Beiträge von Lauretti

    Da muss ich jetzt nochmal kurz was zu sagen...
    Wer bei uns "Irrenanstalt" oder "Bekloppte" gesagt hat - ob Angehöriger, Besucher oder Patient - der bekam ne richtige Ansage verpasst.
    Die Psychiatrie ist ein Fachbereich der Medizin und die Patienten dort sind krank. Schwer krank. Hätte ich die Wahl zwischen gebrochenen Beinen und zusätzlich gebrochenen Armen oder einer psychiatrischen Erkrankung, würde ich mich immer für Ersteres entscheiden.

    Schaust du Patienten in die Augen, die eine Psychose haben, dann siehst du Todesangst - für die sind die Geister und Dämonen real und allgegenwärtig.
    Ich wette ja, dir begegnen im Alltag deutlich mehr Patienten aus dieser Psychiatrie, als du glaubst - die Mehrheit der Patienten ist bei Entlassung nämlich völlig unauffällig und gliedert sich gut wieder ein :smile:
    Ja, die Chroniker wirken gruselig - die Medikamente haben Nebenwirkungen wie permanenten Speichelfluss, Krämpfe der Gesichtsmuskeln, die sich in Zuckungen äußern. Sie haben oft einen komischen Gang und schreien vor sich hin. Diese Menschen wirken sicher schnell angsteinflößend, aber sind in der Regel harmlos!
    Ich achte auf der Straße nicht auf diese Anzeichen - Betrunkene sind es, die meine volle Aufmerksamkeit haben und die ich nicht aus den Augen lasse. Alkohol macht sehr schnell aggressiv und affektlabil.

    Ich hatte auch Gänsehaut, als ich das gestern aufgeschrieben habe und mich wieder in die Situation versetzt habe :ops:
    Trotzdem sind beide Geschichten die einzigen gruseligen, die mir dort in 2,5 Jahren passiert bzw in Gedächtnis geblieben sind.

    @Rimarshi
    Ich bin auch ein echter Schisser, aber durch meine Arbeit dort habe ich gelernt, in extremen Situationen solange handlungsfähig zu bleiben, bis es vorbei ist. Danach hat es mich immer richtig überrollt und ich habe am ganzen Körper gezittert, aber ich bin schon froh, dass ich nicht mehr direkt in Schockstarre verfalle ;)

    Ich finde den Thread übrigens mega gruselig und bin gerade bei den Geschehnissen zum Gläserrücken. Nicht, dass ich nicht glauben möchte, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde. Aber ich ziehe logische Erklärungen vor und frage mich gerade zum Beispiel, ob die beschriebenen Psychosen und Klinikaufenthalte tatsächlich Folge, oder doch eher Ursache für vorangegangene Geisterbeschwörungen waren... :???:

    So - jetzt bin ich endlich Zuhause!
    Immerhin ist mir noch eine zweite Geschichte eingefallen, auch wenn ich etwas überrascht war, dass es wirklich nicht mehr sind ^^
    Ich versuche, alles gut zu schildern, damit ihr euch ein allgemeines Bild machen könnt, auch wenn es dadurch länger wird.

    Geschichte Nummer 1 ereignete sich in einem Nachtdienst. Die psychiatrische Akutaufnahme befand sich nicht direkt im Haupthaus, sondern wurde erst später angebaut. Neben dem Haupteingang zum allgemeinen Klinikkomplex gibt es etwas versetzt und nicht direkt einsehbar einen zweiten Eingang, der zunächst in die psychiatrische Ambulanz führt und an deren Ende ist die große verschlossene Tür - der Eingang zu unserer geschlossenen Station.

    Nun befanden sich die Personaltoiletten nicht direkt auf Station, sondern hinter der Tür im Bereich der Ambulanz. Eigentlich ist diese Nachts verschlossen. Wie sich später herausstellen sollte, wurde sie genau in dieser Nacht aber nicht wie sonst abgeschlossen - die Technik war kaputt.
    Ich wollte gegen 3 Uhr nachts auf Toilette und bin also in die Ambulanz rüber gegangen. Wir waren nachts 4 Pflegekräfte und mein männlicher Kollege verließ gerade unsere einzige Personaltoilette mit dem freundlichen Hinweis, ich solle da jetzt lieber nicht rein.
    Okay - die Besuchertoilette befindet sich direkt daneben. Eine Tür öffnen und es gibt jeweils eine Toilette für Männlein und Weiblein. Ich bin (doch etwas müde) also auf die Besuchertoilette für die Damen gegangen, saß dort kurz und plötzlich wurde ich unruhig.
    Irgendetwas war mir gerade aufgefallen - eine Kleinigkeit, ein flüchtiger Blick auf irgendetwas, das nicht stimmte. Nur was?
    In dem Moment, als mir bewusst wurde, dass die Herrentoilette von innen verschlossen war (man sieht ja das Rote am Handgriff) und da drinnen Licht brannte, stockte mir der Atem.

    Der einzige männliche Pfeger im Dienst kam mir ja gerade aus der Personaltoilette entgegen. Meine beiden anderen Kollegen waren Frauen und waren beide im Dienstzimmer, als ich los bin.
    Unser Dienstarzt? Auch eine Frau... es konnte definitiv niemand vom Team sein und ein Besucher oder Patient kommt da einfach nicht lang... Wer bitte schön sitzt da also nachts um 3 in der psychiatrischen Ambulanz neben mir auf Toilette?!
    Ich bekam richtig Panik ehrlich gesagt. Ich hatte keine Möglichkeit, meine Kollegen zu kontaktieren und selbst, wenn ich laut rufen würde, könnte es niemand hören.
    Ganz leise zog ich mir die Hose hoch, klemmte mir meinen Dienstschlüssel in die geballte Faust für den Fall, dass derjenige mich gleich versucht, draußen abzupassen und betätigte Spülung und Schloss gleichzeitig, um mir Vorsprung zu verschaffen.
    Ich rannte los und noch während ich fieberhaft versuchte, diese verdammte Stationstür wieder aufzuschließen, hörte ich schon die Tür in der Toilette knallen. Da kam also wirklich jemand hinter mir her!
    Blitzschnell bin ich dann noch hinter die Tür und konnte diese zuwerfen - von außen kommt man ohne Schlüssel nicht rein.
    Ich rannte zu meiner Kollegin und wir riefen den Sicherheitsdienst.
    Der meldete sich kurz darauf und beschrieb uns einen Mann, der ihm noch entgegen gerannt kam auf dem Weg nach draußen.
    Die Beschreibung passte auf einen Patienten, der kurz zuvor entlassen wurde und dem gesamten Team angedroht hatte, sich an jedem einzelnen von uns zu rächen und uns die Kehle aufzuschneiden...
    Kurz darauf wurde er übrigens Gott sei Dank in die Forensik für viele Jahre eingewiesen.

    Geschichte Nummer 2 ereignete sich auch in einem Nachtdienst mitten im Winter.
    Zu dem Zeitpunkt hatten wir eine uns gut bekannte Patientin auf Station. Sie war schon älter, hatte krause graue Haare und furchtbar lange Fingernägel... und eine Warze auf der Nase. Sie sah in ihren schlimmen Zeiten wirklich aus wie eine Hexe aus dem alten Märchenfilmen.
    Sprach man sie an, begann ihr rechtes Auge wild zu zucken und wenn man das ignorierte, versuchte sie einem raptusartig an den Hals zu gehen.
    In dieser Nacht geriet sie mit einer anderen Patientin aneinander und das ganze schaukelte sich immer weiter hoch. Sämtliche Deeskalationsversuche scheiterten und am Ende rannte sie auf dem dunklen Innenhof der Station wild im großen Kreis. Wir liesen ihr Raum und standen hinter der Scheibe. Jedes Mal, wenn sie an uns vorbei kam, warf sie sich brüllend gegen das Glas und wir entschieden uns, sie zu fixieren.
    Meine Kollegin und ich liefen los, um das Bett mit den Fixiergurten zu holen und kamen ca 10m weit.
    Was uns in dem Trubel der letzten Stunde entgangen war, war die Tatsache, dass für 5 Uhr eine Kontrolle des Notstromaggregats angekündigt war. Nachdem wir uns diese 10m vom Innenhof entfernt hatten, ging plötzlich im gesamten Krankenhaus das Licht aus (was normal ist, bis der Notstrom angeht). Wir wurden allerdings völlig unerwartet davon überrascht und da es Winter war, sah man seine eigene Hand nicht mehr vor Augen.
    In so einer eh schon nervenaufreibenden Situation plötzlich im Stockfinsteren hilflos auf Station zu stehen, trieb uns augenblicklich den Puls in die Höhe. Meine Kollegin und ich hielten uns fest, das ganze dauert vielleicht 1 Minute aber es fühlt sich einfach an wie Stunden.
    Plötzlich hörten wir hinter uns die Tür zum Innenhof... und das schnauben der Patientin, die sich jetzt in unmittelbarer Nähe zu uns wieder auf Station befand. Ich krallte mich in den Arm meiner Kollegin, versuchte nicht zu atmen und das Wimmern zu unterdrücken, dass gerade meine Kehle hoch kroch.
    Ich starrte in die Dunkelheit in Richtung Innenhof und versuchte auszumachen, wo sich die Patientin lang bewegte.
    In dem Moment schaltete sich der Notstrom ein und es wurde wieder hell auf Station.
    Die Patientin stand nur noch 2m vor mir und starrte mich mit zuckenden Augen direkt an. In dem Moment, als sie auf mich los wollte, konnten sie meine anderen Kollegen Gott sei Dank noch festhalten und wir konnten sie letztendlich fixieren.
    Ich war danach nicht mehr in der Lage, den Pflegebericht zu schreiben, weil meine Hände noch eine halbe Stunde später nicht aufhören wollten zu zittern...

    Gute Nacht und schlaft gut! :D

    Ich erinnere mich an eine ähnliche Diskussion neulich - da habe ich von dem Typ erzählt, der im Wald plötzlich hinter nem Busch stand, mich angrinste und sich dabei einen runter holte. Da ging es in der anschließenden Diskussion aber eben nicht um FKK sondern um genau solche Momente, wo Männer nicht nackt die Sonne genießen wollten sondern Kindern so gegenüber getreten sind fern ab vom entsprechenden Strand.

    Ich bin "Ossi" und mit FKK groß geworden - eigentlich finde ich beides sehr gut voreinander zu unterscheiden.

    Ich hab nochmal überlegt den Tag über und mir ist noch etwas Gruselige aus meiner Arbeitszeit auf der geschlossenen Psychiatrie eingefallen! Schreib ich dann heute Abend in Ruhe nieder, wenn ihr wollt :D

    Mir ist eine Geschichte von hier besonders hängen geblieben - da war der Hund abgehauen in kleines Waldstück und als er wieder kam, hatte er irgendwas gefressen oder war mit Blut beschmiert. Und am nächsten Tag wurde dort eine Leiche gefunden :ugly:

    Also meine paar Geschichten stimmen auf jeden Fall - ich muss den Thread auch nochmal von vorne lesen unbedingt! :lol:

    Ich plädiere auch für ne Dusche mit der Wasserflasche jedes Mal, wenn er ankommt.
    Leckerli würde ich wohl nicht versuchen - meiner zumindest kann Leckerli fressen und pöbeln zeitgleich und der würde sich in seinem Verhalten wahrscheinlich nur bestärkt fühlen. :hust:

    Und ich würde auch nicht versuchen, den Dackel anzufassen/ mir zu greifen oder anzuleinen. Da wäre mir die Gefahr zu groß, dass der zulangt - gut, dann hat man auf jeden Fall einen Grund für eine Anzeige aber ob es das wert ist, weiß ich nicht.

    Meinen verstorbenen Hund habe ich manchmal vor Läden warten lassen, denn bei einem großen schwarzen Mischling ist das Risiko wohl ziemlich gering

    Hier in Berlin wurde vor gar nicht all zu langer Zeit genau so ein Hund geklaut und musste unter Polizeieinsatz aus der Wohnung des Diebes rausgeholt werden - und der Hund war da bereits in einem sehr schlechten Zustand.

    Mich hat die Nachricht gestern wie ein Schlag ins Gesicht getroffen... Aber so gern sich mancher einredet, dass das Einzelfälle seien - das ist es bei weitem nicht! Nur schafft es nicht jeder Hundeklau so groß in die Medien.

    Selbst den Freunden meiner Großeltern, die in nem echt kleinen Dorf wohnen, wurde der Dackelmix vorm Laden geklaut und man fand ihn nur durch Zufall völlig verstört einige Tage später im Wald angebunden.

    Ich finde es fahrlässig und leichtsinnig, seinen Hund heutzutage irgendwo unbeaufsichtigt allein zu lassen und mein Mitleid gehört in all den Fällen allein den Hunden, die am Ende alles ausbaden müssen. Es muss am Ende jeder selber wissen, wie er das handhabt aber Verständnis habe ich dafür nicht (und das mit einem Hund, der lange Zeit nicht für den kleinen Einkauf um die Ecke alleine bleiben konnte).

    Kommt vielleicht auch drauf an, wie eng der Mantel am Hund anliegt?
    Henry hat die Softshell Jacke von Hurtta, die sehr locker an ihm sitzt und die hält Regen lange stand - alletdings sind da auch die Reißverschlüsse verschweißt, das macht sicher auch viel aus!

    Aktuell schleiche ich um den Regenmantel von Hurtta rum - im Herbst ist der Wintermantel einfach zu warm, also brauch ich was mit weniger Fütterung.
    Hat den Regenmantel schon jemand und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?

    Eindrücke aus der Lüneburger Heide - leider hat die Dürre auch hier ihre Spuren hinterlassen und viel Heidekraut ist verbrannt...

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    Hier im Urlaub ist es gerade echt schlimm mit den Biestern.

    Vor allem das irgendwo essen gehen ist echt anstrengend, da ich mit Hund lieber draußen sitze aber dann schnell mal 5-8 Wespen um uns rum fliegen.

    Es seien wohl häufig Erdwespen, meinte der Kellner heute. Und dass die noch aggressiver als die gemeine Wespe seien - stimmt das?

    Gestern hab ich kurzer Hand die erste in meinem Glas eingesperrt und erst wieder befreit, als wir fertig waren - das hat tatsächlich ganz gut geklappt!
    Heute hätte ich aber direkt 7 fangen müssen und das macht wahrscheinlich dann auch keinen Sinn mehr...