Beiträge von Lara004

    Ich bin echt überfordert, denn ich finde es schade, dass ich nur noch die Möglichkeit habe, meinen Hund wegzusprerren wenn Besuch kommt.

    Genau das ist doch das Problem!

    Wie soll der Hund ruhig und gelassen mit Besuchern umgehen, wenn du selbst das nicht kannst und nicht weißt, was du machen sollst?!?!

    Ihr müsst gemeinsam lernen,was das beste für eure Situation ist. Zu dem blöden Vorfall mit dem Besucherkind kommt auch noch dazu, dass dein Hund im Laufe der Zeit erwachsen wird.

    Erwachsene Hunde haben nicht mehr unbedingt so endlos viel Lust auf andere Menschen und Trubel. Es gibt auch die Phasen, in denen sie besonders erwachsen sein wollen und mit all dem nichts mehr zu tun haben wollen... aber wenn die Kinder dann durch den Garten flitzen, kommt die Neugier dann wieder raus.

    Gerade zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr konnte ich bei meiner Kleinen so eine wahnsinnige Enwtwicklung feststellen, dass sie sich dabei eben manchmal selbst im Weg stehen - hin und her gerissen zwischen Erwachsensein und Kind quasi.

    Wenn der Besitzer dann auch noch verunsichert ist, nicht die Ruhe und Gelassenheit überträgt, die als Halt und Sicherheit wichtig wären, fängt der Hund an, selbst entscheidungen zu treffen und dann hat man den Salat.

    Bei den meisten Problemen muss man sich selbst erst mal vor Augen halten, wo genau der Ursprung des Problemes liegt und warum der Hund das gerade macht.
    Nur die Symsptome (Bellen/Anspringen) zu bekämpfen zb mit schimpfen, macht es ja nicht besser. Das habt ihr ja selber schon herausgefunden.

    Ich würde die Besuchersituation auch erst mal mit der Trainerin zusammen üben. Es muss dem Hund ja erst mal ein Muster klar werden, warum er denn jetzt gar nicht aufgeregt sein muss. Und wenn ihr ihm das so nicht rüberbringen könnt, könnt ihr euch doch die Trainerin zu Hilfe nehmen. Wiederholungen verankern das viel viel besser.

    In der Zwischenzeit, bis ihr eine Strategie gefunden habt, würde ich jede Situation vermeiden, die kritisch werden könnte. Also den Hund nicht in die Situation bringen, zur not eben auch wegsperren oder die Kinder für eine Weile bei den Freunden spielen lassen und nicht bei euch.

    Also die neue Rasse der Spezies ''Kaltblut'' auch einfach Kaltblut zu nennen, finde ich ja irgendwie bescheuert... gibt doch genug Kaltblutrassen, aus denen man sich eine aussuchen könnte...

    Ich habe bei unseren beiden überhaupt nicht das Gefühl, dass einer versucht irgendwie mehr Macht zu haben, als der andere.

    Emi ist durch ihre ruhige und souveräne Art oft einfach zu überlegen, um sich überhaupt auf Laylas sticheleien einzulassen und Layla toleriert Emis gequakte und dazwischengequetsche einfach.

    Irgendwie haben sich hier alle miteinander abgefunden und können damit um, dass der andere auch mal komische Sachen macht.

    Um noch mal das Fazit unseres Mehrhundehalter-Seminares einfließen zu lassen: jeder darf eben so sein, wie er ist.

    Wollen wir doch den Foto-Thread mal wieder ein bisschen schonen ;)

    Wir haben ab übernächster Woche einen Gassi-Hund - wie soll es auch anders sein, einen unkastrierter Aussie-Mix Rüde.

    Ich bin mal gespannt, wie das mit dem Trio dann so läuft. Verstehen tun die drei sich echt gut, wird dann nur lustig, wenn eine meiner Damen läufig ist.

    Wegen Krankheit fährt ja mein einer Hund momentan im Wagen mit. Der 2. läuft immer frei, Nummer 3 an der Flexi. Alle komplett verträglich und machen keinen Quatsch. Ich stelle mir das aber mit 2 großen, unverträglichen Hunden die jagen sehr schwer vor.
    Wie schnell ist so ne Flexi um den Wagen gewickelt und dann gibt der Hund Gas... Ne das käme für mich nicht in Frage :ka:

    Dann das Baby in ein Tragetuch/Hilfe.

    Da möchte ich aber nicht bei sein, wenn sich die eigenen zwei großen Hunde mit einem/mehreren anderen richtig in die Haare bekommen und ich dazwischen muss, während ich mein Kind mit ner Trage an mich gewickelt habe.

    Gar nicht auszudenken, was da passieren kann. Gerade die großen Hunde sind ja schnell auf der Höhe vom Baby und könnten auch nur versehentlich das Kind erwischen.

    Und welcher Hundehalter bleibt einfach gelassen daneben stehen, wenn die eigenen Hunde sich kloppen und wartet ab?

    Ich habe auch einfach mal vorausgesetzt, dass die Hunde einen gewissen Grundgehorsam haben und an der Leine nicht von rechts nach links laufen.

    Unsere beiden laufen nur sporadisch am Kinderwagen, wenn ich mein Patenkind darin schiebe und da ist es genauso wie beim Fahrrad tabu davor zu kreuzen. Und selbst die wenigen male, die wir so laufen haben gereicht um denen das zu verklickern.

    Wenn man täglich die Situation mit Hunden und Wagen hat, kann man das ja auch zum erbrechen üben.

    Was spricht denn dagegen, dass das Kind den Mittagsschlaf im Kinderwagen macht und man währenddessen mit den Hunden spazieren geht? Im Zweifelsfall müssen die eben angeleint bleiben oder an der Schlepp/Flexi gehen.

    Man muss bei unverträglichen Hunden natürlich vorausschauend spazierengehen und einen stabilen Kinderwagen haben, sodass man diesen mit Bremse abstellen kann, wenn zb andere Hunde von vorne kommen. Dann kann man sich mit den Hunden etwas vom Wagen entfernen, Situation meistern und weiter gehen.

    Ansonsten mögen unsere Hunde es auch gerne, wenn man sich einfach an ne Wiese setzt und sie da rumtüddeln können. Zwischendurch ein paar Leckerlis suchen oder ein bisschen Tricks üben etc.

    Ich habe keine eigenen Kinder, aber da mein Mann auch sehr viel arbeitet, wird er mir in diesem Fall auch keine Hunderunde abnehmen und schon gar keine große. Ich habe mich für die Hunde entschieden und damit fällt das somit in mein Aufgabengebiet.

    Wenn ich mir vorstelle, wie die Zeit mit Kind und Hunden sein könnte, mache ich mir überhaupt keine Sorgen um die Auslastung der Hunde.

    Ich wollte Mitnehm-Hunde, ich habe Mitnehm-Hunde und deshalb bekommen wir auch ein Mitnehm-Kind ;)

    Naja, kommt drauf an, mit was man den durchschnittlichen Aussie vergleicht. ;) Sie sind ganz sicher keine 'Monster' oder von Geburt an auf Stress und Dauerkloppen aus, das auf keinen Fall.
    Aber sie sind halt ziemlich reizempfindlich (in Kombination mit dem Border Collie wird das hier in dem Fall vermutlich noch 'verschlimmert'), haben keinen allzu langen Geduldsfaden, wenn man das nicht sorgfältig trainiert – und sobald sie das Gefühl haben, dass der Mensch irgendeine Situation nicht im Griff hat, klären sie das selbst, und das dann halt nicht unbedingt gesellschaftskonform. "Druck erzeugt Gegendruck" ist für viele Hunde zutreffend, aber bei Aussies – insbesondere in der Pubertät – fällt mir das besonders auf. Je stärker man den Hund 'deckelt' und für ihn unverständlich behandelt, desto heftiger die Gegenwehr. (Dass Aussies darauf gezüchtet wurden, furchtlos Rinderherden zu bewegen und dabei auch den ein oder anderen Tritt zu kassieren, gibt einen ungefähren Eindruck davon, dass man da mit Einschüchterung oder körperlichem Maßregeln in der Erziehung nicht allzu weit kommt...)

    Muss man wissen und bis zu einem gewissen Grad auch an der Rasse mögen. Wichtig ist halt, dass man als Besitzer ruhig & konsequent bleibt und dem Hund das Gefühl vermittelt, dass er sich auf den Menschen verlassen kann.


    Den markierten Teil möchte ich gerne noch mal hervor heben und auf die Wichtigkeit hinweisen.

    Ich habe hier eine ähnliche Mischung sitzen - aus einer Vermehrerfabrik, in der Aussies und Border fröhlich miteinander vermischt worde sind.

    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es für meinen Hund das wichtigste war zu lernen, dass es absolut notwendig ist mit Frauchen zu kooperieren.

    Diese Hunde sind oft ''Ein-Mann-Hunde'' und das muss man sich zu nutze machen und versuchen diese Bindung zu fördern.

    Es hat bei uns auch etwas gedauert, bis ich mir dessen bewusst geworden bin. Das war aber der einzige Weg, der funktioniert.

    Ansonsten bin ich nicht dafür den Hund zur Ruhe zu zwingen, einzuknasten etc.

    Welpen wollen und müssen sich bewegen, um ihre Umgebung zu erkunden, ihren eigenen Körper kennenzuerlen und gesund zu wachsen.

    Je mehr man das deckelt und den Hund einengt, desto heftiger werden die Reaktionen auf diese Art der ''Erziehung''.

    Layla ist einfach im Alltag mitgelaufen. Ich hatte keinen Urlaub und es musste einfach funktionieren. Wir waren viel draußen, der Hund war immer nah um mich herum. Ich habe sie wenn möglich immer mitgenommen und ihr in Ruhe unsere gemeinsames Leben gezeigt.

    Mit konditionierter Entspannung haben wir da die besten Erfolge erzielt und sie kann darauf inzwischen oft drauf zurückgreifen, wenn sie nicht weiß, was sie machen soll.

    Inzwischen ist sie drei Jahre alt und wir haben das gröbste überstanden. Für mich ist sie der beste Hund, der mir passieren konnte. Aber ich muss eben immer einen Daumen drauf halten und ihr wenig freien Handlungsspielraum lassen. Das kann sie nicht. Ebenso wird sie gedanklich immer eineinhalb bleiben.

    Lerne deinen Hund einfach gut kennen, werdet ein Team. Das schafft vertrauen und Nähe und daraus eine bessere Basis zum gemeinsamen Lernen.