Beiträge von Lauretti

    Ich werde langsam wahnsinnig...

    Habe mich die letzten Tage viel umgehört und gelesen und liebäugel mit einem bestimmten Unternehmen.
    Phasenweise denk ich mir: Ja, machst du auf jeden Fall! Das bringt dir so viel mehr Vor- als Nachteile und du verbesserst dich unterm Strich definitiv!

    Dann kommt ein cooler Dienst mit so wundervollen Kollegen (von denen sich zugegebener Maßen einige auch schon woanders beworben haben und nicht mehr lange da sein werden) und dann komm ich wieder ins Grübeln und Zweifeln.

    Was, wenns total schlimm wird? Wenn ich mich nicht wohl fühle?
    Wenn doch noch ein Wunder geschieht und sich auf meiner aktuellen Arbeitsstelle alles deutlich verbessert?
    Und dann wird klar, dass sich diese Fragen nur dadurch beantworten lassen, in dem ich jetzt so langsam mal eine Entscheidung fälle... Wenns doch nur leichter wäre :muede:

    @Bullyfreundin

    Geht mir auch manchmal so, dass ich in bestimmten Situationen unsicher bin, ob ich da überreagiere, weil ich durch meine Arbeit schon viel erlebt und mitbekommen habe, oder ob ich meinem Bauchgefühl trauen kann.

    Ich denk mir dann meist, was schadet es, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen und in bestimmten Situationen gut aufzupassen?
    Dadurch kommt ja niemand zu schaden und deine Gedanken können sie auch nicht lesen und sich dadurch beleidigt fühlen.

    Manchmal bin ich ganz überrascht, wie wenig Menschen von dem, was um sie herum geschieht, mitbekommen, weil sie nur noch auf ihr Smartphone gucken oder nur laut ihre Musik hören.

    Vor ein paar Monaten wurde ich am U-Bahn Steig mal von einer jungen Frau angesprochen und war plötzlich irgendwie sehr misstrauisch und aufmerksam - dadurch hab ich gemerkt, dass von hinten jemand die Seitentasche meines Rucksacks versuchte zu öffnen und konnte ganz schnell reagieren. Sonst wäre mir wahrscheinlich das Handy geklaut worden.

    Ich plädiere im Zweifel immer für das Bauchgefühl! :winken:

    Das ist tatsächlich ne Frage, wo sich viele uneinig sind.

    In großem Stress übernimmt unser autonomes Nervensystem das Kommando - genauer unser Sympaticus.
    Wenn der aktiv wird, geht der Herzschlag hoch und alle Muskeln (auch die ganz unten) spannen sich an. Unser Körper wird quasi ganz automatisch in den "Fight or Flight" Modus geschalten und da ist eigentlich nichts mehr mit sich nochmal hinhocken (wäre damals sicher auch nicht klug gewesen, wenn der Säbelzahntiger vor einem stand :lol: )

    Man spricht ja aber mittlerweile viel vom autonomen Bauch - Gehirn. Unser Darm hat einige Nervenplexen, die selbstständig agieren.
    Andauernder Stress (wie hier beschrieben) kann also durchaus große Auswirkungen auf unseren Magen Darm Trakt haben und zu Übelkeit oder Durchfall führen. Da werden dann im Körper auch entsprechende Hormone frei gesetzt.

    "Ballast abwerfen vor der Flucht" ist aber eigentlich (!) nicht möglich, wenn sich ein Lebewesen in einer akuten Gefahrensituation befindet - ist immer wieder hoch spannend, unsere Körper! :smile:

    Edit: Psychosomatisch und Stressinduziert ist nicht das Gleiche.

    Ersteres ist eine Folge einer anderen psychischen Störung (und verschwindet nur dann, wenn man die Grunderkrankung behandelt). Bei zweiterem ist Stress der Auslöser, kann aber trotzdem nicht immer geheilt werden, ob dem man einfach den Stress abstellt. Ein Geschwür im Magen kann durch Stress entstehen, geht aber nicht eben schnell mal wieder weg, sobald man Urlaub und Ruhe hat.

    "Oh! Sie sehen heute ja gar nicht gut aus... Soll ich Ihnen mal einen Tee bringen?"

    Fragte mich heute einer meiner Patienten während meines Spätdienstes... :lol:
    Ich fands mega nett und war echt ein bisschen gerührt - habe dann ne Runde von meinem Strawberry Cheascake Tee geschmissen :smile:

    Wir haben so viele Baustellen, dass ich da nicht mehr viel Hoffnung auf Besserung habe.

    Allein die Strukturen sind einfach schwierig und werden sich nicht ändern - das konnte man lange kompensieren mit viel Freiheit im Dienstplan und nem richtig tollen Team.

    Das mit dem Dienstplan ist Geschichte - da wird aus einfacher Boshaftigkeit ab Januar komplett gegensätzlich der Wünsche jedes Einzelnen geplant. Das Team zerbricht und dazu kommen Sachen wie "Verpiss dich mit deinem Scheiß" bei Fragen an die Leitung, Anrufe keine 2h nach dem letzten Dienst, ob man nicht in 4h wieder da sein könne (und wehe, wenn nicht), Anrufe, während man krank geschrieben ist....
    Ich könnte noch so viel aufzählen - und irgendwann fragt man sich, wie hoch der eigene Wert ist.

    Ich habe kein Problem, viel zu arbeiten, mal einzuspringen oder sowas. Aber Uelaubstage unterschlagen, angeschrien werden von der Leitung wegen Nichtigkeiten und keinerlei Wertschätzung für das, was man da täglich im Team leistet - dafür bin ich mir langsam zu schade.

    Hier stehen die Zeichen jetzt plötzlich irgendwie auch auf Umbruch...

    Alles geht drunter und drüber und die Chefs schaffen es, dass einem permanent die Angst im Nacken sitzt.
    Vor zwei Jahren war ich fast traurig, wenn ich Urlaub hatte, weil ich mich so wohl gefühlt habe auf Arbeit - jetzt bin ich nach langer Krankheit gerade erst 3 Wochen zurück und sehne mich nach meinem Resturlaub...

    Das Team, dass ich immer sehr hoch gehalten habe, bricht auch auseinander. Viele gehen oder sind mittlerweile für lange Zeit krank geschrieben... Ob die wiederkommen, ist fraglich.

    Bin jetzt sehr am überlegen, mich woanders zu bewerben. Dort hat man kein festes Team sondern springt immer dort hin, wo zu wenig Personal ist - das ist für ein Gewohnheitstier wie mich nicht unbedingt leicht.
    Andererseits könnte ich durch die bessere Bezahlung wahrscheinlich auf 75-80% reduzieren und hätte kaum finanzielle Einbußen zu jetzt und kann zudem meinen Dienstplan selbst schreiben (und müsste keine blöden Frühdienste mehr machen, wo mir jetzt die Betreuung für Henry weggefallen ist für diese Tage).

    Ich bin momentan echt wütend, wie man absichtlich so ein tolles Team zerstört.

    So lange habe ich meinen Hund ja noch nicht und auch, wenn ich davor fast immer Haustiere hatte, ist das ja meist nochmal was anderes.

    Ohne Hund hätte ich definitiv mehr Geld, wäre spontaner und sicher würde ich viel mehr reisen und weg gehen, aber auch arbeiten. Und ich hätte wahrscheinlich schon ein Studium begonnen und mir ein Hobby wie tanzen oder Kampfsport gesucht.

    Ohne Hund hätte ich aber auch nicht meine beste Freundin damals als diese kennen gelernt... Wir saßen während der Ausbildung damals 3 Monate nebeneinander und hatten uns nichts zu sagen. Bis zu dem Tag, als sie erzählte, dass sie sich einen Welpen geholt hat und wir uns zum ersten Mal zum gemeinsam Gassi gehen (damals noch mit meinem Gassi-Hund) verabredet haben.

    Und mit meinem eigenen Hund habe ich mir den zweiten treuesten Freund, den ich mir vorstellen kann, ins Haus geholt.
    Und das wiegt mehr als Geld oder Reisen!

    Du hattest geschrieben, es war schon relativ dunkel und meist war niemand zu Hause...

    Ich hatte geschrieben, dass ich 4 mal dort war. Die ersten 3 Mal es schon dämmerte, aber dort eben kein Licht brannte und wohl niemand Zuhause war. Sich der "Vorfall" aber vorgestern beim 4. Mal ereignete.

    wundert dich wirklich, nach dem hier:


    Da ich die Informationen erst Stunden später erhalten habe (deutlich, nachdem ich hier den ersten Beitrag dazu verfasst habe) - ja, es hat mich in der Situation verwundert. Und da mehrere hier nachfragten, was ich denn unter "bedrohlichem Verhalten" verstehe, hab ich es im zweiten Beitrag eben nochmal geschrieben.


    Zudem, wenn du ein abgelegenes Grundstück hättest, würdest du es vermutlich auch besser verstehen. ich sag nur Vandalismus...

    Hab ich nicht, stimmt.
    Liegt mein Grundstück an einem öffentlichem Weg, kann ich anderen Leuten aber nicht verbieten, diesen zu benutzen und schon gar nicht diese noch verfolgen.
    Zumal ich nun wahrscheinlich wirklich nicht sonderlich bedrohlich gewirkt haben kann.

    Offenbar wird ja bereits ermittelt, also was will man da noch weiter nachgehen?

    Und nochmal - diese Information habe ich erst deutlich später erhalten.
    Von "ich geh der Sache jetzt trotzdem weiter auf eigene Faust nach" war in meinem zweiten Posting ja nichts zu lesen, oder?
    Im Gegenteil habe ich ja sogar extra geschrieben, dass ich NICHT vorhabe, mir da jetzt einen Eingang oder ähnliches zu suchen sondern einfach im Kontakt mit diesen Personen bleibe und informiert werde, sollte sich da nochmal was tun.

    Vielleicht ist er aber auch einfach nur jemand, der mit seinen Hunden außerhalb der siedlung seine Ruhe haben möchte, ein paar Schäferhunde hat und dummerweise an einer S-Bahn Strecke wohnt, an der vor ein paar Monaten ein streunender Hund von der Bahn erfasst wurde...

    Wenn dem so ist, ist doch auch alles gut.
    Das werden andere eben nochmal prüfen - aber ich finde es gut, dass reagiert wird, wenn mehere Leute unabhängig voneinander da Bedenken oder wie auch immer man es nennen möchte, äußern.
    Ich habe weder Polizei, das SEK oder das Vet-Amt auf den Plan gerufen oder bin dort waghalsig mitten in der Nacht eingebrochen. Genauso habe ich keine Horde an irren Tierschützern auf diesen Mann gehetzt. Ich habe mich lediglich ein bisschen schlau gemacht, nachdem mir da was komisch vorkam.

    Stell dir vor - ich gehe im Winter zum Beispiel auch zu jedem Obdachlosen, der da auf einer Bank liegt und schau nach, ob es ihm "gut" geht oder man nicht doch lieber die Kältehilfe informiert.
    Das finden auch längst nicht alle toll von denen und reagieren manchmal recht energisch. Ich werde das trotzdem weiter machen, weil ich zum einen schon die Erfahrung gemacht habe, dass es manchmal schnell gehen muss mit Hilfe einschalten und ich keine Lust habe, irgendwann mal die Zeitung aufzuschlagen und feststellen zu müssen, dass durch meine Untätigkeit und eine "Ach, wird schon alles so passen - hat mich nicht zu interessieren" Einstellung irgendetwas oder jemand zu Schaden kommt.
    :ka: