Oder geht es primär um einen anderen Aspekt? Schuldzuweisungen an andere sind beliebt, Verallgemeinerungen auch. Die machen so schlimme Sachen, ich hingegen kümmere mich auch in der tiefsten Krise und total überfordert perfekt um meinen Hund ..... man fühlt sich in jeder Hinsicht gut und auf jeden Fall besser als andere.
Meiner Meinung nach ja. Das eigene Ego medial aufpolieren, in dem ich mit dem Finger auf anderer Menschen und Tiere Elend zeige.
Nie, nie, niemals und überhaupt niemalsnicht würde einem das selbst passieren, bis dann plötzlich mal das Leben einen komplett anderen Plan hat und die allererste Priorität im Leben "Überleben" lautet und nicht "ich putze meinen Hunden jeden Tag die Zähne, wer diese Zeit dafür nicht findet, der will einfach nicht, das sind doch nur ein paar Minuten".
Ich halte nichts davon, Tiere zu Familien-/ Kindersatz zu machen. Oft täte es Tieren gut, wenn sie wie Tiere behandelt werden würden und nicht der Mittelpunkt des eigenen Universums sind. ( pinkelpirscher hat dazu etwas mMn sehr Weises in ihrem Pfotothread geschrieben)
Denn dann könnte man tatsächlich verstehen, daß die Wurzel allen Übels darin liegt, daß es heute zum guten Ton gehört, andere Menschen unerträglich zu finden. Dieses Entfremden/Entmenschlichen, dieser Verlust von Nächstenliebe führt zu diesen Extremen. Einerseits das absolute Verhätscheln und Vermenschlichen von Tieren und andererseits das bewusste Ignorieren von menschlichem Leid in das so manches Mal auch Tiere verstrickt sind. Wären die Menschen untereinander offener und aufmerksamer, gäbe es diese ganzen Dramen nicht.
Nicht der moralische Zeigefinger, nicht das laute mediale Klagen machen die Welt besser.