Beiträge von Mejin

    Ich würde auch sagen - bis ca. 4 Jahre...

    Unsere hatte sich mit 2 Jahren nicht komplett verändert - aber sehr deutlich.

    Unsicherer Hund - früher fiel sie ins Fiddlen, wir trainierten ruhig bleiben bei Hundesichtung etc. - und dann packte sie aus(vermutlich auch aufgrund von Allergien und Ausschlussdiät usw.) - ressourcenverteidigend, teilweise Unverträglichkeit(auch mit langjährigen Hundebekanntschaften aus ihrer Welpenzeit), Menschen waren z.T. gruselig und müssten verpöbelt werden... .
    Seit kurzem(jetzt ist sie etwas über 5) kommt auch noch mehr Jagdtrieb raus(Sicht und Spur), kann aber auch wieder alles gesundheitlich zusammenhängen.
    Ansonsten war sie schon immer sehr hinterfragend und hatte draußen kein 'Grund-Will-to-please' - sehr selbstständig usw .

    Ich denke oftmals ist es bei Mischlingen mit HSH-Anteil so, dass so mit 2-3 auf 'einmal' was kommt, was vorher eigentlich gar nicht so da war in der Form - und auch trotz frühem 'lenken in die richtigen Bahnen' klappt einiges eben nicht.

    @ruelpserle: Klingt sehr schön, wie Du über sie sprichst! :D Also die Art und Weise.

    @tinkar: Hihi, danke - Zoey kommt aus der Gegend von Finikounda. Hmm... ne, unsere Geschichte gibt es nicht ausführlich in nem Fotothread o.Ä. zu lesen.

    Die Kurzform ist:
    Hund gesucht, anderer Hund wurde es nicht, Zoey gesehen, Zoey wurde es - Flughafen Frankfurt, ängstlicher Hund, aber sehr dem Futter zugetan, Straßengourmet - alles aufsammeln, 2 Jahre Hundeschule, Hundeführerschein und währenddessen merken, dass Zoey irgendwie anders ist, als die anderen Hunde in der HuSchu, Dinge die sich nie ändern, mit ca. 2 Jahren dann nur noch bedingt Artgenossen zugewandt, Hochphase des Pöbelns, langjährige Hundebekanntschaften vermöbeln wollen, evtl. auch mit unterstützt durch Fütterungsfehler meinerseits(kein Seealgenmehl), viele Allergien beim Hund, auf einmal auch gruselige Menschen anbellen, wachen im Kleingarten, Hundeerzfeinde, Skateboarder erschreckt sie - demnach - auch die doof seitdem - dran arbeiten, dran arbeiten, Zeigen und Bennenen, dran arbeiten... - seit kurzem scheint sie noch mehr Gefallen am Jagen gefunden zu haben... zu Hause ist sie die liebste kleine Kartoffel der Welt zu uns, verschmust und verkuschelt - draußen buhlt man um die Aufmerksamkeit.

    Sie ist und bleibt halt sehr stur, mit sehr eigenem Kopf.
    Sie setzt sich einfach mal hin/legt sich hin, wenn sie gerne irgendwo noch bleiben möchte(sonnige Wiese z.B.).
    "Die bleibt schon in der Nähe, wenn andere Hunde hier sind." - Alle Hunde kommen, nur unsere rast hunderte Meter weit weg.
    Sehr schnell ist sie auch.


    Sie sammelt immernoch Kram von der Straße, aber auch da gab es Fortschritte.

    Zweimal ist sie mir über/auf eine große Hauptstraße gerannt, da sie gestresst war/meinte, was zu sehen.

    Ich glaube, sie wäre auf dem Land mit nem Grundstück zu bewachen glücklicher als in der Großstadt(wie vermutlich die meisten Hunde) - aber naja, man arrangiert sich.

    Während andere Leute sich nach kurzer Zeit den 2. Hund geholt haben, oder ihre Hunde bedenkenlos fast überall leinenlos laufen lassen können - fühlten wir uns als hätte sich nicht wirklich soviel verändert.

    Andere Hunde achten eigentlich alle viel mehr auf ihre Besitzer, ich habe manchmal das Gefühl, dass unsere sehr genau weiß, dass sie sehr schnell ist - und für sie sind halt ein paar hundert Meter auch keine 'Entfernung', da sie eh weiß, dass sie schnell wieder aufschließen kann - wenn sie denn möchte.
    Den 'Will to please' findet man draußen nur gelegentlich, wenn es z.B. besonders leckeren Käse gibt als Leckerlie.(o.Ä.)

    Wir hatten von Anfang an keine 'Vorstellung', etwas 'einfacher' - da wären wir auch nicht abgeneigt gewesen... aber so ist es auch okay, man sammelt halt im Volltempo sehr viel Wissen an in allen Bereichen, was ich gut finde.

    Es ist manchmal frustrierend - wenn man sieht, wie andere Hunde fast von 'selbst' unkompliziert sind - und man selbst ewig lange rumackert... aber wenn dann mal was klappt ist es super und man freut sich umso mehr - und weiß, dass sich die Mühen lohnen.

    Und wie sagte ich mal nem Mann, der meinte, ich müsse mal einfach mit Schreckreiz arbeiten - "Ne, möchte ich nicht. Wir haben ja Zeit zum Üben. Ein Hundeleben lang."

    ^_^


    Aber das hat es doch schon... - sie ist halt wirklich eigen.

    Da hole ich den Thread doch auch nochmal hoch in diesem Jahr - wie sieht's bei Euch so aus? :)

    Bei uns:
    Zoey ist nun etwas über 5 Jahre alt und wir trainieren beständig an immer denselben Dingen - es wird aber tendentiell besser.
    Jedoch ist auch alles irgendwie von der Tagesform und dem Hormonstatus abhängig bei ihr... ...

    Es wird also immernoch nicht langweilig... . X-D Jeder Tag bietet Gelegenheit für neue griechische Flausen... .

    Gut, wenn Du nicht ein Hundeleben lang immer ein Auge auf Boomer haben können wirst - wirst Du ihn vermutlich tatsächlich abgeben müssen.

    Unsere Hündin wurde mit ca. 2 auf einmal schwieriger mit Hunden und Menschen - nun ist sie 5 und wir müssen IMMER ein Auge auf sie haben und sie eng in der Stadt führen etc. - das wird sich auch nicht ändern.
    Auch ich hatte Phasen, wo ich mich verglich, bzw. unsere Hündin.
    Wir waren 2 Jahre in ner guten Hundeschule, unsere Hündin hatte also die besten Voraussetzungen, seit sie bei uns war - wer weiß, wie sie wäre, hätte sie das nicht gehabt.

    Dennoch ist sie kein Mitlaufhund und wirklich sehr fordernd in vielerlei Dingen.

    Vermutlich ist es bei Dir wirklich die falsche Rasse - da Du ja schon auch geschrieben hast, dass Du nicht bereit sein kannst/möchtest, alles um den Hund herum anzupassen.(Manche Leute würden vielleicht aufs Land ziehen etc. - aber das geht/ging bei uns auch nicht - darum managen wir soweit und so gut es geht in der Stadt...)

    Weitere Vorwürfe bringen doch auch nix.
    Das mit dem Zweithund war doch nur eine Frage aus Interesse(allgemeinem), nehme ich an.

    ---

    Also - ein Trainer, der sich mit der Rasse auskennt wird sicherlich anzuraten sein!

    Dann - Abstand von anderen Hunden soweit es geht erstmal - und auweichen.

    Ich denke, das ist auch erstmal Dein Plan, oder?

    Zum Alleinebleiben - hm... ja, da wirst Du wohl nochmal wirklich bei 0 anfangen müssen - in 2 Wochen wird es vermutlich nicht möglich sein - da müsstest Du evtl. mal nach einer Betreuung gucken(falls er das (noch) zulässt).

    Hallo Lisa,

    nun - ich würde sagen - er wird erwachsen und zeigt akitatypische Verhaltensmuster... .
    (Tierärztlich ist ja alles abgeklärt?)

    Gesichert hast Du ihn ja erstmal - das ist ja gut.

    Ich würde erstmal mit ner Schleppleine trainieren - so hat er mehr Radius, ist aber immernoch in Deinem Einwirkungskreis.

    Beim alleine bleiben würde evtl. helfen ihn zu begrenzen - entweder per Kennel oder Absperrgitter(?).

    Vorher konnte er alleine bleiben(?).

    Grüße

    Zoey heult auch bei Blaulicht... - in der Wohnung eher nicht, aber draußen, wenn es vorbeifährt schon.

    In der Wohnung dann nur, wenn sie läufig ist und vornehmlich in den Stehtagen - wir sagen immer - der Superrüde ist wieder vorbeigefahren.

    Ich hatte auch mal darüber nachgedacht, ob es ihnen wehtut, aber ich deeenke eher nicht - da Zoey sich bemüht wirklich schön den Ton zu treffen... - wenn sie läufig ist, klingt es auch gleichzeitig sehr wehmütig/kläglich... X-D

    Also ich denke, da wird eher was anderes getriggert.

    Ich kenne das Equi-Ping-Dings leider auch nicht.
    Mir wäre es vermutlich zu gefährlich, da ich nicht weiß, ob/wann Materialermüdung zum Vorschein kommt und nachher geht es dann auf, wenn ich es überhaupt nicht brauche.

    Hast Du denn eigentlich schon nen Ruckdämpfer an Deinem Bauchgurt/der Leine?
    Der bringt ja alleine auch schon viel, um so plötzliche Bewegungen abzudämpfen... .

    Zoey war ja leider fast schon etwas zu alt, wir waren nur 1x in der Welpenstunde oder so - dann wechselte sie zu den Junghunden...

    Unsere HuSchu und auch das Training ist super gewesen und ich habe es auch nur positiv gesehen - ich hatte 0 Hundebekanntschaften als wir sie bekamen, die Hundegruppe war mehr oder weniger 'fest', nicht zuviele, es wurde auf alle geachtet und sinnloses Rumgetobe ohne Anleitung gab es auch nicht.

    Und wer von flüchtigen 1xgesehen-Hundehalter stellt sich schon regelmäßig mit mir 1 Stunde hin und macht da 'spielerisch' nen Aufbau von Grundlagen für später... .

    Also uns hat es viel gebracht - und noch heute merke ich, dass da durchaus was 'hängengeblieben' ist im Hundehirn. X-D

    Alleine dass es eben 'kontrolliert' passiert ist ein großer Vorteil... .

    Also selbst die Schnauze Eures Hundes passt nicht dazwischen?

    Hm.. okay- dann gab es wohl tatsächlich nur weitfliegende Sabber oder (da war dochnoch ein 2. Hund bei Euch, oder?) - sie haben sich da doch vorher/währenddessen angesabbert und das war eine ungünstige Zusammenkunft verschiedener Faktoren.

    Aber gut, dass es Deinem Hund offenbar momentan gut geht!