Beiträge von Lauretti

    Meine größte Angst ist, als Hundehalter irgendwie zu versagen und Henry weggeben zu müssen.
    Also dass ich irgendwann keine Betreuung mehr für ihn finde oder es hier irgendwann an die Familiengründung geht und Henry absolut nicht mit meinem Kind klar käme zum Beispiel. Oder dass ich zum Beispiel schwer erkranke und mich nicht mehr um ihn kümmern kann.

    Ich habe sogar schon geklärt, wo Henry hinkommt, sollte ich tödlich verunglücken. Kann man komisch finden, aber ich bin einfach ein Kontrollfreak in bestimmten Dingen und habe seit meinem 18. Lebensjahr sogar schon eine Patientenverfügung.

    Meine zweitgrößte Angst ist, dass Henry etwas Schlimmes passiert und ich ihm nicht mehr helfen kann. Also Tod durch Giftköder oder eine schlimme Attacke durch einen anderen Hund, sowas eben.

    Wobei mich diese Ängste nicht den ganzen Tag verfolgen und mich fertig machen. Sie kommen nur manches Mal in bestimmten Situationen hoch, aber ich kann sie dann auch wieder verdrängen. Mir ist klar, dass das alles Dinge sind, auf die ich absolut keinen Einfluss habe - wahrscheinlich machen sie mir genau deshalb Angst.

    Ach, zu Eltern mit Kind fällt mir auch was ein...

    Ich steh mit Henry, voll gepackt da gerade aus dem Urlaub kommend, an einem Fahrstuhl am Bahnhof.
    Plötzlich kommt von seitlich hinter mir ein Kind auf den Hund zugeschlichen. Ohne ein Wort streckt es schon die Arme aus, so dass ich gerade noch schnell genug Henrys große, zusammen gefaltete Box zwischen Kind und Hund halten und beide voneinander abschirmen kann.

    Kind dreht sich wortlos zu seinen Eltern um, da macht mich schon der Vater an:
    "Meine Tochter wollte doch nur mal den Hund anfassen!"

    Ich: "Ihnen ist aber schon klar, dass das sehr gefährlich sein kann, oder? Man lässt sein Kind doch nicht einfach so und ungefragt zu fremden Hunden!"

    Er: "Wie bitte? Der ist gefährlich?! Dann nehmen wir jetzt auf keinen Fall dein Fahrstuhl!" und zieht mit Familie ab...

    Im übrigen wäre es überhaupt kein Problem gewesen, mit mir in den Fahrstuhl zu steigen. Nur angefasst werden möchte mein Hund einfach nicht - schon gar nicht von sich anschleichenden Kindern. :ka:

    Oh, hier pass ich rein!
    Ich heiße Laura und bin unfreiwillig EHH.

    Ich hätte so gern ein zweiten Hund und träume seit über einem Jahr regelmäßig davon... Ganz schlimm wars, als eine Züchterin hier Welpen liegen hatte dieses Jahr |)
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Henry sich über eine zu ihm passende Hündin sehr freuen würde - da er sich seine Hundefreunde sehr wählerisch hier aussucht, kommt Hundekontakt teilweise sehr zu kurz. Wenn ich aber sehe, wie sehr er sich über Besuch bestimmter Hunde hier freut oder sich bei Sittern an deren Hunde ankuschelt und sich sichtlich wohl fühlt, dann kommt der Wunsch schnell hoch.

    Finanziell und zeitlich wärs wohl problemlos machbar, aber die Betreuungsfrage ist bisher ungeklärt und damit bleibt der Traum vom Zweithund ein Traum.
    Einen Hund unterzubringen, der kaum alleine bleiben kann, ist so manches Mal schon eine Herausforderung - das brauch ich absolut nicht im Doppelpack, zumal meine Eltern die Betreuung eines zweiten Hundes konsequent ablehnen. Das muss ich natürlich akzeptieren.
    Männe hat Henry zwar wirklich lieb, aber so hundeverrückt wie ich ist er dann eben auch nicht und da er jetzt bei uns einzieht, hat er natürlich plötzlich auch ein gewisses Mitspracherecht :hust:

    Vielleicht, wenn sich beruflich bei mir nochmal viel ändert und ich neue Möglichkeiten habe wie Hund mitnehmen oder HomeOffice - aber da das nicht absehbar ist, bleibts beim Einzelhund.

    Oh das freut mich aber sehr für euch, @Beaglelilly! :applaus:

    Ich habe länger nicht mehr Henry langes alleine bleiben geübt irgendwie... Zwischendrin hatten wir eine Phase, da kam er mir nach 15 Minuten schon aufgeregt vom Sofa entgegen - keine Ahnung, was da los war aber es hat eine Weile gedauert, bis er wieder bei 20-30 Minuten entspannt war, als ich nach Hause kam.

    Jetzt habe ich hier in der Nähe eine Hundeschule entdeckt und möchte das alleine bleiben endlich nochmal mit Trainer angehen. Erstmal werde ich einen Kurs allgemein besuchen, um zu sehen, ob die Chemie und alles stimmt und dann Einzeltraining bei mir Zuhause angehen. Aktuell mach ich deshalb auch mal Videos mit dem Laptop und hatte Henry vorgestern 50 Minuten alleine gelassen.
    Zum Ende hin geht es immer damit los, dass er immer öfter den Kopf hebt und zur Tür starrt. Er legt den Kopf zwar auch wieder ab aber ich hab einfach Schiss, den richtigen Moment zu verpassen, das ganze aufzulösen.

    Am Ende schafft Henry schon deutlich länger alleine zu bleiben, ohne akut gestresst zu sein und ich brauch einfach mal jemanden, der mir sagt, ich soll einfach mal länger weg bleiben :ka:
    Damals war es ja auch so, dass ich einfach gezwungen war, ihn 1,5h alleine zu lassen und dadurch feststellte, dass es gar kein Problem für ihn mehr ist...

    Bei Interesse kann ich ja mal versuchen, die nächsten Tage das Video bei Youtube hochzuladen und hier mal zeigen?

    Es ist nicht so, dass mich mein Hund manchmal nicht an gewisse Grenzen bringt und bestimmt gibt es auch Leute, wo er noch viel besser aufgehoben wäre, als bei mir.

    Aber dafür würde ich kein Geld wollen, wenn ich in einer schweren Situation meinem Hund das perfektes neue Zuhause ermöglichen könnte, weil ich ihm kein gutes Leben mehr bieten kann.

    Mit so viel Geld auf der hohen Kante würde ich übrigens mit Sicherheit auch einen Gnadenhof aufbauen (und andere Träume in diese Richtung erfüllen wie Wohnraum für bestimmte Menschen, Begegnungsstätten,...).
    Aber ich weiß ganz genau, wer mir unermesslich fehlen würde, so dass ich das gar nicht genießen könnte, wenn ich abends über diesen Hof blicken würde... Henry.

    Also nein, für kein Geld der Welt ist dieser kleine Dackel zu haben - und mir wird gerade wieder einmal bewusst, was für ein luxuriöses Leben ich hier in Deutschland doch führe.

    Leider leider kann man der Person aber nichts nachweisen... man hat ja nicht gesehen, wie er was ausgelegt hat oder so. :/

    Es gibt ja auch Leute, die starren tatsächlich einfach nur so herum und lassen ihren Gedanken freien Lauf.

    Ich find's immer schwer in solchen Situationen - man spinnt sich leider auch immer mal etwas zurecht, was nicht da ist... so wie man manchmal ja auch Menschen kennenlernt und sie am Anfang doof findet - aber mit der Zeit auftaut.

    Nicht IMMER stimmt der erste Eindruck/die erste Eingebung.

    Aber wenn es wirklich der Giftködermensch gewesen sein sollte... - der hat ja gute Nerven das mittags zu machen und dann rumzustehen. >_>

    Klar, da geb ich dir absolut recht.
    Ob es wirklich der Kerl war, weiß ich nicht und ob die Polizei was mit meiner Aussage anfangen kann, bezweifel ich auch.

    Aber es geht ja hier um gruselige Begegnungen mit Hund und wenn einem an dem einen Tag so ein Gedanke kommt, während man von der entsprechenden Person so komisch beobachtet wird und dann am nächsten Tag da wirklich Giftköder liegen - ja, da hat es mich vorhin gegruselt.