Beiträge von pauline31

    Zum Thema Stubenreinheit habe ich schon öfter gelesen, dass die bei Kleinsthunden länger dauert.

    Und ja, kleine Hunde müssen öfter raus als große Hunde. So zumindest meine Erfahrung.

    Was ja irgendwo auch logisch ist. Mal abgesehen vom schnelleren Stoffwechsel bekommen kleine Hunde im Verhältnis gesehen auch mehr Futter als große Hunde.

    Tim (6kg, eingezogen mit 1,9kg) musste in den ersten 9 Monaten wirklich alle 2 Stunden Pipi machen. Nach dem ersten Lebensjahr hat sich das dann verlängert. Aber so lange Aushalten wie mein Großer kann der auch heute nicht. Gino konnte schon als Welpe lange aushalten und musste nie wirklich dringend.

    Bei uns ist das wegen Garten einfach. Aber wenn es irgendwie für Dich machbar ist, würde ich anfangs wirklich möglichst stündlich rausgehen zum Erlernen der Stubenreinheit und dann halt sehen, womit sie an Zeitraum zurecht kommt. Eine Katzentoilette wollte ich nicht benutzen. Ich denke, mit so einer Katzentoilette wird das Erlernen der Stubenreinheit behindert.

    Ich hätte gern einen der sich durch mich Motivieren lässt auch 25x Sitz zu machen gegen nen Keks (übertrieben gesagt und solange der Akku vom Hund das natürlich zulässt ).
    Einen Hund der nach 5 Einheiten kein Bock mehr hat... der wäre nichts für mich.

    Okay, dann ist der Pudel definitiv raus. Sowas machen Pudel nicht mit. Das ist denen zu blöd. Wenn sie verstanden haben, was sie zu tun haben (und sie verstehen das im Regelfall sehr sehr schnell) dann möchten sie keine endlosen Wiederholungen. Sie langweilen sich dann schrecklich und werden manchmal ziemlich kreativ und gefrustet.

    Und ich kenne diverse Großpudel mit Ecken und Kanten. ;)

    Noch kurz zum Thema Fellpflege.... als ich Tim bekommen habe, hat es mir auch davor gegraust.

    Inzwischen mache ich das zum einen gerne, zum anderen sehe ich es als Chance.

    Als Gino ein Jahr alt war, hatte er eine ziemlich fiese Bänderdehnung am Hinterbein, die er sich beim Dummy zugezogen hatte.

    Wir waren mehrmals bei der Physio. Gegen Ende meinte die Physiofrau zu mir, dass sie noch nie einen so jungen Hund dort hatte, der soviel Vertrauen in seine Halterin hatte.

    Ich bin da natürlich mindestens 1m größer rausgeschwebt und war total gebauchpinselt.

    Im nachhinein gesehen glaube ich, dass dieses Vertrauen nichts mit einer besonders tollen Mensch-Hund Beziehung zu tun hatte, sondern das Resultat einer zumindest halbwegs gelungenen Fellpflege war. Ein Pudel muss sich überall anfassen lassen, ganz egal wo. Man popelt ihm mit Maschinen in den Zehenzwischenräumen rum, räumt die Hoden beiseite, hebt die Schenkel hoch, fummelt in und an den Ohren rum, hebt die Lefzen hoch. Er muss sich hinstellen, hinlegen, auf den Rücken legen. Und dabei sehr viel Geduld beweisen. Und er lernt dabei, dass anfassen nicht weh tut, sondern schön ist. Dass er sich auf seinen Menschen verlassen kann. Das ihm nichts passiert, egal was sein Mensch von ihm "einfordert".

    Auf der anderen Seite spart man sich aufgrund der fehlenden Haare das ständige (Ab)Saugen der Wohnung und Möbel, da kommt man letztlich schon auf einen ordentlichen Zeitgewinn.

    Zusätzlich muss man auch seine eigene Kleidung nicht von Haaren befreien. Und keine aus dem Kaffee angeln. ;)

    Für meine damalige Entscheidung für den Pudel war das "nicht haaren" kein Kriterium. Ich kannte bis dato nur haarende Hunde. Inzwischen täte ich mich tatsächlich schwer eine haarende Hunderasse hier einziehen zu lassen. Mir ist die Fellpflege sehr viel lieber als hier alles voller Haare zu haben.

    Also ich mag eigentlich nur kurz geschorene Pudel.

    Ja, das habe ich auch mal gesagt. Bevor ich selber welche hatte. xD

    Ich sehe halt ganz viele Pudelzuchten, wo die Hunde so ganz furchtbar aufgetakelt sind oder mir der Schnitt nicht gefällt. Teilweise sehen die Beine auch so komisch gestelzt aus.

    Irgendwelche Schnitte würde ich komplett ignorieren. Das ist einfach nur eine Frisur. Wie Deine eigene auch. Auf Webseiten siehst Du meist Pudel in Ausstellungsfrisuren. Das sagt nichts über die Qualität der Zucht, der Hunde oder sonstwas aus.

    Ist die Fellpflege beim GP arg intensiv?

    Nun ja, sie sind halt größer als Kleinpudel und haben dementsprechend mehr Körperfläche die gepflegt werden will.

    Recht einfach ist es, wenn Du kurz scherst. Da entfällt dann weitgehend oder ganz das Bürsten.

    Inzwischen würde ich bei einem Neukauf definitiv immer auch auf die Fellqualität der Züchterhunde achten. Ich hatte das Glück zwei Hunde zu bekommen, die nicht filzen und sich einfach bürsten lassen. Das war aber Zufall. Bei Ginos Filzphase (die tritt im Übergangsalter bei Junghunden auf) habe ich gemerkt, wie ganz ganz ganz schrecklich es ist, wenn man einen GP hat, der kein pflegeleichtes Fell hat. Wenn das nur in der Filzphase ist, ist das ja kein Thema. Die hört ja wieder auf. Lebenslang könnte ich mir sowas aber nur schwer vorstellen.

    Wenn sich der Pudel weich und flauschig anfühlt, dann steckt da oftmals schwer zu pflegendes Fell hinter. Außer bei den Blatas. Die haben generell im Schnitt zwar keine gute Wolle, filzen aber meist nicht. Leicht borstig wie ein Akopatz ist gut und schöne dicke Wolle, kein feines Seidenhaar. So rein grob gesprochen. Bei den fawn steckt oft (nicht immer, bevor sich hier jemand auf den Schlips getreten fühlt) schwierige Wolle dahinter. Bei den Weißen hast du beides. Von sehr gut bis sehr schlecht. Die Schwarzen haben zumindest oft recht gute Wolle.

    Wie welchem Rahmen bewegen sich denn KP von der Größe her?

    35 - 45 cm.

    15-20kg ist bei Pudeln schwer zu finden, oder?

    Nein, wenn es eine Hündin werden soll.

    Die Hündinnen bei Ginos Züchterin liegen bei 18-20kg und sind um die 58cm groß. Die Züchterin sagte mir mal, dass keine ihrer weiblichen Nachzuchten ausgewachsen über 20kg hätte.

    Das sollte nicht das Problem sein.

    Bedenken solltest Du aber, dass die Fellpflege bei einem GP schon durchaus eine andere Hausnummer ist, als bei einem Kleinpudel.

    Man sollte halt schauen, was man mag. Ich für mich habe festgestellt, dass ich mit einem Hund um die 60cm deutlich besser klar komme, als mit einem kleinen Hund. Tim ist wunderbar, ich wollte ihn um nichts missen. Aber ich hatte vorher immer große Hunde, dachte ein kleiner sei sinnvoller (weniger Arbeit, weniger Platz, weniger Kosten) und musste dann feststellen, dass mir größere Hunde mehr liegen.

    Dann hab ich vielleicht einfach nen Trampel

    Also trampelig im Sinne von "keine Körperbeherrschung" ist meiner nicht. Überhaupt nicht. Im Gegenteil weiß er sehr genau, welches Körperteil grad was macht.

    Er löst nur gerne Sachen körperlich, wenn das machbar ist. Er würde nie um etwas drumherum gehen, was man zur Seite schieben oder ziehen kann.

    Wäre er auch nur ansatzweise trampelig, dann würde Tim nicht mehr leben oder wäre schon mehrfach schwer verletzt worden bei dem Gewichtsunterschied. Tim hat klare Grenzen gezogen. Anrempeln, umrempeln, an den Ohren ziehen ist nicht. Also macht er das nicht. Allerdings braucht er da wirklich klare Grenzen.

    Ich habe allerdings auch einen recht temperamentvollen Vertreter seiner Rasse. Langsam kann der von sich aus nicht.

    2015 waren die Preise für einen GP von 1200 - 1600 EUR. Ich weiß aber nicht, inwieweit sich das inzwischen geändert hat.

    Für 1000 EUR allerdings wirst Du keinen GP vom VDH bekommen.

    Ich persönlich hätte da jetzt mit Kindern und GP keine Bedenken. Sind ja keine 40kg Wuchtbrummen.

    Und so gern mein GP körperlich agiert. Der kann auch anders. Bis auf zweimal einen Zusammenstoß und zweimal auf die Pfote treten hat er Tim (6kg) trotz wirklich wildester Toberei und Lauferei noch nie eine Locke gekrümmt. Und bei den wenigen Begegnungen mit kleinen Kindern war er ein Traum. Die durften einfach alles und er war ganz ruhig und vorsichtig.