Hallo,
Zoey ist dieses Jahr 5 geworden - und joah, igendwie hat sie gerade eine Phase des ziemlichen Jagens für sich entdeckt.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht ganz, weshalb - sie hatte manchmal schon so unruhige Phasen - meistens hing es mit ihrer Allergie zusammen, wenn wieder ein Schub kam o.Ä. - aber letztens ist sie mir hunderte Meter abgedriftet um Enten zu jagen - rannte an mir volle Pulle vorbei und war richtig in Rage.
Dazu sei gesagt - ja, sie hat manchmal n Vogel aufgescheucht, oder bei Enten geguckt, die hochgeflogen sind - aber sich nie so dermaßen hochgespult.
Ich habe immer ruhiges Gucken belohnt und sie gelobt - Umorientieren natürlich dann auch!
Irgendwelche großen 'hektischen' Spiele haben wir auch nicht gemacht, sie findet Spielzeug auch eher langweilig(und Stöcke, die man so werfen könnte o.Ä.).
Dann hatte es sich begeben, dass sie an anderer Stelle auch nochmal Enten jagen ging - ich hatte die nicht gesehen - da war sie dann sogar außer Sicht und war auch total durch und wieder am Kreischen und hibbeln - und zum Glück konnte ich sie dann auch irgendwann einsammeln.
Ich weiß, dass sie Katzen+Mardern schon gerne hinterherjagen wollte - und es glaube ich ... 2x(?) geschafft hat - und einmal war da ein Hase - aber zum Glück sind sie entkommen.
Dazwischen lag auch einiges an Zeit.
Joah, jetzt hat sie sich wohl überlegt, dass jagen toll ist.
Heute waren wir unterwegs und sie an der Schleppleine, da sie wie gesagt in letzter Zeit eh komisch drauf ist - und am Anfang des Spazierganges hatte mein Freund sie aus dem Auto ohne Leine gelassen - woraufhin sie prompt erstmal nen K*ckhaufen gefressen hat, der mitten an der Straße war, mit Klopapier drumherum.
Da lief sie dann fröhlich über die Straße und ließ sich wieder mal nicht einfangen - ab da gab es Leinenknast, bis zu einer Stelle, wo ich mir recht sicher war, dass sie da nicht abhaut - ging auch gut - danach wieder an die Leine.
Irgendwann liefen wir einen Hügel hoch und auf einmal schießt sie lautlos vor, ich spanne schon meine Arme an, damit ich die Schleppleine, die ich auch jeweils brav wieder ein und abrolle festhalten kann und Zoey erreicht das Ende und kreischt wieder los und starrt hinter uns irgendwohin.
Ich nehme an, da war ein Hase/Katze/Reh o.Ä., dass über den Weg lief.
Joah, ableinen konnte ich sie dann nicht mehr.
Eigentlich ist es doch ungewöhnlich, dass der Jagdtrieb so spät erst komplett durchstartet, oder?
Und gerade, da wir eben nie unterstützt haben, dass sie irgendwas jagen darf, bzw. sie immer bestärkt haben, wenn sie nur beobachtet hat/sich umorientiert hat.
Sie hatte zwischenzeitlich z.B. auch gar nicht mehr auf Krähen reagiert, die hochflogen - und sie letztens aber doch wieder jagen wollen.
Zoey kennte Rehe bisher nur aus dem Wildpark - oder einmal, als sie ca. 2 Jahre alt war hat sie auf dem Feld 2 stehend gesehen - und ich habe sie überschüttet mit Lob und Leckerchen, als sie damals nicht losgerannt ist, nur geguckt hat und zu mir zurückgekommen ist... da hatte ich echt Glück damals, denn da war sie unangeleint.
Wie kann man daran arbeiten, wenn man nicht genau irgendwelche Orte kennt, an denen zuverlässig Rehe/Katzen etc. den Weg kreuzen?
Allgemein noch mehr Impulskontrolle üben? (Tun wir eigentlich schon immer, aber ich wüsste jetzt keine konkrete Übung, die irgendwie einen ähnlichen Stellenwert haben könnte?)
Viele Grüße!
/edit: Achso - schnüffeln tut sie schon immer viel, aber meistens nach essbarem Zeug(siehe besagter Haufen heute). Aber sie nimmt durchaus auch 'Spuren' auf und stöbert dann herum - aber woran würde man da einen auf Spur jagenden Hund erkennen(?). Dass er endlos weiterläuft?