Beiträge von Lauretti

    Nimmst du Punkt 2. aus der Reportage?
    Ich verstehe da gerade den Zusammenhang nicht ehrlich gesagt ...

    Rasselisten bringen aus meiner Sicht in erster Linie deshalb nichts, weil alle Hunde Hunde sind, unabhängig ihrer Rassezugehörigkeit!

    Der SKN ist imho nur ein 'theoretisches Stück Papier' und kein Garant von Sicherheit.

    Die Aufzählung spiegelt nicht meine persönliche Meinung zu dem Thema wieder, sondern ist eine Zusammenfassung dessen, was meiner Meinung nach unterm Strich bei Zuschauern ohne ein gewisses Grundwissen in der Thematik am Ende hängen bleiben kann/ wird.

    Auf Punkt 2 komme ich, da dieser Eindruck sowohl bei dem Mädchen, was im eigenen Garten von einem fremden Hund angegriffen wurde, entstehen kann. Als auch bei der Behauptung, Zeus und Gypsi seien faule Couch-Potatoes gewesen, die eines Tages plötzlich ein Kind getötet haben.

    Bei den Rasselisten sind wir beide uns einig. Was in der Doku vermittelt wird ist aber, dass sie noch nicht hart genug zu sein scheinen, weil ja trotzdem Leute gezeigt werden, die diese Verbote ganz leicht umgehen. Ob das dazu führt, dass sich Leute jetzt plötzlich gegen Rasselisten oder eher für noch härtere Gesetze aussprechen, lass ich mal offen.

    Und natürlich ist der SKN kein Garant für Sicherheit, aber wenn eine solche Regelung bestehende Rasselisten ablöst, finde ich das erstrebenswert. In der Doku wird erklärt, dass ein SKN zur Sicherheit vor aggressiven Hunden geeignet sei. Aber dann wird ein Vorfall geschildert, bei dem ein Hund ein Kind schwer verletzt hat und dann wieder zu seiner Halterin durfte, als diese den SKN nachgeholt hat.
    Auch da: Wird ausgerechnet dieser Fall jetzt bei Nicht-HH für eine größere Akzeptanz bezüglich des SKN sorgen?


    Trotz allem muss ich aber sagen, ich habe schon ganz andere Fernsehbeiträge und Artikel über Sokas gesehen und gelesen - ich finde, die Doku hat einen sehr faden Beigeschmack. Aber im Vergleich gab es früher deutlich schlimmere Beiträge.

    ch weiß nicht ob man solche berichte als pro Soka nicht mit anderen Augen schaut, einfach weil die Einstellung schon da ist und man dashalb das gefühl hat das geziehlt Angst gemacht werden soll.

    Ja ich glaube, das stimmt schon, was du da schreibst.
    Ich bin eindeutig pro Soka durch die Erlebnisse mit diversen und auch durch die Sokas, die ich sehr gut kenne und gern habe.


    oder ist eine Doku nicht dafür da Probleme aufzuzeigen? also ist es dann nicht auch ok negative Beispiele genauer zu beleuchten?

    Das fett markierte von mir... Wieviele positive oder sagen wir einfach mal neutrale Hunde mit Halter hast du denn gesehen? Ich bin bei zweien. Der blonden Frau auf der Ausstellung und ganz zum Schluss beim faulen Bulli. Dazwischen und davor ausschließlich (extrem) negative Beispiele von Soka-Haltern.
    Ich brauche und möchte übrigens kein Schmusi-Kuschel-Beispiel in so einer Doku. Anständige Halter, die sich an die Auflagen halten und ihren Hund rücksichtsvoll und weitsichtig durch den Alltag führen, wie ich es hier in der absoluten Mehrheit jeden Tag sehe, hätte drin sein können.


    Und bei dem Behördenversagen muss der Bevölkerung ja auch mal Angst gemacht werden, damit was passiert.

    Und warum dann nicht auf eines der größten Behördenversagen in dieser Thematik eingehen?
    Stattdessen werden im Fall Volkan völlig falsche Aussagen getroffen in der Doku. Zum Behördenversagen im Fall Chico habe ich auch nichts gehört.
    Anstelle da mal wirklich aufzuzeigen, wo es da ganz gewaltig hängt und wie fahrlässig die Untätigkeit der Behörden war, wird von Hunden gesprochen, die entweder einfach vermenschlicht bzw schlecht gehalten wurden.

    Ich kling jetzt wahrscheinlich wie so ein "Kampfschmuser" Typ und möchte an dieser Stelle sagen, dass ich mir eine drastische Erhöhung der Kontrollen bezüglich Listenhunden wünsche. Also ob steuerlich richtig angemeldet, alle Auflagen erfüllt und wenn nicht, dann die entsprechenden Schritte gehen.
    Und nein, ich würde niemals einen Hund in Schutz nehmen, der einen anderen zu Tode gebissen hat - völlig gleich, welcher Rasse er angehört. Ich war absolut dafür, dass Chico eingeschäfert wird und fand das Verhalten der Pro-Chico Bewegung unter aller Sau.
    Ich wünsche mir einfach eine faire Gleichbehandlung, unabhängig der Rasse und dass dieses "Feindbild Soka" nicht noch hundert mal in den Medien hoch und runter gespielt wird.

    Ich weiß nicht, hätte ich jetzt kein "Hintergrundwissen" wie wir alle hier, hätte ich vermutlich jetzt noch mehr Angst wie zuvor seit dem Bericht.

    Genau das habe ich versucht, darzustellen - danke ^^

    @snoopyinaachen
    Ich bin ja ganz bei dir mit dem, was du schreibst.
    Aber wir hier sehen so eine Doku eben mit anderen Augen, da wir eigene Erfahrungen gemacht haben, Hunde lesen können und ganz anders in der Materie sind.

    Die Doku wurde aber nicht für die DF User gemacht, sondern für Lieschen Müller von nebenan, die vielleicht ein kleines Kind hat und sich jetzt nach der Doku in ihrer Angst vor Hunden bezüglich ihres Kindes absolut bestärkt fühlt (Denn Hunde, die misshandelt wurden, töten. Hunde, die nicht misshandelt wurden, töten aber auch. Und weder eine Rasseliste, noch ein SKN kann mich schützen - wirklich positive Beispiele gabs in der Doku einfach kaum.)
    Oder für Otto Normalo, der fleißig die Bild-Zeitung liest und sich darin bestätigt fühlt, dass solche Hunde einfach ausgerottet gehören.
    Das sind jetzt völlig überzogene Klischees, aber ich hoffe, so wird deutlich, wie ich das meine? Wenn ich überlege, was bei jemanden von der Doku wahrscheinlich hängen bleibt, wenn er keine Erfahrung bzw Wissen dahingehend hat, ist das ein rein negatives Bild von Sokas.

    Ich bin gespannt, wie @Chatterbox ihren Eindruck erklärt!

    Ich fand die Doku gar nicht mal so gut, ehrlich gesagt.
    Klar, es wurde klar die Aussage getroffen, dass Rasselisten nichts bringen. Aber was so unterschwellig teilweise bei mir ankam, hatte einen sehr faden Beigeschmack.
    Nur weil vom Sprecher aus dem Off nicht direkt gesagt wird, dass alle Hunde bestimmter Rassen nicht gehalten werden dürfen bzw unter Generalverdacht stehen sollten, so habe ich die Doku absolut nicht als Plädoyer für Sokas empfunden.
    Ich pack den Rest bzw die Begründung in den Spoiler, falls manche hier noch nachgucken wollen in der Mediathek.

    Spoiler anzeigen


    Erster Teil der Doku zu Chico: Es werden meiner Meinung nach keine vernünftigen Stimmen angehört bezüglich der Situation oder der Versuch unternommen, auch einmal aufzuzeigen, dass HH jeden einzelnen Vorfall reflektiert betrachten können.
    Stattdessen wird die Mahnwache von Chico gezeigt - ein, tut mir Leid, Haufen Spinner, die einen Hund als Freiheitskämpfer feiern, der zwei Menschen getötet hat. Wenn das mir als Hundehalter schon derart gegen den Strich geht, möchte ich nicht wissen, wie skeptische Nicht-HH das auffassen.

    Der Teil mit der Ausstellung der Sokas auf einer Hundeshow hat mir ganz gut gefallen - besonders das Interview mit der blonden Frau, die ja doch einen sehr vernünftigen Eindruck machte.
    Dem gegenüber wird aber direkt wieder ein Pärchen gestellt, dass nicht nur klar Pro-Chico war, weil das war ja tierquälerisch, wie der gehalten wurde und deshalb ist das normal. Zum anderen wird dem Zuschauer klar, dass diese beiden Personen illegal ihre Hunde gehalten haben - wirkt sehr seriös, da auch nicht weiter darauf eingegangen wurde, dass man in Thüringen unter bestimmten Auflagen auch legal solche Rassen halten durfte.

    Dritter Teil mit der Hellhound Foundation. Zu den Trainingsmethoden kann und möchte ich nichts sagen - da fehlt mir Erfahrung und Wissen. Aber was kommt an beim Nicht-HH, der einen Rottweiler sieht, der wie von Sinnen einen Kinderwagen zerlegen will. Ohne jemals negative Erfahrungen gemacht zu haben und aus einer vernünftigen Zucht kommt? Dass es keine Garantie bei diesen Hunden gibt und Misshandlung vom Halter eben nicht immer der Auslöser ist. Beruhigt das jetzt ängstliche Leute?

    Der Vorfall mit dem Kind, dass im eigenen Garten von einem fremden Hund übel zugerichtet wurde... Was bleibt hängen? Das die Mutter ohne fremde Hilfe NICHT in der Lage gewesen wäre, ihr Kind vor diesem Hund zu retten. Und dass in einem Bundesland, wo es den SKN gibt, solche Hunde weiterhin bei ihrem Halter bleiben können, wenn dieser den Test nachholt. Die Mutter wird als hysterisch vom Tierheim dargestellt.
    Sie erzählt am Ende von der großen Angst ihrer Tochter, wenn Hunde nicht kurz genommen werden und dann gibt es einen Schnitt zu einer Soka-Halterin, die ihren Hund sehr eng an einem ängstlichem Kind vorbei führt und danach in die Kamera sagt, dass sie kein Verständnis für ängstliche Reaktionen hat. Wie sympathisch.
    Sie erzählt, wie toll der kleine Junge mit den Hunden klar kommt und total entspannt ist. Was der Zuschauer aber sieht, ist ein sehr ängstliches Kind, dass von einem der Hunde auch noch volle Kanne umgerannt wird. Bei "Ups, die Pannenschow" würde man wohl drüber lachen - in einer Doku über "Kampfhunde" eher nicht. Nebenher kommt raus, auch diese Hunde werden illegal gehalten. Auf Rasselisten ist wirklich kein Verlass, weil die Halter solcher Hunde sich rücksichtlos aller Auflagen zuwider verhalten.

    Im Fall Volkan wird behauptet, die Hunde wären vorher nie auffällig gewesen (was absolut nicht stimmt!). Aber sie wurden von der Halterin vermenschlicht. Vermenschlicht man also einen Soka, beißt er irgendwann plötzlich ein Kind tot? Das bleibt doch unterm Strich bei Vielen im Kopf, kann ich mir vorstellen.

    Für mich kommt am Ende an:
    1. Rasselisten bringen nichts, weil sich keiner dran hält.
    2. Sokas werden auch ohne Misshandlung oder schlechter Haltung zur großen Gefahr für Menschen.
    3. Auch in Bundesländern mit SKN ist man nicht "sicher".
    Was an effektiven Schutzmaßnahmen bleibt, wird offen gelassen.

    Ich wünschte halt, es gäbe etwas Praktikables für Unterwegs!

    Also klar, ich kann aber sofort eine ausgetopfte Papiertüte oder eine Schüssel mit brennendem Kaffeesatz vor mir her tragen oder immer eine Sprühflasche einstecken haben, aber so richtig begeistern mich diese Gedanken nicht |)

    @Terrorfussel
    Anspucken wird für mich nicht klappen - möchte ich dem Hund auf die Pfote spucken, weil er in Brennesseln getreten ist, bin ich selbst danach mehrfach angespuckt und die Hundepfote ist weiterhin trocken :pfeif:

    Also ich bekomm bei fast jedem Abschnitt der Doku bisher Puls - nur das mit der Hundeausstellung fand ich unspektakulär, bei den anderen Szenen bekomm ich richtig Wut teilweise.

    Zumal behauptet wird, die Hunde im Fall Volkan wären nicht abgerichtet gewesen, sondern so vermenschlicht worden, dass sie auffällig wurden. Da habe ich was komplett Gegensätzliches im Kopf mit diversen Anzeigen beim OA in der Vorgeschichte und Aussagen, wie die Hunde auf Kinderschaukeln trainiert wurden.
    Und solche falschen Aussagen vermitteln direkt wieder das Bild der Killermaschine ohne Grund.

    Die Soka-Halter, die sich da interviewen und filmen lassen haben, haben den anderen, die sich an alle Auflagen halten und stets rücksichtsvoll durch die Welt gehen, einen bärendienst erwiesen.

    Hier wird es immer schlimmer mit de Wespen.
    Draußen auf Bus oder Bahn warten, ist aktuell echt nervenaufreibend! Sie fliegen einem direkt ins Gesicht, verfolgen einen wirklich viele Meter und stechen super schnell zu - zusätzlich sind es unglaublich viele.

    Auf meinem Balkon hab ich jetzt immer eine Sprühflasche mit Wasser, das hilft wirklich verdammt gut und dabei werde ich auch bleiben.
    Es ist übrigens nicht so, als hätte ich ihnen nicht extra eine Tränke in der äußersten Ecke und eine auf dem Fensterbrett vor dem Küchenfenster aufgestellt. Aber da gehen sie nicht ran sondern fliegen mir lieber dauernd in die Haare.

    Phasenweise hatte ich dieses Jahr 8 Bienen auf einmal auf meinem Balkon und es gab nie ein Problem.
    Jetzt kann ich den Hund nicht mehr raus lassen auf seinen Lieblingsplatz, weil es zu gefährlich für ihn ist.