Das ist eben der springende Punkt!Ohne explizite Einwilligung des Betroffenen ist eine Tötung bei Menschen inakzeptabel.
Während wir beim Tier die Entscheidung zum Töten regelmäßig treffen, ohne eine Einwilligung zu haben. Und das "im Sinne des Tieres" tun, also entscheiden, daß sein Leben so lebensunwert ist.
Es gibt chronisch Kranke und behinderte Lebewesen (die keine Meinung zu ihrem Todeszeitpunkt abgeben können), bei denen wir im Falle von Tieren zur Spritze greifen, bei Menschen hoffentlich nicht.
Da wird man sich wahrscheinlich nie einig werden.
Ich bring nur mal einen sehr entscheidenden Punkt an, den (hoffentlich) viele nicht auf dem Schirm haben bei dieser Diskussion:
Wenn ich meinen Hund einschläfern lasse, dann habe ich davon nichts. Es kostet mich Geld, der Hund ist tot und fertig.
Wenn ich jetzt entscheide, dass meine Oma zu sehr leidet und besser getötet werden sollte, dann erbe ich im besten Fall nen Haufen Geld.
Ja, ich weiß dass das schlimm klingt - aber man kann sich echt nicht vorstellen, wozu Menschen in der Lage sind, wenn es um Geld geht. Da werden Ärzte massiv bedroht, dass sie den Todestag des Patienten vordatieren sollen, damit man noch einen Monat Erbe abgreifen kann und da gibt es noch ganz andere Abgründe.
Andersrum habe ich auch schon erlebt, dass Angehörige eben NICHT im Sinne des Patienten entscheiden und mittels Vorsorgevollmacht Maßnahmen einfordern, die der Betroffene nie wollte. Die konnten oder wollten noch nicht los lassen.
Ich kann übrigens auch nicht abschließend sagen, ob ich nun dafür oder dagegen bin - da muss ich immer den Einzelfall sehen. Und da ist es schwer, ein Gesetz zu schaffen, denke ich.
Man könnte aber auch ohne aktive Sterbehilfe ganz ganz viel verändern - das rollt nur alles noch sehr langsam an.