Bei den 'blutigen' Geschichten hier kommt es einem so vor, als würde das zwar oft funktionieren und dann 'für immer' geklärt sein - aber nun ja, man hätte ja - gerade wenn man weiß um den Charakter des Tieres - auch einen Maulkorb benutzen können um sich erstmal zu sichern - klar, von nem Korb können auch Verletzungen kommen - aber wohl eher erstmal kein Armverlust o.Ä. .
Man kann natürlich auf 'Kampf' gehen - aber es gibt z.B. auch Menschen, die einfach Ruhe ausstrahlen und an denen das Gefletsche etc. vorbeigeht - erst Recht, wenn der Hund eben eigentlich gesichert ist - und das so manchem Hund auch den Wind aus den Segeln nimmt.
Ziel ist doch, den Hund da aus einem Tunnel zu bekommen.
Manchmal könnte es vermutlich funktionieren, mit eine 'wischen', aber es würde eben vielleicht auch anders funktionieren. Evtl. hat man aber keine Lust 6 Monate oder mehr zu trainieren.
In unserem Leben gibt's ja auch so Momenten, die uns geprägt haben, an die wir denken. Ob es nun eine Situation war, oder jemand, der was schlaues gesagt hat... ein Gefühl... - das wird bei Hunden nicht anders sein, nehme ich an.
Also wenn z.B. der Aggrohund nie 'kontra' bekommen hat in irgendeiner Weise, bzw. nie gezeigt bekommen hat, was eigentlich eine gute Handlung wäre - dann wird er natürlich überrascht sein, wenn da auf einmal jmd. ankommt und ihm volle Paroli bieten kann.
Ich bin mir auch sicher, dass es viele Hunde gibt, die 'aggro' sind und die immer wieder ne Backpfeife/Ohren ziehen bekommen - die sind dann irgendwie hoffentlich 'in Schach' gehalten, das war's dann aber.
Aber angenommen z.B. mein Hund würde jetzt jmd. anbellen, der zur Tür reinkommt - was auch schon passiert ist(mit eher nach vorne gehenden Tendenzen)- dann weiß ich nach dem 1. Mal doch, dass das sein kann und beginne da zu managen.
Entweder man trifft sich draußen und geht gemeinsam rein - oder an wirft mit Leckerlies umsich, weg vom Besuch... etc. etc.
Das, was ich z.B. vom Schäferhund da mitbekommen habe - warum kann er überhaupt noch an der Tür stellen - da würde es vermutlich auch keinen Unterschied machen, wenn besagte Person jetzt mit Einkaufstüten um sich schlägt.
Je nach Aggressionsgrund kann es das noch schlimmer machen - denn 'Besuch' ist dann 'zu Recht' etwas zum Aufregen.
Als Halter sollte man ihn dann doch sichern, MK drauf, Hausleine dran, Türtraining machen.
Man kann doch z.B. kurz anrufen, bevor man die Wohnung betritt, der Hund kann dann gesichert werden.
Das ganze kann natürlich noch positiv verknüpft werden - oh, wenn ich so festgemacht werde und jemand reinkommt, bekomme ich den leckeren Hundeschmaus serviert.
Erstmal für ein positives Gefühl sorgen, dann parallel dem Hund zeigen, dass man selbst Gäste gerne einlässt(z.B. mit eben draußen treffen, Gast geht zuerst rein, man selbst mit Hund danach - damit er sieht - "Welcome")
Das sollte sich natürlich auch auf den Alltag erstrecken, denn vermutlich ist das ja dann in dem Fall nicht nur das 'Fremde reinlassen', sondern auch das 'Fremde akzeptieren' in der Wohnung in vielen Kleinigkeiten.
Ich denke aber hier im Thread sieht es auch niemand so, dass mal eine Scheuern die allerbeste Wahl für alles ist.
Natürlich kennt XYZ jmd., wo das geklappt hat - aber es gibt vermutlich auch oft genug Leute, bei denen es nicht so war.
Ich denke man kann schon was 'körperlich' austragen - aber mit Schmerzen für beide Seiten muss es ja nun auch nicht unbedingt verbunden sein... .
Auch hier ist vermutlich einfach Management der größte zu bewältigende Faktor.