Beiträge von pauline31

    Aber versicherungstechnisch sind es Sachversicherungen.

    KFZ Versicherungen auch und die gibt es mit hoher Selbstbeteiligung. Wenn der Bedarf da ist (und sich gut verkaufen lässt) wird es auch Hunde-KV mit hoher SB geben. Warum denn auch nicht? Ist doch Vertragsrecht, was soll das mit Sache oder nicht Sache zu tun haben.

    Sowas wie Morbus Addison ist zum Glück äußerst selten.

    Tja, wäre es das mal. Es wird viel seltener entdeckt, als es tatsächlich ist. Die Hunde sterben dann halt an Nierenversagen, Herzversagen, Organversagen

    Selbst mein kleiner TA hat diverse Addison Patienten.

    Eine Autohaftpflicht habe ich nicht für nen 100€-Schaden, sondern für den Worst Case.

    Die hast Du, weil Du sie haben musst. Es ist eine Pflichtversicherung. Und das ist auch gut so.

    Ich bin eh ein Fan von manchen Pflichtversicherung. PH müsste m.E. auch Pflicht sein.

    Für eine derartig hohe Selbstbeteiligung könnte ich jeden Monat wegen Kleinigkeiten zum TA rennen

    Haha... Du hattest noch nicht viele Tiere (und alte Tiere) oder bisher seeeeehr viel Glück?

    Wir haben jetzt in einer Woche 1000 EUR ausgegeben. Was es ist, wissen wir noch nicht. Infekt oder Zeckenerkrankung. 2x großes BB (und es wird noch mindestens eins folgen). Zeckenprofil ist angefordert. Nachts am Wochenende Tierklinik mit Notdienstgebühr und 4-fachem Satz. Medikamente.

    Ich wäre sehr dankbar um eine KV mit hoher SB (für meine beiden Hunde bekäme ich natürlich keine mehr). 2000 EUR pro Jahr kann ich geplant stemmen. Bei unseren Summen für Morbus Addison Hund wird einem aber schwindelig. Hohe SB, niedriger Beitrag, unkündbar und Vollabdeckung ohne tausend Ausnahmen.

    Großbritannien wurde hier irgendwo mal diskutiert. Wenn ich da nichts falsch im Kopf habe, war hier eine Userin, die 3 Hunde versichert hatte. Deckungssumme Vollversicherung pro Hund war irgendwo bei 19.000 EUR pro Jahr und Beitrag für 3 Hunde unter 100 EUR. Also läpsch im Vergleich zu D.

    nicht alles was heute medizinisch machbar ist, ist auch gut für das Tier

    Ich finde das immer so unglaublich schwer zu entscheiden. Ich hatte mal eine autoimmunkranke Katze. Keiner wusste, was sie hat. Behandlungen ohne Ende, mehrere OPs. Das ging fast 2 Jahre so.

    Dann bin ich in eine ganz neu aufgemachte TA Praxis. Der TA hörte uns 1 Stunde zu, fragte nach und sagte nach der Stunde den unglaublichen Satz "ich glaube, ich weiß was sie hat". Und das war dann tatsächlich die Lösung. Für die nächsten 12 Jahre hat Pauli (der Namensgeber meines Avatars) kaum noch Behandlungen aushalten müssen. Mit 14 Jahren ist er dann mit einem für Rassekatzen normalen Alter gestorben. Waren die 2 Jahre zuviel für ihn? Oder wogen die guten 12 Jahren das auf?

    Cate wie geht es denn Emmi?

    Ich kann das ganz schlecht ertragen

    Absolut verständlich. Wir haben ja zumindest eine Grunddiagnose. Und an sich zwar eine dauerhaft recht teure Grunddiagnose. Aber eine, die gut behandelbar ist und ihn die meiste Zeit in keinster Form beeinträchtigt.

    Nur kommen halt immer wieder solche Zwischenkracher, die uns von jetzt auf gleich in Katastrophen befördern. Ich vermute mal, dass das an seinem kaum vorhandenen Immunsystem liegt, das jegliche eigentliche Kleinigkeit ausufern lässt. Tim hatte fast zeitgleich weichen und etwas schleimigen Kot. Mehr war nicht. Tim hat aber auch ein völlig intaktes Immunsystem, welches mit dem meisten Kram alleine fertig wird. Gino hat das nicht.

    Man denkt, es ist alles prima. Dann wird Hund urplötzlich lebensbedrohlich krank. Noch einen Tag zuvor hatte ich geschrieben, dass ich nicht von baldigem Ableben ausgehe. Mir war schon komisch, als ich das schrieb (so von wegen Beschreien). Demnächst lasse ich die Finger von solchen Beiträgen. Immer, wenn ich schreibe, dass alles gut ist, passiert irgendwas.

    Deine Formulierung, dass bei Emmi alles ausartet, ließ mich an Addison denken. So in Richtung autoimmun würde dazu ja passen.

    Jetzt sitzen wir grade beim Tierarzt, Emmi am Tropf, ich heulend 😳

    Oh wei. :streichel: Warum das jetzt? Wie macht sie das denn mit - die ganzen TA Besuche? Gino geht glücklicherweise gern zum TA. Die ständigen Blutuntersuchungen machen ihm nichts aus.

    Geht’s ihm (war es Gino oder Tim?) denn heute besser?

    Gino ist der Unglücksrabe. Heute etwas besser. Er frisst schon wieder recht gut. Wir waren eben eine Minirunde spazieren. Er ist noch deutlich schwächer, als normal. Aber es geht schon wieder.

    und ja, ich hätte nie gedacht, dass ich mal aus finanziellen gründen an einem nächsten Hund zweifeln würde...

    Ich kann dich supergut verstehen.

    Hier wird nach 4 Hunden keiner mehr einziehen, solange es keine KV gibt, die einen unkündbar absichert.

    Wenn man nicht reich ist, kann man sich solche Hunde einfach nicht mehr leisten bei den insgesamt gestiegenen Kosten. In einer Woche haben wir jetzt wieder 700 Euro ausgegeben. Und ich bin solche Schocks wie Samstag Nacht auch echt leid. Dafür sind meine Nerven nicht gemacht. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich gedacht habe, dass er den Tag nicht überlebt.

    Ich hoffe für dich, dass ihr Lösungen findet. Das macht einen ja auch völlig fertig, wenn man ständig rätselt, was der Hund denn bitte jetzt schon wieder hat

    gehts ihm jetzt hoffentlich wieder besser?

    Wir arbeiten dran. Freitag hat er mehr oder weniger durchgebrochen.

    Am Nachmittag beim TA gewesen. Großes BB völlig unauffällig. Prevomax gespritzt. Offensichtliche Schmerzen, nichts gefressen. Bauch weich.

    Nachts um 2 Uhr fing er wieder mit Brechen an trotz Prevomax. Kurze Zeit später ist er hinten zusammen gebrochen und konnte zunächst nicht mehr laufen. Da sind wir dann in die Klinik.

    Auch die Klinik tippt am ehesten auf einen sehr starken Infekt. Er hat Addison und bei ihm arten Kleinigkeiten in Katastrophen aus. Ich könnte ihn mit einer Stecknadel pieksen. Ich schwöre Dir, es wird ein Abszess draus.

    Gestern wieder beim normalen TA gewesen. Fieber ist weg nach AB. Es geht ihm so mittelmäßig. Zumindest frisst er wieder ein wenig.

    Theoretisch steht Fremdkörperverdacht im Raum. Müssen wir schauen, wie es weitergeht. Donnerstag haben wir wieder Kontrolle beim TA und Termin für das fällige Herz-US. In der Addison Krise hatte einen Schaden am Herzen bekommen.

    Sind schon echte Goldstücke.... :ugly:

    Wobei das Risiko für hohe Beträge schon massiv gestiegen ist.

    Mit der neuen GOT

    Zum einen das und man kann ja auch das sonstige Umfeld nicht vernachlässigen.

    Es hat sich (fast) alles zum Teil enorm verteuert. Die Tierarztkosten sind dann so der "Tropfen"....

    Und ich wage zu behaupten, dass wir auch im Bereich Versicherungen noch mit den Ohren schlackern werden. Die Versicherer fangen grad erst an Beiträge anzupassen. Und der Klimawandel wird sich auch beschleunigen. Manche Versicherungen wird es vielleicht gar nicht mehr geben oder zu so horrenden Preisen, dass sich kaum noch jemand das leisten kann. Und da reden wir nicht von Luxusversicherungen, sondern der Absicherung von Existenzen.

    Tierhaltung wird immer mehr zum puren Luxus werden. Ich bin jetzt schon manchmal sehr erstaunt, wer sich so alles Tiere anschafft und dann auch noch mehrere. Die Tierheime ächzen ja jetzt schon am Limit.