Beiträge von pauline31

    Ich bin offen gestanden höchst neidisch, wie viele User es schaffen, das sie ihren Hund trotz Wild direkt vor der Nase abrufen können.

    Wobei das ja oftmals wenig mit "User hat etwas geschafft = Leistung erbracht" zu tun hat, sondern mit Glück (wenn man das als Glück betrachtet). Also bei mir war das jedenfalls nicht meine Leistung, dass Tim noch nichtmal durchstartet, wenn dem direkt vor der Nase was hochspringt und er abrufbar ist. Der ist halt so gestrickt.

    Bei Tim war normales RR Training samt ein wenig Impulstraining völlig ausreichend. Also das, was jeder mittelmäßig begabte und interessierte Mensch hinbekommt.

    Meine Hündin wiegt 33kg, mein Rüde 36kg.

    Unser Mantrailing Partner ist ein 2jähriger RR Rüde mit 48 kg :shocked: Und der ist nicht dick.

    Allerdings ist nicht so sehr das Gewicht das Problem, (ich hab schon weitaus schwerer Hunde problemlos gehalten,) sondern Krafteinsatz und Vehemenz.

    Bei meinem Rüden ist die blitzartige Reaktion und der Anschub der Hinterhaxen das Problem. Der entwickelt mit den langen Haxen einen enormen Antrieb.

    Meine Schäfis waren dagegen echte Schnecken.

    Ich würde den Wald nicht meiden.

    Perfektes Übungsgelände.

    Das geht mit 2 Hunden und zwei Schleppleinen.

    Das bewundere ich allerdings. Ich würde das nicht hinkriegen. Ich stelle mir 2 GPs vor, die so abgingen wie meiner und dann eine Horde Schweine, die den Weg im Galopp kreuzt. Ich wäre chancenlos mit Schleppleinen oder Flexis.

    Darum gehen wir tatsächlich fast immer zu zweit spazieren.
    Jeder nur einen Hund...

    Danke für Deine Erläuterung.

    Selbst bei meiner Gewichtsklasse (20-25kg) stelle ich mir das mit 2 langen Leinen sehr schwierig bis supergefährlich vor.

    Ich selber scanne kaum die Umgebung. Da meiner auf Sicht, Spur und Witterung geht, beobachte ich dafür ihn fast durchgehend.

    Bei uns sind extrem viele Wildschweine. Bei einer kürzlichen Jagd wurden in kleinem Gebiet bei uns innerhalb kurzer Zeit 126 Wildschweine geschossen. Das sagt vielleicht ein wenig darüber aus, welche Unmengen davon hier sind. Und die sehe ich im Wald nie, dafür ist da zuviel Unterholz. Und wenn ich sie sehe, dann sind sie im Galopp unterwegs. Und dann geht bei Gino auch nix mehr, dann hängt der schreiend auf zwei Beinen. Wildschweingeruch (den riechen wir auf fast jedem Spaziergang) kann er inzwischen aber recht gut tolerieren.

    Wir sind eh meist zu zweit unterwegs. Nur wird es halt schwierig, wenn einer mal längere Zeit ausfällt.

    Dass man EINMAL eiskalt erwischt wird, kann vorkommen.
    Aber schon zu wissen, dass der Hund jagt, und ihn trotzdem nicht entsprechend zu sichern, das kann ich nicht verstehen.

    Darf ich Dich mal fragen, wie Du das bei zwei Hunden der Gewichtsklasse mit zwei Flexileinen machst?

    So heimlich und leise denke ich immer mal wieder über einen zweiten GP nach. Nu habe ich aber ja einen Jäger, der in Wildgebieten ausschließlich angeleint läuft. Im Normalfall an der Flexi.

    Und wenn ich da einen zweiten GP erwischen sollte, der ebenfalls einen so ausgeprägten Jagdtrieb haben sollte, dann stelle ich mir das mit zwei so großen Hunden an der Flexi ziemlich anstrengend vor?

    Ich hatte schon Besucher mit Hund hier, die Stein und Bein geschworen haben das ihr Hund nicht jagt.

    Oooohh ja, wie dick ich das unterschreiben mag!

    Und ich hatte auch schon Besucher mit im Wald, die noch im Wald Stein und Bein geschworen haben, dass das liebe Tier nicht jagt. Während das liebe Tiere (von ihren Besitzern unerkannt) perfektes Jagdverhalten zeigte. Die Besitzer haben das aber gar nicht wahrgenommen. Während ich die Schweißperlen auf der Stirn hatte und gebetet habe, dass neben uns kein Wild hochgeht. Dann wäre das nichtjagende Tier nämlich definitiv weg gewesen.

    Dann dürfte man einen Hund ja nie frei laufen lassen.

    Na ja. Dein Post war so formuliert, als wenn Du davon ausgehst, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Sina jagen geht.

    Und wenn ich davon ausgehe, dass mein Hund bald jagen ginge, dann ist er bei mir halt an der Leine. Wenn Du doch nicht davon ausgehst, dann ist es ja gut. Dann kann sie natürlich weiter frei laufen.

    auch nicht Picasso und Rhea, die nicht mal einen Ansatz von Jagdtrieb haben.

    Darf ich fragen, warum Du diese beiden dann im Wald nicht ableinst? Reine Neugierde. :smile:

    und ich warte eigentlich nur darauf, dass sie mir zum 1. Mal durchstartet und dann nicht mehr hört.


    Bei mir wäre sie dann schon an der Leine. Ich würde nicht darauf warten.

    Tim darf überall frei laufen. Also da, wo keine Straße neben uns ist und keine Leinenpflicht gilt natürlich nur. Er jagt nicht. Nie. Wir hatten schon alles an möglichen und unmöglichen Situationen, er ist noch nie Wild hinterher. Wir sind fast täglich im sehr wildreichen Wald. Wir begegnen fast täglich Rehen. Uns haben schon Rehe angerempelt. Wildschweinen begegnen wir auch häufiger. Füchsen selten. Sie sind da, aber wir sehen sie nur sehr selten.

    Gino läuft im Wald an der Flexi. Er hat starken Jagdtrieb. Er ist noch nie Wild hinterher und hat noch nie aktiv gejagt. Was daran liegt, dass er dort wo mit Wild zu rechnen ist ausschließlich an der Leine läuft. Würde ich ihn dort ableinen, bin ich mir sicher, dass das größtenteils unproblematisch ist, weil wir sehr viel AJT betrieben haben. Ich bin mir aber auch sicher, dass er weg wäre, wenn in unmittelbarer Nähe ein Wildschwein hochgehen würde. Wie lange er weg wäre, kann ich gar nicht beurteilen. Vielleicht würde sogar der RR funktionieren oder das im Dummy eintrainierte "Stop". Ich werde es allerdings nicht austesten.

    Angedacht ist aber auf jeden Fall zum Geburtstag mal eine Kotuntersuchung auch auf Giardien.

    Warum das? Ich würde nie ein symptomfreies Tier behandeln und daher auch nie testen. Da bin ich mit Rückert völlig einig:

    "Diesen Punkt möchte ich noch einmal mit allem Nachdruck bekräftigen. Sowohl das Testen als auch die Behandlung eines symptomlosen Tieres sind unsinnig!"

    Giardien bei Hund, Katze und Mensch: Auf dem Weg zur Weltherrschaft? - Ulm / Neu-Ulm - Kleintierpraxis Ralph Rückert

    Gibt es hier jemanden, der Kotproben vom Hund auf Würmer untersuchen lässt, statt prophylaktisch zu geben?

    Ja, ich. Ich schiebe nie einfach auf Verdacht ne Wurmkur in die Hunde.

    Habe ich bei meinen 4 Katzen so gehandhabt und handhabe ich auch so seit 2013 bei den Hunden. 1x jährlich oder zwischendrin, wenn mir was komisch vorkommt. Das letzte Mal auf Würmer untersuchen ist ca. 1 Monat her und hat 19 EUR gekostet.

    Bei meinem TA bekommt man Röhrchen mit Löffelchen :ugly: dafür. Man kann aber auch Frühstückbeutel z.B. nehmen. Ich lasse immer eine Sammelkotprobe (3 Tage) untersuchen. Nicht auf Giardien, nur auf Würmer.

    Vielleicht habt Ihr ja auch schon etwas in der Art erlebt (was ich natürlich keinem wünsche) und weiß Rat? Hat meine Hündin einfach das Narkosemittel nicht vertragen oder war sie vielleicht total überdosiert?

    Wenn Du bisher große Stücke auf Deine Tierärztin gehalten hast, dann sollte das jemand sein, mit der man reden kann.

    Daher würde ich sie einfach darauf ansprechen und vielleicht findet sich im Gespräch dann ja die Lösung. Auch Deine Tierärztin wird sich Sorgen gemacht haben.

    Es kann auch eine Unverträglichkeit auf ein Narkosemittel gewesen sein (was vielleicht bei den vorherigen Narkosen nicht verwendet wurde). Eine meiner Katzen hatte allergisch auf Ketamin reagiert. Sie hat es überlebt. Es kam ein dicker Eintrag in die Akte, dass das nie wieder verwendet werden darf.