Beiträge von pauline31

    Wir haben für 160qm 3 Klimas von Mitsubishi Electric. Die halten das gesamte Haus auf 23 Grad. Im Schlafzimmer haben wir 22 Grad. Es ginge problemlos auch kälter, das wäre uns aber zu kalt.

    Haus ist von 1994, also nicht sonderlich gut isoliert.

    Viel Strom brauchen die Klimas nicht. Die werden zudem von der PV versorgt. Wir stellen die mittags an und dann laufen sie bis abends durch.

    Es ist ja nicht so, als wären die monatlichen Kosten umgerechnet so hoch, weil man dem Hund Blattgold übers Futter streut und der Hund selbst ist topfit - ich hätte wahrscheinlich nach Einbruch X gesagt, dass jetzt genug ist.

    Welcher Einbruch?

    Der einzige Einbruch war dieser mistige Abszess im Rachen. Mein (supertoller) TA war seinerzeit auch leider in Urlaub und die Vertretungspraxis hat den Abszess fehldiagnostiziert als Kaumuskelmyositis und dementsprechend erstmal 2,5 Wochen falsch behandelt, bevor die Sache eskaliert ist, der ganze Kopf voll Eiter gelaufen ist und die Entnahme des linken Auges zur Debatte stand. Zum Glück hat die Klinik dann sofort richtig reagiert und ihn gerettet. Dass das erste AB nicht gegriffen hat, war Pech und kann bei jedem Hund passieren.

    Ansonsten hatten wir keinen Einbruch. Die Gastritis war durch das AB und meinen leider blöden Versuch ihn auf Hydrocortison umzustellen (statt Prednisolon) verursacht. Aus irgendwelchen Gründen geht Hydrocortison bei ihm nicht (eine Medizinerin meiner Addison Gruppe vermutet, dass der Transportweg über Transcortin bei ihm nicht funktioniert). Das war von mir gut gemeint, ist aber blöd gelaufen.

    Gino geht es ansonsten seit der Diagnose im Januar 2020 weitgehend durchgehend prächtig. Wir haben leider das Pech, dass wir einen Hund haben, der nicht auf eine feste Dosis Zycortal einstellbar ist. Das passiert, wie die Erfahrung meiner Addison Gruppe zeigt, leider öfter. Für den Hund ist das nicht schlimm, für den Halter bedingt es leider eine Vielzahl von Blutuntersuchungen. Gino findet die TA Praxis grandios, liebt es dorthin zu gehen und springt mit Anlauf auf den Tisch. Wenn er könnte, dann würde er sich selber das Blut abnehmen.

    Ansonsten haben wir eine SDU. Wer sich ein wenig damit auskennt, der weiß, dass es dabei nicht mit dem Messen von T4 getan ist und hau rein den Scheiß. Wenn man das vernünftig macht, dann kostet Diagnostik und Einstellung echt viel und ist leider in Kombination mit Addison nochmal komplizierter, weil die Einstellung einem erstmal die Elektrolyte auseinanderhaut. Elektrolyte auseinander = viele Blutuntersuchungen.

    Der Schaden am Herzen ist in der Addison Krise entstanden. Das Herz war seinerzeit kurz vor dem Stillstand und schlug nur noch ganz schwach. Diagnose: ggr. Mitralinsuffizienz, Stadium B1, normale Herzfunktion. Verändert sich seither nicht, Medikamente braucht er dafür nicht, aber man muss das natürlich kontrollieren.

    Wo siehst Du den Einbruch?

    Wo sollte man denn einschläfern lassen und weswegen?

    Und wem möchtest Du verklickern, dass Du einen Hund einschläfern willst, dem es supergut geht?

    Also meinem TA jedenfalls nicht. Hallo lieber Tierarzt, der Hund hat jetzt 15.534 EUR gekostet, jetzt sollten wir aber mal einschläfern..... Ähhhh????

    Du siehst die Problematik?

    Der Hund ist topfit. Nein, der kriegt kein Blattgold, aber die erforderlichen Untersuchungen und Medikamente. Und ja, ich bin sicherlich mit schuld daran, dass es ihm gut geht.

    Wenn man liest in 4 Jahren wg Addison 30000€… so hart es klingt, wäre ich raus.

    Ab wann würdest Du sagen, jetzt nicht mehr? Nach einem Jahr und 10.000 EUR? Oder nach 1,5 Jahren? Oder nach 3 Jahren? Mit Glaskugel oder ohne? So, lieber Hund, dir geht es zwar prima, aber jetzt sind die geplanten 14.325 EUR ausgegeben, jetzt kommt die Spritze.... :???:

    Jetzt mal ganz davon abgesehen, dass mir mein Hund mehr wert ist, als irgendwelcher Kram wie unser Wohnwagen..... Du musst ja mal sehen, dass es kein Orakel gibt, dass Dir auf die Jahre gesehen die Beträge ausrechnet und Dir die Hundezukunft voraussagt.

    Es war anfangs überhaupt nicht absehbar, dass das laufend so teuer werden wird. Die Anfangszeit ist bei einem typischen Addison eigentlich immer knalle teuer. Nach 9 Monaten waren wir über 10.000 EUR, das ist durchaus normal. Danach wird es eigentlich billiger, wenn man einen Hund hat, der sich danach richtet, was denn üblicherweise so der Fall ist. Mein Hund hat leider den Leitfaden nicht gelesen.

    Dann kamen noch völlig unkalkulierbare Sachen dazu. Rachenabszess, das normale AB griff nicht. Wir mussten hochdosiert ein Reserve-AB einsetzen. Das hat ihm völlig Magen-Darm frittiert, schwere Gastritis. Bis das wieder im Lot war, das hat Monate gedauert und an sich gar nichts mit Addison zu tun, bis darauf, dass uns durch die Magen-Darm-Probleme ständig der Kalium unkalkulierbar durch die Gegend pendelte und wir dauernd die Elektrolyte messen mussten (knapp 100 EUR pro Messung) etc. pp.

    Ich habe zudem einen Hund, der mit Behandlung ein fast normales Leben führen kann und keinen leidenden Hund. Er hat eine normale Lebenserwartung, normale Belastbarkeit auch im Hundesport, dem geht es schlicht gut. Das ist nochmal etwas völlig anderes, als wenn ich einen kranken leidenden Hund habe, bei dem man sich ständig fragt, ob man das alles dem Hund noch antun kann. Solche Fragen stellen sich bei uns gar nicht.

    und ob ich auch noch andere Hobbys habe und das das ja ganz schön teuer wäre und überhaupt.

    Und die hatten ein Wohnmobil, Heilige Makrele 😅 das Teil sah so teuer aus wie unser Haus 😅

    Der Unterschied zu einem oder mehreren Hunden ist aber, dass man das Wohnmobil zack.... verkaufen kann, wenn man es sich nicht mehr leisten kann oder leisten will.

    Ich habe kein Problem mit Arztbesuchen oder auch mal einer OP. Aber 500 € monatlich als Alleinverdiener, das würde mich definitiv an den Rand des Ruins bringen. Vor allem, wenn die Zeitdauer nicht absehbar ist,

    So ist das hier auch. Ich bin auch Alleinverdiener. Mal Arztbesuche sind und wären hier auch kein Thema. Und beide Hunde sind von klein auf OP-versichert. Die OP Versicherung hat auch die Kosten für die OP des Rachenabszesses (mit Nachbehandlung knapp 2000 EUR) anstandslos übernommen. Jetzt kommt demnächst eine weitere OP. Er hat ein Atherom direkt über dem Auge, dass demnächst weg muss, falls und sobald es größer wird. Das wird dann zum Glück auch abgedeckt sein.

    Zum Thema Geld sparen in der Hundehaltung wäre für mich zukünftig und nach meiner Erfahrung immer die Devise: versichern. Nur leider gibt es (derzeit) keine KV, die meine Ansprüche erfüllen würde. Kündigungsschutz von Beginn an, genetische Erkrankungen mitversichert, Folgebehandlungen mitversichert etc. Eine SB von beispielsweise 20% wäre mir egal. Auch ein höherer Monatsbeitrag wäre mir egal beispielsweise 150 EUR. So ein Hund wie Gino treibt einen u.U. tatsächlich in den Ruin und man muss dazu wissen, dass Addison oftmals bei Hunden ausbricht, die noch kein Jahr alt sind. Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass Gino schon im Mutterleib krank war. Leider hat niemand den atypischen Addison erkannt. Erst als der atypische in den typischen gekippt ist, wurde dieser erkannt.

    Was kein Problem wäre.

    Ich habe meinen Post nochmal durchgelesen und bevor das hier missverstanden wird..... Für MICH wäre das natürlich ein Problem, deswegen handele ich so. Was ich meinte ist, dass es für jemanden, der einen solchen Hund loswerden will, kein Problem wäre, das hinzubekommen.

    Abgeben geht nicht. Hatten wir schon mehrfach in unserer Addison-Gruppe. So einen Hund wird man nicht los. Den nimmt niemand. Zumindest nicht, wenn man ehrlich mit Aufwand und Kosten umgeht. Ein TA darf keinen fitten Hund (und das ist Gino unter guter Behandlung. Er ist voll belastbar, fröhlich, munter, fit wie ein gesunder Hund) einschläfern. Aber nur ein bisschen weniger Aufmerksamkeit, schlampen mit TA Terminen, nicht mitdenken bei Behandlungen, würden aus dem fitten Hund innerhalb kürzester Zeit einen Hund machen, den jeder TA bedenkenlos einschläfern würde. DAS meinte ich.

    Ja, zum Glück war das so, dass wir uns tatsächlich einen solch teuren Hund leisten konnten. Andere Menschen mit weitaus weniger Geld hätten andere Regelungen finden müssen.

    Absolut! Smilla hat ja jahrelang Medikamente im Wert von knapp 100€ pro Monat bekommen, weil sie 5kg (!!) wog. Keine Ahnung, was wir versucht hätten bei einem 30kg Hund...

    Und fairerweise muss man ja auch dazu sagen, man muss sich einen solchen Hund nicht nur leisten können, sondern auch leisten wollen. Bei uns dreht sich seit 4 Jahren mehr oder weniger alles um Gino und seine Erkrankung. Jeder Urlaub (bzw. machen wir fast nie mehr Urlaub) richtet sich nach seinen TA Terminen. Meine Arbeitszeit richte ich nach seinen TA Terminen. Weniger wichtige Luxusausgaben werden halt nicht gemacht. Klamotten werden halt nicht mehr gekauft, wir sind seit Jahren nicht mehr essen gegangen. Ist uns nicht wichtig, die Gesundheit unserer Tiere geht uns vor.

    In meinem Umfeld gibt es nur eine einzige Person, die Verständnis dafür hat. Jeder andere zeigt mir einen Vogel. Da wäre er schon lange lange tot. Was kein Problem wäre. Ich renne bei kleinen Auffälligkeiten zum TA. Da wird dann halt zusätzlich wieder mal eine Blutuntersuchung für 100 oder 200 EUR gemacht (was ihm schon mehrmals das Leben gerettet hat, weil wir dann sofort richtig handeln konnten). Ich habe nicht bis zum nächsten Abend gewartet, als ich keinen anderen Termin bei meiner damaligen TA Praxis bekommen habe, sondern bin direkt in die Klinik gefahren. Den Termin am nächsten Abend hätte er wahrscheinlich nicht mehr überlebt (Abszess im Rachen, leider sind mit der Erkrankung auch Wundheilungsstörungen verbunden).

    Darf ich fragen, was der hat?

    Morbus Addison. Durch die Addison Krise vor knapp 4 Jahren auch einen Herzschaden. Zusätzlich eine SDU (nennt sich bei Addison in der Kombination dann Schmitt-Syndrom, hatte Kennedy auch) und seit der Krise ist der Magen-Darm auch empfindlicher geworden.

    Zu deiner anderen Anmerkung: wir hatten einen 5 Jahre alten Tiguan Allspace. Beim Verkauf haben wir im letzten Herbst angesichts des irren Gebrauchtwagenmarkts dafür fast den 5 Jahre vorher gezahlten Neupreis bekommen und hatten auch unseren Focus Zweitwagen verkauft und kommen jetzt mit einem Auto klar. Ja, zum Glück war das so, dass wir uns tatsächlich einen solch teuren Hund leisten konnten. Andere Menschen mit weitaus weniger Geld hätten andere Regelungen finden müssen.

    Ich finde aber auch meine Hunde, bei ähnlicher Größe zu deinen, noch echt handlich. Die passen doch in nahezu jedes Auto.

    Die Rückbank muss bei uns groß und frei sein. Schwiegermutter ist schwerstbehindert und muss da guten Zugang und Platz haben. Die Hunde müssen also in den Kofferraum und dort sollten sie Platz und Sicherungsmöglichkeit haben, da sie oft im Auto mitfahren.

    Nur gemeinsam in den Beifahrerfußraum ist nicht.

    Hunde sind im Beifahrerfußraum nicht erlaubt. Auch nicht einer. Teilweise ist schon sehr abenteuerlich, was ich da so bei den Leuten im Auto sehe.

    Hunde sind nach gesetzlichen Regelungen Ladung und sind entsprechend wie Ladung zu sichern. Aus gutem Grund. Du möchtest nicht wissen, wie ein Mensch aussieht, der von einem herumfliegenden Hund getroffen wurde (leider muss ich mir beruflicherseits immer mal wieder solche Bilder anschauen)

    Das tut mir so leid :streichel: (Ich weiß nicht, ob das für euch in Frage käme, aber hier ist es in manchen Tierheimen so, dass für ältere oder kranke Hunde die Tierarztkosten für die neuen Besitzer übernommen werden, wenn man so einem Hund ein Zuhause schenkt.)

    Danke, das ist total lieb von Dir. :bussi:

    Aber so schlimm steht es eigentlich gar nicht bei uns. Wir haben nur leider ein unglaubliches Talent dafür, uns Tiere auszusuchen, die sich chronische, lebenslange und unglaublich teure Erkrankungen anlachen. Das war schon bei unseren Katzen so. Unser Großer hat in den letzten 4 Jahren knapp 30.000 EUR an Behandlungskosten gekostet. Und der ist grad mal 8 Jahre alt, dank Behandlung geht es ihm super und die Behandlung wird bis an sein Lebensende erforderlich sein. Die Lebenserwartung ist bei seiner Erkrankung (zum Glück) auch nicht eingeschränkt. WENN man vernünftig behandelt.

    Solange es da im Krankenversicherungsbereich keine Lösung gibt (und die gibt es derzeit nicht), werde ich mir nicht mehr das Risiko antun ein Tier zu haben, dass mich im Monat im Schnitt 500 EUR rein nur an Tierarzt kostet.