Beiträge von Gandorf

    Diese „echte, seriöse Zucht“ hat zur Ausprägung etlicher echter, seriöser Qualzuchtrassen und Rassekrankheiten geführt.

    Da gibt es plötzliche viele Merkmale die wichtiger sind als funktionstüchtige Organe. Das lässt sich dann relativieren mit: „Welcher Hund ist schon perfekt?“

    Interessante Prioritäten?!

    Ich fände es schon gut, wenn es zumindest folgende Statistik aktuell öffentlich gäbe:

    Anzahl betroffene Hunde

    Anzahl Träger Hunde

    Anzahl freie Hunde

    Anzahl Status unbekannt

    Ein Hund der verstirbt, bevor er getestet werden kann oder bevor sich das Problem äußern kann, ist dann eben „Status unbekannt“.

    Genauso wie alle deren Besitzer da nicht mitmachen wollen/können.

    Kann ja bei entsprechenden Zahlen auch ne Werbung für eine Rasse sein oder zumindest eine erfreuliche Entwicklung aufzeigen.

    Verglichen mit der Empörung, die es auslöst, wenn ein Hund ohne medizinischen Grund kastriert wird,

    finde ich es interessant, wie entspannt man es sieht, wenn man Hunden züchterisch ihre Blut-Hirn-Schranke amputiert.

    Das fehlende P-Glycoproteins betrifft noch weitere Organe.

    Es führt zu erniedrigden Kortisolwerten im Blut. Es besteht der Verdacht, dass diese Tiere häufiger an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen bekommen.

    Und wozu? Für weiterhin geschlossene Zuchtbücher?

    Wie schützt man dann gegen Zecken?

    Und frägt man jeden anderen Hundehalter, welches Floh oder Zeckenmittel der andere Hund im Fell hat, bevor sie miteinander spielen?

    Aber wenn es zu -/- keine Alternative mehr gibt wegen Epilepsie, MDR, Genpol,.. ist das schon traurig.

    Ist eine - /- Verpaarung dann nicht auch eine Qualzucht mit einer lebenslangen Einschränkung?

    Es handelt sich um eine Empfindlichkeit auf Arzneimittel. Ich finde persönlich wirklich schwierig, daraus eine Qualzucht zu konstruieren.

    Ich meine, als Schlachtpferd eingetragene Tiere sind doch nun auch keine gequälten Tiere, nur, weil sie nicht alle Medikamente bekommen dürfen. Bei sämtlichen Nutztieren gibt es Einschränkungen im Bereich Arznei.

    Was heißt keine Alternativen. Manchmal ist das eben so. Ich bin auch für offene Zuchtbücher. Sie sind aber nun mal nicht offen. Man kann als Züchter nur das beste draus machen und schauen, wo die eigenen Prioritäten liegen. Dass da nicht immer alle konform miteinander gehen, ist ganz normal.

    Das wären sie (die als Schlachtpferd eingetragenen Pferde) aber,

    würde man die Eintragung nicht ändern sobald nötig — oder sie schon vorher oder eben dann schlachten.

    Fuchshexchen

    Es sind aber nicht alle Dalmatiner taub.

    Auch nicht die Meisten.

    Noch nicht mal die Hälfte.

    Sondern tatsächlich die Allerwenigsten mit sinkenden Zahlen.

    Bei deinen Kriterien „es darf keine rassetypische Krankheit geben, egal wie Wenige betroffen sind“,

    darf man gar keine Hunde mehr züchten. Keine einzige Rasse (und auch keine Mischlinge).

    Fuchshexchen

    Weil‘s noch mehr Rassen gibt, die mit rassetypischen Krankheiten behaftet sind, deren Erbgang schwerer zu erfassen ist als „verpaart halt keine zwei Trägertiere“.

    macht das eine Krankheit schlimmer oder besser? Nein. Nur weil andere Rassen auch andere Krankheiten haben, wird eine Beeinträchtigung doch nicht auf einmal weniger schlimm?

    Welche Rasse kennst du, die NICHT einen gewissen Prozentsatz einer bestimmten Krankheit (Epilepsie, etc) hat?

    Fuchshexchen

    Weil‘s noch mehr Rassen gibt, die mit rassetypischen Krankheiten behaftet sind, deren Erbgang schwerer zu erfassen ist als „verpaart halt keine zwei Trägertiere“.

    Nachdem Dalmatiner mehrheitlich hören, kann‘s an den Punkten allein nicht liegen.

    Vor allem, wenn man durch Zucht die Quote der beeinträchtigten Tiere anscheinend senken kann.

    Was ist dann mit Epilepsie und Addison? Da war es bis dato auch nicht möglich, das aus einer Rasse rauszuzüchten.

    Es trifft aber manche Rassen viel öfter als andere.

    Noch mal, es ging mir nicht darum, den Dalmatiner als QualzuchtRasse zu bezeichnen.

    Ich finde nur einfach die Aussage, das Taubheit schon nicht so schlimm wäre, kritisch. Weil das einen Rattenschwanz von " so schlimm ist das doch gar nicht" hinterher zieht.

    Anlass war, dass gefordert wurde, man dürfe den Dalmatiner nicht mehr in Rasseberatungsthreads vorschlagen, weil Qualzucht.

    Daraus schließe ich: keiner soll mehr einen kaufen, die Zucht soll eingestellt werden.

    Denn schließlich kann man nicht ernsthaft zu jemandem sagen: „Dalmatiner würde passen. Du unterstützt halt dann eine Rasse, die wegen ihrer Punkte nur als Qualzucht gezüchtet werden KANN.“

    Herzlichen Glückwunsch 🎈 und viel Freude am neuen Familienmitglied.

    Finde ich spannend, den Tenor hier: Begleithund - Wesen wurscht, Arbeitshund - Wesen voll krass wichtig.

    (Kleine Hilfe für Lesende: Wer diese Aussage überzogen in der Darstellung findet - Kreuzgewitter, das habe ich voll mit Absicht gemacht. :p)

    Ich finde auch, dass es hier teilweise in diese Richtung angeklungen ist - die gleiche These taucht immer auf, wenn es um Tierschutz-Zucht geht … wer nur einen netten kleinen Familienhund sucht, könne ja problemlos im (Auslands-)Tierschutz fündig werden 😳 …

    Mich wundert es immer etwas, weil Familienhund ist in meinen Augen ein echt schwieriger Job (jedenfalls wenn Familie mehr als zwei Personen sind und eventuell auch deutlich Action ist) - und wenn es schief geht, dann kann es wirklich richtig doof sein (für Hund und Familie).

    Familien, Häuser, Tagesabläufe und Hundehalter sind extremst unterschiedlich.

    Genauso der Zeitpunkt, wann der Hund einzieht.

    Gibt Gebrauchshunde, die in Familien mitleben, und es gibt Familien die können aktuell eigentlich gar kein Tier aufnehmen.

    Die Unterscheidung ist so perfide menschlich,

    weil es für die Tiere so ÜBERHAUPT nicht besser ist, wenn die Rassepopulation für ihre Gesamtheit krankgezüchtet wurde, statt nur für ein Merkmal.