Beiträge von Lauretti

    Das große Problem mit den Hutas hier sind einfach die Öffnungszeiten.

    Entweder müsste Henry so von 5 Uhr morgens bis 14 Uhr mittags hin, oder von 13 bis 22 Uhr. Das klappt einfach nicht.

    Auch ein Grund, warum ich beruflich gerade einiges zu ändern versuche - wenn es 2 oder 3 Tage die Woche so ginge perspektivisch, wäre schon viel gewonnen.

    Ich wünschte, es gäbe hier nen gescheiten Gassi Service in der Nähe!

    Dann würde ich in den Frühdienst wechseln, Henry wäre so 3-4h alleine und wenn er wieder kommt, hätte vbb Feierabend oder würde ihn zu meinen Eltern bringen lassen erstmal. Man wäre das toll und unkompliziert!

    Leider bin ich dahingehend noch nicht fündig geworden. Die meisten hier haben überwiegend große Hunde in ihren Gruppen (Labbi, Schäfer und Co) und leben das "die regeln das unter sich" Motto... Da kann ich mir mit meinem Hund die Karten legen.

    Huta ist genau so schwierig leider - also bleiben mir nur private Leute, auch wenn ein professioneller Sitter mir lieber wäre.

    Henry ist aber eben auch nicht so easy going, dass ich ihn jedem in die Hand drücken könnte und dann wirds schon schwierig.
    Am Geld solls vordergründig gar nicht liegen, aber ein bisschen Hundeverstand ist mir doch wichtig und da scheitert es dann meist dran.

    Vorgestern wer Henry eine Stunde dermaßen entspannt alleine, wie noch nie seit unserem Umzug - das lässt mich ja doch ein bisschen hoffen aktuell und dann muss ich auf kurz oder lang nochmal auf die Suche gehen nach nem passenden Sitter.

    Warum sollte ich? Mein Hund pöbelt nicht, wie schon geschrieben. Er zieht nicht und er will nicht zu anderen Hunden. Er beißt auch nicht, nur weil ein nerviger Hund vor ihm steht. Er reagiert auch nicht auf andere pöbelnde Hunde. Die werden ignoriert. Die Leine hängt locker durch, wie soll da was reißen? Er wehrt sich nur, wenn er (in seinen Augen) angegriffen wird.Das letzte mal, dass er gebissen hat, ist der andere Hunde auf die Leine getreten und hat Benni somit festgehalten, so dass er nicht zu mir konnte. Zusätzlich ist er Benni in den Rücken gesprungen mit den Vorderpfoten (Labrador, der ist nun einmal ne Ecke größer). Seitdem können die Halter ihren Hund ran rufen. :ka:
    Alle anderen Leute lassen ihre Hunde hier sowieso nur auf Absprache zueinander. Ich sehe manchmal 2 Wochen lang keine anderen Hunde. Wir haben einfach unterschiedliche Gassizeiten.

    Den mein Hund dann immernoch ignoriert. Außer, er wird angesprungen und auf ihm herum getrampelt. :D


    @Einstein51
    Nein, das was geschildert wurde war schon mehr als nur in die Nähe kommen.

    Und da zu fordern, den Hund mit doppelter Leine und Maulkorb zu sichern, stößt bei mir auf Unverständnis.

    Aber es wurde von ihr doch gefordert, dass Hunde, die ganz normales Verhalten zeigen, doppelt und dreifach gesichert gehören und darauf gab es kontra, oder?

    Zumindest ich finde es normal, wenn erwachsene Rüden sich nicht von anderen Rüden alles gefallen lassen und sich wehren, wenn ein deutlich größerer Hund ihnen ins Kreuz springt. Das hat doch nichts mit "geht direkt auf andere Hunde in Beschädigungsabsicht los" zu tun.

    Mein Rüde reagiert auf bestimmte Hunde im Zweifel auch mit abschnappen (nachdem er davor das gesamte Kommunikationsprogramm "bleib mir fern!" abgespielt hat.)
    Der wird dafür von mir auch nicht doppelt und dreifach gesichert.
    Der musste das bisher auch so gut wie noch nie machen, weil er halt entsprechend von mir geführt wird. Und ja, das geht auch in einer Großstadt mit hoher Hundedichte.

    Mir sind Halter, die wissen, was sie an der Leine haben übrigens 100mal lieber als die, die mir dauernd Stein und Bein schwören, ihr Liebling würde niemals was machen.
    Hier laufen mehrere Hunde rum, die nicht ohne sind und in der Vergangenheit gebissen haben. Die haben auch nicht alle nen Maulkorb und doppelte Leine und das funktioniert ganz wunderbar.
    Probleme habe ich eigentlich nur mit Haltern, die ihre Hunde für Lämmer halten und überhaupt keinen Blick dafür haben, dass ihr Hund gerade in Angriffsstellung geht. Natürlich ohne Leine dran.

    Also bei mir hat dieses aus der Wohnung schleichen oder "einfach gehen als wäre es das normalste der Welt" am Anfang nur einen dauerhaft nervösen Hund gebracht, der ständig beobachten musste ob Frauchen nicht Anstalten machen könnte zu gehen.

    Erst mit 5 minütigem Ritual, das dem Hund anzeigte DASS ich gehen werde, wurde mein Hund entspannt.
    Mittlerweile habe ich das Ritual auf ca 1 Minute abgekürzt.

    Ja, ich war da auch super unsicher. Gerade auch, weil ich das bei euch mitverfolgt habe und wusste, dass euch das total geholfen hat.

    Es ist auch nicht so, dass das jetzt entweder klappt und alles fein ist, oder eben nicht und ich dann pech habe.
    Sollte es jetzt plötzlich schlechter werden oder wir trotzdem nicht weiterkommen, stehen Nahrungsergänzungsmittel und konditionierte Entspannung als nächstes an.
    Nur hatte die Trainerin einfach nicht den Eindruck, dass der Hund unentspannt ist, sondern ich.

    Nach dem 3. Trainingstag bin ich auch weiterhin ziemlich happy.
    Ist zwar super anstrengend, Henry jetzt öfter (wenn auch nicht immer lange) alleine zu lassen, weil hier der Alltag natürlich weiter läuft. Aber ich frage mich nach heute, ob wir tatsächlich überhaupt noch ein Problem haben :lol:

    Ich variiere die Zeiten sehr, die großen langen Übungseinheiten kann ich täglich aber gar nicht leisten. Was wohl auch nicht schlimm ist.
    Henry juckt es weiterhin null, wenn ich mich anziehe und gehe und wenn ich wiederkomme, guckt er mich verschlafen vom Sofa aus an :applaus:

    Heute dann direkt die große Probe aufs Exempel - mir war absolut nicht klar, dass Henry ne voll Blase hat (wir waren 3h vorher draußen und er lag auch ganz entspannt und hat gepennt, als ich mich los gemacht habe).
    Nach 50 Minuten bin ich wieder rein - Henry hat zwar immer wieder mal den Kopf gehoben ab ca 35 Minuten, aber sich auch wieder auf die Seite gelegt und wirkte nicht unentspannt.

    Als ich danach mit ihm direkt raus bin, hob erstmal wenigstens 30 Sekunden lang das Bein - das tat mir echt super Leid, dass ich ihn da mit voller Blase hab warten lassen :stock1:
    Aber trotzdem (!) war Henry nicht sonderlich unruhig und ist brav alleine geblieben und das nehme ich jetzt einfach als gutes Zeichen :smile:

    @ViVi1603
    Wenn er das hören kann mit dem Auto, würde ich mich da auch eher langsam rantasten bzw das einfach zukünftig in die Übung mit einbauen. Ihr könnt ja auch einfach um die nächste Ecke fahren und aus dem Auto heraus vielleicht mit einer Kamera beobachten, was passiert?
    Auf jeden Fall kann ich total nachfühlen, dass die Sorgen um einen Rückschlag machst! Gerade, wenn man das schon ein paar Mal hatte ist das echt fies!

    Ihr haltet mich für bekloppt, wenn ihr das lest.... Oder auch nicht? :lol:

    Also es lief wie folgt ab:

    Mit dem Hund raus und beim zurück kommen den Schlüssel nicht ins Schloss, sondern direkt in die Tasche packen (damit umgeht man wunderbar den Trigger Schlüsselklappern)

    Hund füttern, mit Hund ins Wohnzimmer und Fernseher laut an. Nach 15-20 Minuten aufstehen, Jacke anziehen und auf den Balkon im eine zu rauchen.

    Dann mit den Schuhen ins Bad, dort so tun als würde man auf Toilette gehen (mit spülen und Hände waschen) und heimlich die Schuhe anziehen. Und dann auf Zehenspitzen aus der Wohnung schleichen....

    |)

    Ihr braucht dazu nichts sagen - ich weiß schon... Aber irgendwann ist man echt so verzweifelt, dass man so einen Scheiß macht.
    Das tut gerade so gut zu sehen, dass Henry bei ganz normalem Verlassen der Wohnung null Reaktion zeigt, dass ich super entspannt und spontan mit ihm üben kann und wahrscheinlich ist genau das der Schlüssel zum erneuten Erfolg bei uns.

    Das ist ja total niedlich! :herzen1:

    Ich habe ja im Winter mit der Vogelfütterung auf meinem Fensterbrett in der Küche angefangen und alles, was vorbei kam, war ne dicke Taube...

    Nach anfänglichem Unmut hab ich sie mittlerweile ja echt gern! Sie heißt Rosalie und wenn ich morgens meinen ersten Kaffee mache, guckt sie (wie Tauben eben gucken) durchs Fenster :lol:

    So, der große Tag war heute und ich wollte ja berichten, wie es mit der Trainerin war. Achtung, das wird lang! Aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen auch, wenn ich hier alles versuche, gut zu erklären.

    Ich war wirklich nervös, wie das alles ablaufen wird und ob Trainerin und ich auch zusammen passen.
    Passt denke ich sehr gut - Gott sei Dank :gut:

    Henry war echt toll - fremde Menschen, die einfach so hier rein spazieren, haben wir ja selten. Trotzdem lief es echt gut! Die gesamte Anamnese dauerte auch knapp 2h. Erst wurden viele Fragen geklärt, dann ging es nochmal zusammen raus und dann kam ihre Einschätzung und ihre Vorschläge.

    Sie denkt nicht, dass es Kontrollverhalten ist. Sie vermutet tatsächlich ein kleines Trauma bei unserem damaligen Umzug und meinen hundehassenden Nachbarn, der hier an der Tür damals wahrscheinlich Randale gemacht hat.
    Verkettung blöder Umstände + stark verunsichertes Frauchen, dass schnell ins Meideverhalten verfällt und sich furchtbar unter Druck setzt in Sachen Hundehaltung :pfeif:

    Sie denkt auch, dass ich Henry auf unsere magischen 45-60 Minuten konditioniert habe. Da das seit langer Zeit die maximale Zeit ist, in der er alleine ist, wird er einfach unruhig weil er mittlerweile weiß, ich komme spätestens dann wieder. Und ich bestätige ihn darin ja auch immer wieder seit über einem Jahr.

    Jetzt heißt es konditionierte Entspannung für mich und Gegenkonditionierung der Alleine-Bleib Zeiten für Henry.

    Da ich ja vermeiden wollte, dass Henry direkt mitbekommt, wenn ich gehe, hat sich hier ja ein unsäglich langes Ritual etabliert, bevor ich tatsächlich die Wohnung verlassen habe. Das ist ab heute gestrichen, auch wenn mir das erstmal total schwer fiel :ugly:
    Ab sofort bekommt Henry ganz leise klassische Musik an, ich zieh mich an und gehe. Ruhig mehrmals am Tag soll ich jetzt mit ganz unterschiedlichen Zeitintervallen das so machen. Und dabei dann auch ruhig mal 65 oder 70 Minuten probieren.
    Damit ich nicht direkt wieder angespannt bin (ich weiß ja, wann ich lange Übungseinheiten machen will und geh dann schon wieder ganz anders aus der Wohnung), soll ich ganz spontan draußen vor der Tür entscheiden, wie lange ich weg bleiben werde - nicht schon in der Wohnung.

    Ich habe eigentlich mit einem ordentlichen Rückschritt gerechnet heute. Erst war Henry 15 Minuten alleine - aber es lief völlig problemlos. Dann bin ich später nochmal für 3 Minuten raus, auch kein Problem.
    Und dann wollte ich spontan nochmal 20 Minuten probieren und das für die Trainerin filmen. Als ich mittels Kamera dann aber gesehen habe, dass Henry total entspannt pennt, hab ich einfach nochmal 35 Minuten dran gehangen... Das Video sieht aus wie ein Standbild, er schlief ganz entspannt eingerollt auf dem Sofa!

    Auch wenn ich jetzt noch keine Steigerung der Zeit hinbekommen habe, hat mir das heute erstmal viel gebracht und ich hoffe tatsächlich, dass wir jetzt endlich vorwärts kommen! Dass es diese ewig lange Ritual überhaupt nicht braucht, ich einfach Jacke und Schlüssel nehmen und gehen kann und Henry nicht mal den Kopf hebt, hat mir echt Mut gemacht.

    Ich bin da ganz froh, dass ich Henry "nur" über Nacht abgeben muss - die Spätdienste werden von meinen Eltern abgedeckt und die kennen Henry einfach von Tag 1 an.

    Trotzdem ist es manchmal schwerer, als ich dachte, für über Nacht etwas zu finden.
    Am liebsten wäre mir ja wirklich irgendwann, dass Henry während meiner Nachtdienste alleine bleiben kann - das würde unfassbar viel leichter machen!

    Übermorgen kommt jetzt endlich nochmal eine Trainerin zu mir nach Hause - hauptsächlich fürs Alleine bleiben (ich trau mir einfach nicht, weiter zu steigern und brauch mal etwas Anleitung und Fremdeinschätzung). Ich glaube aber mittlerweile eh, dass da ganz grundlegend was noch nicht so richtig läuft bei uns beiden und das mit dem alleine bleiben eher ein Symptom ist.

    Auf die Idee kam ich aber auch erst so langsam, als bei Sittern bestimmte Dinge überhaupt kein Problem waren (Katzen, andere Hunde, fremde Menschen) , in meinem Beisein dann aber plötzlich schon.
    Ich bin gespannt und auch echt schon aufgeregt, wie die Trainerin das einschätzen wird und wie unser Trainingsplan dann aussehen wird.... Ich kann ja dann mal berichten, wenn ihr wollt.

    Bei dem Tibi war ich echt erschrocken, was als "die Hälfte geschafft" nach einem halben Jahr Training bezeichnet wurde!

    Ich hab ja nun selbst nen Hund, der große Probleme mit dem alleine bleiben hat und kann das echt nachfühlen. War mir am Ende aber echt unsicher, ob diese Methode wirklich die richtige ist.

    Ich weiß nicht, was da vielleicht sonst noch abgesprochen wurde im alltäglichen Umgang mit dem Hund, aber hätte mir gewünscht, man schaut sich den Hund nach gewisser Zeit auch mal draußen an und guckt, wo man zusätzlich aufpassen muss. Also das Problem des nicht alleine sein Könnens nicht so separiert betrachtet hätte - gerade auch, wenn es um Kontrollverhalten und Frust geht.