Beiträge von Gandorf

    Es gibt einfach Situationen die schnelles und umsichtiges Handeln erfordern

    Genau deshalb geht hier auch Sohn nicht mit dem Hund raus, der wäre schnell überfordert.

    Im Grunde musst du bereit sein, deinen Hund mit allem zu verteidigen, was du hast und Gefahren schon vorher erriechen, wenn du öffentliches Pflaster betreten möchtest. Krass, wo unsere Welt hingekommen ist.

    Genau DAS.

    Ich bin hin- und hergerissen:

    Wie es ist:

    Mulder darf nur mit Leuten Gassi gehen, denen ich zutraue gesund, stark und alt genug, reaktionsschnell und skrupellos genug zu sein, ihm im worst case wenigstens das Leben retten zu können.

    (hier cruisen derzeit Weimaraner und HSH, wir hatten auch schon Mali und Riesenschnauzer, alle toben schon auf große Entfernung los)

    Allen warne ich ein Kind — eigentlich auch Jugendliche— jemals allein mit Hund Gassi gehen zu lassen. Du weißt nicht, wem sie begegnen.

    Wie es sein sollte:

    Wir sind doch nicht im Dschungel oder fernab jeder Zivilisation?!

    Wer Mulder führen kann, sollte mit ihm gehen dürfen. Wenn ein Kind reif und kräftig genug ist, sollte es mit seinem Havaneser eine Runde gehen dürfen.

    Aber nein. Doch eher Dschungel.

    Die Rasseclubs verlieren weiter an Bedeutung.

    Gesundheitstests werden beim TA eingekauft und selbst bewertet.

    Wenn ein Käufer ein hübsches Zertifikat will, lässt sich das selbst malen oder von einem “Promi” unterzeichnen.

    Leistung wird sehr speziell nach Interessengruppe ermittelt.

    Eventuell gibt es Clubgründungen zu den Interessengebieten: Unterstützung bei Zucht und Vermarktung, oder Sport.

    Aber keinen wird dort interessieren, welche Rasse man züchtet, geschweige denn ob der Hund volle Papiere hat.

    Hallo Ihr Lieben,

    Eure Einschätzung ist gefragt:

    Was wird die Hundezucht in 30 Jahren bewegen?

    Oder sogar früher?

    Think big!

    Die Wetten werden hier angenommen.

    Wir können dann in 2, 5, 10… Jahren schauen, wer gut geraten hat.

    ( ;) zu gewinnen gibt es nichts — außer Ruhm und Ehre natürlich :D )

    Die Lose, die ich ins Rennen werfe:

    1. Borderpaps werden sowohl die Mini Aussies als auch die meisten Mitläufer-Border vom Markt verdrängen.

    2. Der beliebtesten Mitläufer hat auf alle Fälle große Stehohren und kurzes, maximal Stock haariges Fell.

    Nicht zu eng verpaaren, ist ein sehr einfacher Grundsatz.

    Keine Körperlichen Extreme provozieren, wäre ein weiterer, sehr einfacher Grundsatz ohne den es den Thread nicht gebe.

    Nicht Schönheit, und auch nicht Leistung (die „andere Art“ von Schönheit ;) ), vor Gesundheit.

    Also ein einfacher Grundsatz, zumindest verglichen mit tieferem Wissen über Genetik, das hier angesprochen wurde.

    Du schreibst ja selbst: „die einfachsten Grundlagen“.

    Offene Zuchtbücher sind/waren bei Arbeitshunden die Basis für die Zucht. Ist also ein altes, funktionierendes System.

    Das Problem in meinen Augen: Es wurschteln zu viele herum, die über Genetik nur oberflächliches Wissen haben. Man muss ja auch nicht viel wissen um Optik xy zu erzeugen. Tiefergehende Kenntnisse dazu: Unnötig.

    Und wie mies das Wissen von Züchtern ist, darf ich jeden Tag in einer Facebook-Züchtergruppe lesen. Eine Gruppe, in der nur seriöse Züchter sein dürfen. Gruselig, was man da liest. Wirklich gruselig.

    Und wie alt ist unser aktuelles Wissen über Genetik?

    Sicher nicht viel älter als 200 Jahre. 2-3 Menschenleben.

    Aber wie alt sind unsere Hunderassen?

    Da reichten eine Handvoll Grundprinzipien.

    Tut es auch heute noch. Auch wenn sich manche Hobbyisten gleich mehrere akademische Grade verleihen würden.

    (Ganz ohne echtes Studium versteht sich.)

    Der Kromfohrländer geht auf nur zwei Hunde zurück in den 1950er Jahren. Die zweite Generation waren Vater/Tochter-Verpaarungen. So eine enge Zuchtbasis muss einem zwangsläufig auf die Füße fallen, wenn man nicht massig Einkreuzungen zulässt.

    wobei man sagen muss, dass so eine enge Zuchtbasis bei vielen Rassen normal ist. ABER eben dann a) massiv aussortiert (da hat sich vor über 100 Jahren noch niemand großartig ethische Gedanken gemacht) und b) viel eingekreuzt wurde.

    Es ist leider immer ein Problem, wenn junge Rassen sich zu früh dem VDH anschließen. Der VDH ist für sowas leider viel zu unflexibel.

    Ich hab manchmal den Eindruck, dass strenge Zuchtselektion immer damit gleichgesetzt wird, dass eine große Anzahl Welpen unethisch gekeult wird.

    Das ist doch in heutigen Industrieländern völlig überflüssig?

    Genetisch reicht es völlig, wenn ungeeignete Hunde ihren Weg nicht in die Zucht finden.

    „später“ wird es bei einer etablierten Rasse auch so sein, dass die meisten Hundehalter keine Züchter sind.

    Desweiteren müssen die Hunde erstmal 1-2 Jahre mindestens alt werden, bis man sieht, wie sich Temperament und Fell entwickeln. Und die Gesundheit.

    Schließlich geht es auch nicht nur um die eine Hündin, sondern man möchte doch wissen, was sich bei ihrer Sippschaft generell durchschlagend vererbt.

    Und ob Nervenstärke oder Skepsis häufig auftretende Eigenschaften sind, erkennt man auch an den Nachkommen, die nicht in die Zucht gehen.

    Wenn nicht alle NK-Besitzer brav Kontakt halten, braucht man neben besserer Aufklärung sowieso mehrere von ihnen.

    Jede Tierart, die in Gruppen lebt, hat eine Gruppengröße ab der einzelne Tiere abwandern oder ab der die Gruppe auseinander bricht und sich teilt.

    Ich finde es absolut einleuchtend, dass es bei Hunden nicht anders ist.

    Du kannst von den liebsten und rücksichtsvollsten Menschen in nem Riesenhaus umgeben sein,

    wenn’s zuviele sind, hast du das Gefühl, du lebst in nem Hauptbahnhof.

    Der Thread dreht sich halt auch nicht darum wenn es 4 oder 5 Hunde sind sondern 10-15. Das die meisten Hunde durch Artgenossen einen Vorteil haben bestreitet niemand.

    Sagt wer?

    Du? (das meine ich jetzt nicht zickig, ich weiß nur nicht, wie ich es anders formulieren soll.

    Also bitte eher als ganz normale Frage lesen.)

    Meinst du nicht auch, dass es wenig/weniger Leute gibt, die anzweifeln, dass bei 3-4 Hunden jeder zu seinem Recht kommt,

    und ziemlich viele/sehr viele Leute, die das bei 3x4 Hunden bezweifeln.

    Insofern wenn jemand sagt: Mein Mann und ich kommen mit 4 Hunden zurecht,

    dann hat daran auch kaum jemand gezweifelt.

    Und 3-4 Hund-Haushalte sind gefühlt auch häufiger, als 8-10 Hund-Haushalte.

    Wenn es so Leute gibt wie mich, dann hat bei all denen das neue Tierschutzgesetz schon gegriffen:

    EIGENTLICH bin ich der hard care Naturalist. Back to the Roots.

    Auch wenn das bedeuten würde, dass es nur noch borstige, mittelgroße Wolf-Fuchs-ähnliche Hunde, ohne besondere Winkellungen und Proportionen, in grau-braun geben würde.

    Ich frag mich sogar, wie es eine Tierart psychisch und körperlich bearbeitet sein muss, wenn die Wildform täglich 20km läuft und der domestizierten Form, je nach Rasse, der Garten reicht.

    So, und jetzt bin ich mehrfach Hunden einer Rasse begegnet — Bouvier des Ardennes — Wesen und Temperatur für mich das Absolute Non Plus Ultra.

    Ja. Mit gezüchtet kurzen Ruten. Sch*****

    Und wenn ich jetzt JEMALS auf die aberwitzige Idee gekommen wäre:

    „Jo, ich such mir halt einen mit normal langer Rute (kommt vor), und reformiere dann die Rasseclubs von innen, damit ihre Hunde lange Ruten haben dürfen.“

    Wäre das wegen der Aussichtslosigkeit eine absolute Schnapsidee gewesen.

    Da braucht’s echt Scharen an „neuen“ Interessenten.

    Aber spätestens das neue Tierschutzgesetz „rettet“ mich davor.

    Warum den - nur in meinen Augen ;) - tollsten Sporthund anschaffen, wenn fortan ständig auf der Kippe steht ob ich mit ihm starten darf?!

    Turniere betreffen jetzt nur die Hundesportler, ob wohl da nicht nur Schleifen, sondern auch viel Geselliges und Fachliches mit dran hängt.

    Ausstellungen betreffen dann schon eine breitere Menge.

    Klar, züchten geht auch mit ganz wenig Ausstellungsergebnissen.

    Aber wenn man den tollsten Hund — oder gleich einen ganzen Wurf davon hat — will man diese Begeisterung nicht mit irgendwem teilen?

    Nein weil ein Tag nur 24 Stunden hat vollkommen egal ob man das wahr haben möchte oder nicht

    Erinnert mich an ein Elternpaar, die haben Kind Zwillinge Kind Kind bekommen - die hatten drei Kinder in einem ähnlichen Alter, davon ein Zwillingspaar und dachten danach "Hey, da wollen wir mehr von!"
    Die Kinder studieren inzwischen übrigens alle (oder sind schon fertig).
    Und ich meine mich zu erinnern, dass die Mutter auch ein Pferd hatte? Oder Reitbeteiligungen? Irgendwas in die Richtung. Kleine Haustiere hatten sie auch.
    Deren Tag hatte auch nur 24h. Wie die das gewuppt haben, kann ich mir persönlich nicht vorstellen - haben sie aber. :ka:

    Können wir da Menschenkinder mit rauslassen, bitte?

    Weil kein Hund sich jemals eine wärmende Jacke selbst anzieht, die Zähne putzt, seinem Geschwisterchen ein Glas Wasser reicht.

    Des Weiteren gibt es für Hunde kein Jugendamt, keine Kindergärten, kein Kindergeld, keine verpflichtenden U-Untersuchungen — und keine Schulpflicht um ein Mindestmaß an geistiger Anregung, sozialen Kontakten und Versorgung zu garantieren.