Beiträge von Mejin

    Ich denke auch - es kommt sehr auf den Hund an.

    Wenn man den Welpen früher 'überall' mit hingenommen hat - dann spricht das sehr dafür, dass er das vermutlich auch verarbeiten konnte, denn ansonsten hätte man davon sehr schnell abgesehen, da es nur enormen Stress für einen selbst bedeutet hätte.

    Unsere Hündin z.B. - die kommt zwar aus dem Ausland und hatte keine 'besten Voraussetzungen' - aber trotz 'angepasster' Heranführung an viele Dinge war alles ein wirklich riesiger Act.

    Einfach einsam irgendwo hinsetzen - quiekender Hund, fieep fieeeep... Rumbuddel.
    Das war alles schon zuviel.

    (Nach konsequentem Training ist es jetzt manchmal so, dass sie sich sogar von sich aus hinsetzt/hinlegt - das ist für andere Hunde nix besonderes, für uns ein großer Erfolg)

    Wir haben uns einfach damit abgefunden, dass sie niemals ein 'Immer dabei'-Hund sein wird, sie ist absolut nicht einfach und kein selbsterziehender Hund - wir hatten das aber auch nie zur Voraussetzung genommen, dass es so sein soll, dass sie ein 'Begleithund' ist.

    Schön wär's vielleicht gewesen, aber so ist es auch ok.

    Ich würde da wirklich auf den individuellen Hund drauf eingehen - denn es bringt nix, wenn jetzt ganz viele sagen, 'Mein Hund war immer dabei' - und andere - wie ich - 'unser Hund war oft nicht dabei'.

    Wir haben mit unserer Hündin Innestadt, Eis essen irgendwo, Restaurant auch geübt, aber es war NIEMALS 'entspannend' für uns dabei. Obwohl wir wirklich nach außen hin besonders entspannt waren, war es nie 'abschalten'.

    Ich kenne aber viele Hunde, die unkompliziert sind und einfach so 'alles gelernt' haben.
    Gibt es auch.

    Zum Thema See - ich würde das evtl. machen, den Welpen abschirmen und gucken, wie er zurechtkommt - ansonsten halt wieder fahren/gehen.

    Du wirst ja evtl. auch wissen, wie die Tendenz ist, bei größeren Menschenansammlungen, wenn er grundsätzlich nicht soviele Probleme hat und 'runterfahren kann' - dann würde ich mehr wagen.(Also mal zum vollen See gehen)

    Ganz abgesehen von der Nasenlänge finde ich es immernoch strange, wenn man den Schädel der genannten Rassen sieht(egal, ob die Nase nun etwas länger ist, ode rnicht).
    Dieser Untertbiss und wie die ganze Schnauze geformt ist... . Vielleicht ist diese 'Grundform' auch einfach nicht gut, auch wenn es 'das besondere der Rasse' ausmacht.

    Na, ich bin jedenfalls gespannt, wie es sich weiterentwickelt...

    schara: Ja, ich denke auch, da könnte etwas runter. Für mich ist bei Zoey z.B. ein Anhaltspunkt bei der 'Draufsicht' - die Kanten der letzten Rippen an der Flanke sollten schon durch einen Blick gut zu erahnen/sichtbar sein... wenn es so 'weich' wird im Übergang, ist es etwas zuviel.

    Gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass der Hund noch so jung ist - da ist es eigentlich eher so, dass man sie richtig schlank halten sollte.

    Bei uns geht es wie gesagt nur, wenn einer vorne Käse in den Hund stopft(am Anfang wirklich in hoher Frequenz) - mittlerweile geht's auch mal mit nem Zählspiel dazwischen... - aber mehr als 1 Pfote schaffen wir auch nicht, dann ist Zoeys Geduld verbraucht.

    Schnappen würde sie nicht, aber sie zappelt dann wie wild, zieht die Pfote weg und stellt sich auf mich um an den Käse zu kommen usw. X-D

    Manchmal war es auch so ein wenig, wie wenn Vieh so 'eingeklemmt' wird - also dass Zoey gar nicht genau gesehen hat, wo wir was machen, mein Körper war dann etwas abschirmend.

    Aber da ist dann die Gefahr, dass sie sich erschreckt, wenn ich die Kralle wechsle - da muss ich das immer etwas ankündigen und die Zehe erstmal kurz berühren...

    Am Anfang hatte ich es auch so schöngefüttert, dass sie freudig wedelnd beim Geräusch ankam - aber das änderte leider nichts daran, dass sie es trotzdem doof findet.

    Also - gibt's bei uns "Stopf-Käse-in-den-Hund"... ... . X-D

    Ich denke, es geht ja gerade darum, dass es eben kein "MEIN Hund kann aber/hat nicht..." gibt, sondern Vorgaben, die halt knallhart zu befolgen sind - damit es eben zukünftige Hundegenerationen besser haben.(Individuell sagen ja viele Halter der betroffenden Rassen auch - meinen Hund hört man nicht etc. - während er jedoch auf Videos z.B. die ganze Straße zusammenschnauft-genau das möchte man damit vermeiden, nehme ich an)

    Natürlich wird da vermutlich der ein oder andere fitte Hund dann durchs Raster fallen - aber gerade von Züchtern würde ich mir da eben die freiwillige Einsicht wünschen und die Akzeptanz, dass es eben zum späteren Wohle besser ist, sich dann an die Richtlinien zu halten.

    Und wie gesagt - es gibt ja offenbar auch ein wenig Spielraum, wenn andere Faktoren gut ausfallen... .

    Bei einer Bekannten hatte der Hund mit ca. 5 Jahren auf einmal ganz lange hintere Außenkrallen - das hatte er vorher nicht.

    Dann kam heraus - schwere HD... - sie hätte es nicht einmal gemerkt, wären die Krallen nicht auf einmal so lang gewesen.

    Generell ist das ein sehr gut bemuskelter Hund der dadurch jetzt nochmal 5 Jahre später immernoch kaum Einschränkungen hat.

    Aber diese lange Außenkralle war wohl schon auffällig.

    Es geht also auch aus meiner Erfahrung in beide Richtungen - die Krallenlänge kann das Gangbild beeinflussen - und Krankheit kann die Krallenlänge beeinflussen.

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    Ansonsten - ja, vermutlich hat jeder Hund seine individuell perfekte Krallenlänge - und das muss nicht unbedingt die sein, die wir 'perfekt' finden.(In Beide Richtungen - zu lang/zu kurz)

    Ich schneide mir ja z.B. auch nicht die Fingernägel so doll kurz, wie teils Leute, die Gitarre spielen - für mich ist das unangenehm, für die ist es perfekt zum Spielen.