am Rad - sie hört nur etwas schlechter. Sie fordert täglich ihre Extrawürstchen ein (Föhnen und Bürsten), die wir ihr gerne gewähren.

    Ich glaube, wenn man das nicht weiß oder mit eigenen Augen sieht, stellt man sich vermutlich einen Hund vor, der einfach nicht mehr kann und nur noch liegt. (und dessen Besitzer nicht loslassen kann) So weit ist es beileibe noch nicht!

    Ich habe mich heute wie ein Schneekönig gefreut, als sie nach Wochen freiwillig an ihren Napf ging und 85g NaFu gefressen hat. Gestern waren es 75g (mit viel gutem Zureden) und einen Tag davor ein Katzenschlecksnack.

    Es geht voran.:bindafür:

    Meine Hunde bekommen 1x jährlich eine Entgiftungskur.

    https://www.pernaturam.de/ausleitungspaket-klein-m6662

    Ab und zu gibt es Vitalpilze (auch als Kur).

    https://www.tausendkraut.com/cordyceps-pulver-bio/

    https://www.tausendkraut.com/reishi-vitalpilz-pulver-bio/

    Ebenfalls kurweise ein ganz bestimmtes Kollagen. (Hunde können nicht jedes Kollagen in ihrem Körper einbauen)

    Manchmal Hanfmehl, im Sommer regelmäßig frische Kräuter, die ich beim Gassi sammele.

    https://www.properdog.de/Bio-Hanfmehl-500g

    Ich selbst nehme auch fast alles davon. ;) Meiner Meinung nach kann es nicht schaden, wenn man es durchdacht und gezielt einsetzt. Vorgemischte Kombipräparate gebe ich nicht - die Dosierung ist oft lächerlich niedrig, die Preise irrwitzig hoch.

    Gio frisst schon wieder nicht richtig. Egal, welches Futter, er nimmt es nicht. Leckerlies, Leberwurst, Nuggets und Leberkäse nimmt er. Und trinken tut er zum Glück immer sehr gut.

    Bei Toffi ist es haargenau das Gleiche... Unser TA findet nichts. Ultraschall, Lipasewerte und Blutbild sind ohne Befund. Es kann auch nicht an den Zähnen liegen, harte Leckerlie kaut sie.

    Vorgestern hat sie einen Schlecksnack aus dem Napf geschlabbert, gestern 75g Nassfutter... Ich freue mich echt über diese Kleinigkeiten.

    Sie wirkt nicht krank - aber mäkeln ist das auch nicht... Es ist da auch überhaupt nicht einfach zu sagen "nun entspann' dich mal" oder "nimm den Druck raus". Bei anderen Menschen und in anderer Umgebung frisst sie auch nicht.

    Ich wünsche euch von Herzen alles Gute! Ich verstehe so gut, wie es euch gerade geht...

    Meine (ehemalige) RB kenne ich tatsächlich 27 Jahre. Inzwischen haben wir beide keine Pferde mehr, halten aber immer noch Kontakt.

    Ich habe sie kennengelernt, da war sie 14. Auf sie war/ist IMMER Verlass, es war von Anfang an geradezu eklig harmonisch. Sie hatte alle Freiheiten - Ausreiten, Halle, Platz, Dressur, Springen, Western, Trail, Wanderreiten, Distanzreiten - was sie wollte. Sie hat das Pony immer so sorgfältig behandelt, als wäre es ihr eigenes. Auch wenn sie nicht reiten konnte, weil das Pony krank war - sie war trotzdem da. Wenn sie Zubehör gekauft hat, dann war mir nur wichtig, daß es passt. Meistens haben wir zusammen geshopt. ;)

    Sie hat übrigens nie etwas bezahlt.