Will man nicht ständig literweise Bier trinken oder rohes Sauerkraut essen (das sind übrigens die einzigen pflanzlichen Lebensmittel, die Vitamin B12 in geringen Mengen enthalten), MUSS man es dem Körper über entsprechende Präparate zuführen. Das Vitamin ist lebensnotwendig und wird übrigens auch von den Dachverbänden der Veganer als ein absolutes Muss ausgewiesen (hier hilft Wicki)
Siehste - genau das Thema hatten wir hier erst vor ein paar Seiten ausführlich besprochen.
Und hier wird da auch niemand wiedersprechen, dass Vit. B12 äußerst wichtig ist und man darauf achten muss.
Was ich mir aber jetzt als Veganer mittels ner Pille zuführe, wird den Tieren aber ebenfalls einfach als Pille zugeführt. Die müssten nämlich in nicht total totgewirtschafteter Erde rumwühlen und davon was aufnehmen, um selbst genügend B12 in ihrem Fleisch zu haben.
Ob nun ich direkt selbst, oder das arme Schwein die Pille futtert - ganz ehrlich, das macht einfach keinen Unterschied. Nur dass das arme Schweinchen eben nicht nur die Vitamin B12 Pille, sondern auch bei einer "Aufzucht" ganz ohne Erkrankungen mehrfach Antibiotika schlucken muss.
Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen ab und an mal vegan zu essen und sich dabei leckere Rezepte raussuchen oder sich vollständig vegan ernähren. Immer nur Pasta al Olio,(auch figürlich nicht so gut, da fast nur Kohlehydrate) immer nur einen Paprika-Sauerkraut-Soja Eintopf mit großen Mengen, (Grundmotto ist ja: Jeden Tag "Rot - Grün - Gelb", killt relative schnell die Inspiration und die Lust am Kochen. Denn wenn es vor allem darum geht durch pflanzliche Biomasse den Hunger zu stillen und bestimmte pflanzliche Produkte in großen Mengen, bzw. sehr häufig zu essen um die benötigte Menge an Mineralien, Spurenelementen und eben auch Vitaminen zu sich zu nehmen, hat das mit wirklichem Genuss und Abwechslung nicht mehr viel zu tun.
Sorry, aber das ist doch Blödsinn.
Du selbst gibst hier an, dass ihr jeden Tag ganz abwechslungsreiche und tolle Gerichte kocht - nur eben mit Fleisch. Wie abwechslungsreich ist das denn wirklich? Ne andere Beilage und ne andere Tiersorte? Kreativ ist das ja auch nicht wirklich.
Ofengemüse mit Süßkartoffelecken, Pilzpfanne, ne leckere Pasta mit diversem Gemüse, gefüllte Kartoffeln mit Avocado, ein leckeres Risotto, gefüllte Auberginen oder Zucchini, ein leckeres Curry - muss man halt wirklich mal bisschen kreativ werden, dann fällt einem da ne Menge ein und kommt ganz ohne irgendwelche Ersatzprodukte aus.
Rechnest du denn immer nach, ob du auch alle Vitamine und Spurenelemente zu dir nimmst? Habe ich nicht, als ich noch alles gegessen habe und mache ich auch jetzt nicht. Ausgewogen heißt nicht, jeden Tag alles abzudecken, was geht.
Und satt werde ich ohne Probleme - nur eben nicht mehr dieses papp satt, so dass es mich danach ins Fress-Koma dank der ganzen tierischen Fette haut.
Solche komischen Getränke muss ich auch nicht zu mir nehmen
Vegane Ernährung ist i.d.R eben keine Entscheidung für irgendwelchen Genuß sondern, neben dem Glauben sich damit gesund zu ernähren oft eine rein ethische Entscheidung.
Da stimm ich dir wiederum völlig zu. Aber ist das schlimm?
Für jemanden wie dich vielleicht, ich stelle ethische Ansichten tatsächlich über Gelüste. Was aber nicht heißt, dass ich mein veganes Essen nicht genieße - mir schmeckt es und ich habe Spaß daran, mir neue Gerichte auszudenken.
Wusstest Du übrigens, dass es wunderbare asiatische Gerichte gibt, die Tofu als einen Hauptbestandteil haben OHNE ihn zu einem missglückten, völlig überwürzten Fleischersatz zu machen?
Ich glaube, dass musst du den langjährigen Veganern hier nicht erklären - hier kochen doch einige sehr lecker und oft asiatisch 