Beiträge von Mejin

    @AkkiLeela: Das mit dem "die Bindung nicht so stark" finde ich sehr ambivalent zu betrachten. Bindung von wem. Hund zu Mensch oder Mensch zu Hund? Wir können ja nur von uns sprechen und das, was wir vom Verhalten her reininterpretieren in unsere Hunde, wie es ihnen geht.
    In den meisten Fällen würde sich der Hund nämlich vermutlich auch relativ fix an jemand anderen, der gut passt binden.
    In dem Fall meiner Freundin - ich glaube, sie hatte sich noch rechtzeitig informiert - es musste einen Gentest geben(da Mix) und der war leider nicht sehr zuträglich.
    Sie hat einen mehrseitigen Brief an den nächsten Besitzer geschrieben, über den Hund erzählt etc. etc. - es kam nichts zurück und sie wollte sich nicht aufdrängen.
    Wie genau sie die neuen Besitzer gefunden hat, weiß ich jetzt auch nicht.

    Und ehrlich gesagt finde ich - man kann Hunde und Menschen auch nicht vergleichen - bezüglich "Hunde haben mich noch nie enttäuscht" etc. . Es sind Hunde, keine Menschen.
    Mein Hamster hat mich auch nie enttäuscht, das lag' aber auch einfach an den Erwartungen an ihn - nämlich - dass er ein Hamster ist.

    Es gibt halt sehr viele unterschiedliche Menschen - und genausoviele Gründe, weshalb man sich auch mal gegen seinen geliebten Vierbeiner entscheidet.
    Ich bin nicht der, der das bewerten kann.

    Generell finde ich es super, dass viele ihre Hunde an 1. Stelle stellen - bei mir steht der Hund auch sehr weit oben - aber ich könnte nicht sagen, dass ich ihn NIEMALS weggeben würde.
    Denn - ich weiß nicht, was das Leben bringt - oder eben auch nicht bringt.

    "Dass jemand nicht alles gegeben hat" - ich weiß nicht - also ich denke, das kann man nicht beurteilen.
    Jeder hat da andere Schmerzgrenzen und psychologische Standhaftigkeit.
    Und unterschiedlichen sozialen Rückhalt - oder eben auch nicht.

    Wirklich depressive Menschen z.B. müssen alleine schon kämpfen durch den Tag zu kommen...

    "Worst case" kann zudem auch mal schneller kommen, als man denkt - ohne, dass man jetzt immer daran denken müsste.

    Warum denkt man denn überhaupt, man würde den Hund automatisch 'im Stich' lassen, wenn man ihn weggibt oder so, oder wäre 'seiner Verantwortung entflohen'?
    Ich bin mir z.B. sicher, dass Zoey auch bei jemand anderen ein wirklich gutes(oder besseres?!) Leben führen könnte.

    Ich sehe mich nicht als absoluten krönenden Endpunkt für meinen Hund - es gibt eigentlich immer überall noch Luft für mehr.

    Für mich ist eigentlich auch ein großer Liebesbeweis, dass man loslassen kann, wenn es dem anderen Part dadurch wirklich besser geht.

    Natürlich würde ich wirklich versuchen alles mir mögliche zu tun, um den Hund zu behalten - so wie vermutlich alle anderen hier auch.

    Es gibt jedoch nicht "keine Situation" wo ich mir vorstellen könnte, Zoey abzugeben - auch wenn sie jetzt - unwahrscheinlich wirkt.

    You never know. ... -_-

    Jedoch bin ich froh, dass ich mich bis jetzt noch nicht entscheiden musste!

    Btw. - eine Freundin von mir hat sich sooozusagen entschieden, den Hund in ihrem Heimatland zu lassen, da er nicht nach Deutschland hätte eingeführt werden dürfen.(Bekam sie leider erst recht spät mit)
    Sie ist mit damaligem Freund - jetzt Ehemann - ausgewandert. So gesehen hat sich sie für den Menschen entschieden und nicht ihre Zukunftspläne so nach dem Hund ausgerichtet, dass sie im Land geblieben ist.
    Sie hatte leider nichts mehr von ihrem Hund gehört, sagt jedoch, es ist ihr wirklich wirklich sehr schwer gefallen.
    Das kann ich mir wirklich gut vorstellen.

    Zoey klappert übrigens auch mit den Zähnen, wenn es was besonders leckeres gab. X-D
    Zum Beispiel ein großes Stück Käse.
    Dann guckt sie einen mit großen Augen an und klappert so leise vor sich hin.

    Unser TA hat es mal als "Welpenklappern" beschrieben, denn sie hatte es auch mal in der Praxis gemacht.(Evtl. da die Leberwurst so gut schmeckte(?))

    X-D

    Zoey leckt auch Urin und klappert mit den Zähnen und schäumt manchmal - das primär aber vor/in der Läufigkeit.

    Ich bin mir da etwas unschlüssig, manchmal lasse ich sie rumlecken, manchmal bedeute ich Ihr doch mal weiterzugehen... .

    Ich weiß jedoch nicht, von wem die Urinflecken sind, die sie besonders toll findet... .

    @Doxiepoo: Klar, in Kleinanzeigen steht oft was drin. Aber dort, wo man den Hund im TH hätte kennenlernen können - die kamen nicht mal auf die Webseite und gingen weg wie nix.

    Außerdem ist unser TH hier auch ziemlich doof. ...

    Ich hatte damals extra nur in der Umgebung geguckt - und Kleinanzeigen wollte ich nicht unbedingt, bzw. auch da stand nix interessantes für uns zu der Zeit.

    Also je nach Gegend ist es nicht ganz so 'üppig'.

    Ich sehe im Vergleich mit Hundebekanntschaften beides - Leute, die mit TS-Hunden nur gute Erfahrungen hatten und welche, die auch einen nich ganz so einfachen Hund bekommen haben.

    Ich find es schade, dass wir unsere nicht von Anfang an begleiten konnten und ich denke, ja, da gibt's ein paar Defizite, die andere Hunde einfach nicht hatten.
    Z.B. wirklich Hunger und immer konkurrieren für den vollen Magen - bzw. für den nicht ganz leeren Magen.

    Wir wussten, dass wir uns eine Überraschung holen - aber wie ich schon mehrmals in anderen Threads schrieb - eben auch nicht - denn es ist und bleibt ein Hund.

    Wir hatten keine bestimmten Erwartungen.

    Zoey hat vieeele Dinge angeschnitten, die echt schwierig sind - und nein, wir erwarten von ihr keine Dankbarkeit... .

    Es ist aber auch klasse zu wissen, dass der Hund an seiner Seite wirklich einmalig ist, einen total eigenen Charakter hat und man sieht in ihr auch verschiedene Wesenszüge vereint.

    Mein Freund wäre immer für TS - ich eigentlich auch, aber ich würde auch gerne mal einen Hund von wirklich kleinauf aufwachsen sehen etc. ... - dafür müsste ich dann aber vermutlich ggfls. auch mal ins Ausland fahren und mich da um den Hund kümmern. X-)

    Zum Thema TS in Deutschland - ja, wir haben lokal geguckt. Sogar über mehrere hunderte Kilometer weg. Aber - es gab nichts passendes.
    So 'viele' gibt es also nicht.
    Gerade, wenn man einen wirklich jungen Hund sucht.

    Wir haben uns dann für eine Orga entschieden, die auch viel Arbeit vor Ort betreibt, das finde ich nämlich super, da damit langfristig was geändert wird.

    Wenn ich bedenke - hätte ich einen älteren Hund als ersten Hund genommen - wäre er jetzt evtl. schon im Rentenalter - und die Zeit mit ihm vermutlich nicht mehr sooo lang. Das wäre doof.

    Später könnte ich mir evtl. auch nen älteren vorstellen - wobei man natürlich die Zeit eines Hundes i.d.R. maximal erleben können möchte... .

    Subtext ist - wenn jemand stark allergisch ist - z.B. Kind, Partner oder man selbst - dann wäre dies kein Alltag, sondern ein Grund, darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoll wäre, eine schöne andere Bleibe für den Hund zu suchen.

    Krankheit allgemein.
    Du bist ja auch ein Mensch.

    Und wenn Du z.B. Deinen Hund niciht mehr ein hundegerechtes Leben bieten kannst - dann wäre es sehr egoistisch zu sagen: "NIEMALS würde ich ihn abgeben."

    Das andere sind Situationen, die von anderen hier als z.T. störend beschrieben wurden, weshalb jemand z.B. 'gehen' musste.
    Und das sind eben Sachen, wo man meiner Meinung nach Kompromisse finden kann, wenn beiderlei Seiten Interesse an der Freundschaft/Partnerschaft etc. haben.

    Hm... ich würde auch mit Aussagen wie "für immer" vorsichtig sein.

    Und mit "niemals".
    Sag' niemals nie. ;-)

    Wenn es nicht um nur Partner-Beziehungen geht - doch, mich gibt's durchaus auch ohne Hund.
    Ich genieße es sogar mal ohne Hund was zu machen! Endlich nur Zeit für die Leute, ohne immer ein Auge auf den Hund zu haben.

    Ich würde sagen - hat man den 'richtigen' Menschen, kann man da vermutlich immer einen Kompromiss finden, bzw. die Situation managen, so dass beide damit leben können, wenn da die Bereitschaft nicht gegeben ist, wird es vermutlich auch schwer mit einer längerfristigen harmonischen Beziehung.

    Allergien z.B können das Leben wirklich stark einschränken - das wäre ein Punkt, wo man evtl. schwer Kompromisse finden kann, wenn man davor alles versucht hat durch Hygienemaßnahmen.
    Da muss man evtl. auch mal für sich selbst entscheiden als Mensch - wer weiß. Allergien können sich ja leider auch erst (plötzlich) entwickeln.

    Wenn mich jemand einlädt und wir gebeten werden - ohne Hund - ist ok.
    Meist bekommen wir das auch so unterschwellig schon mit, wenn der Hund nicht wiiirklich sooo erwünscht ist - und oftmals ist uns das auch einfach zu stressig, da chillt der Hund lieber zu Hause oder bei jemanden, der auf ihn gut achtgeben kann.

    MICH z.B. würde ein wirklich laut schnarchender Hund und das Gesabber einer z.B. Dogge(jaja, ich weiß, nicht alle sabbern) schon stören - mich nervt ja jetzt manchmal das Gelecke von Zoey, wenn sie mal auf der Decke im Schlafzimmer liegt. -_-
    Das kann ich total nachvollziehen - aber da könnte man ja wie gesagt Lösungen finden.

    Nach genauster Evaluierung müsste man immer von Fall zu Fall entscheiden.

    Freunde die Zoey nicht mögen sollten/keine Hunde mögen - da kommt sie eben nicht mit, ist auch okay.
    Wenn allerdings immer auf Zoey rumgehackt werden würde von den Personen, fände ich das auch nicht so super. Leben und leben lassen - mit Rücksichtnahme.

    Bei Zoey hatten wir eine zeitlang Bedenken, ob sie ihren Maulkorb nicht als Ressource ansieht und verteidigt. X-)

    Denn da ist immer was sehr schönes drin, wenn man ihn aufsetzt.

    Aber man sollte den Hund halt auch nicht bedauern, sondern einfach weitermachen und ihn darin bestärken auch mit MK Spaß zu haben!

    Bei unserer ist es sogar irgendwie mit 'Ruhe' verknüpft, da sie ihn anfangs nur in der Wohnung getragen hat - und z.B. während schlimmer Pfotenleckzeiten auch öfter über Nacht.

    Natürlich kommt sie auch ab und an an und versucht ihn abzustreifen am Bein oder so - oder zu zeigen, wie brav und niedlich sie doch ist und wie sie nieee was aufsammeln würde... aber wenn man da einfach 'hart' bleibt - dann wird's auch irgendwann langweilig, bzw. die anderen Sachen die man so machen kann, sind doch wichtiger.