Beiträge von Gandorf

    Phonhaus

    Es hat doch jeder die Möglichkeit für sich zu antworten:

    “Ich find’s auch bei Rasse xyz nicht tragisch, wenn die Situation nicht 100% ist.“

    Oder mal bewusst in sich hineinzuspüren, dass man bei manchen Rassen eben nur entspannt ist, wenn man vorher wie du “das Gespräch mit dem Halter gesucht” hat.

    Wenn man denn so ehrlich sein möchte.

    ———————

    In meiner Verwandtschaft gibt’s ein kleines Modell, wie es gesamt gesellschaftlich laufen kann, wenn man auf die Prämisse pocht “Alle Rassen sind gleich”.

    Im Haus meiner Schwiegereltern wird die Erdgeschosswohnung frei.

    Da möchten sie aber nicht gern einen Hund wohnen haben, der ihnen Angst macht. Und auch wenn wir mit Mulder zu Besuch kommen, soll das nicht jedesmal ne angespannte Situation sein.

    Jetzt könnte man allen zukünftigen Mietern auf den Zahn fühlen. Und ob sie nicht nur “schön daher reden”, sondern ihren Hund auch wirklich erzogen haben.

    So ein “Test” ist natürlich übergriffig und geht gar nicht.

    Also könnte man bestimmte Rassen und Rasse-Mixe ausschließen. — Gesetzlich auch nicht durchsetzbar.

    Folglich haben auch alle Bewerber mit harmlosen Schnuffeln Pech gehabt:

    Die Wohnung wird an Leute komplett ohne Hund vermietet.

    Angeblich gibt’s in Österreich die ersten Städte mit sowohl Maulkorb als auch Leinenzwang.

    Für alle.

    So läuft’s halt dann.

    Zu sagen “8 Tote” (also vom Hund getötete, plus Schwer verletzte, plus Dunkelziffer “grad noch gut gegangen”), bitte alle Rassen gleich und bitte sollen sich alle nur noch fachmännisch auf der Straße bewegen

    — ist doch eine knallbunte Illusion.

    Ähnlich wie bei den Qualzuchten ist die Zeit flott am ablaufen, wenn sich kein anderes Thema ergibt, dass erstmal dringlicher erscheint.

    Wissenschaftlich ist alle ANDEREN Unterschiede auszuschließen, wenn man EINEN Faktor untersucht.

    Nö. Was du sagen willst..bei kausalen Zusammenhängen müssen Störvariablen ausgeschlossen werden. Unterschiede werden nicht ausgeschlossen, es geht ja in diesem Fall darum, welche Faktoren überhaupt erst zu Unterschieden führen.

    Also wenn man eine Häufung von Zwischenfällen mit Kampfhundrassen mit schweren Verletzungen sieht, würde das bedeuten, dass hauptsächlich unverantwortliche Hundehalter eine Kampfhundrasse wählen.

    Die Aussage ist ja noch kritischer… ?!

    *Waldi*

    Dir ein besonderes Dankeschön für den Blick hinter die Kulissen, wie Zeitungsarbeit funktioniert.

    Es macht mir große Sorgen, wenn einerseits Misstrauen in die etablierten Medien und die akademische Wissenschaft geschürt wird,

    die Alternativen dazu aber nicht vorhanden bzw. haarsträubend sind.

    Was ist an der Forderung nach evidenzbasierter - also auf Zahlenmaterial basierender - Gefährdungsanalyse „Misstrauen in die akademische Wissenschaft schürend“ oder gar haarsträubend? :???:

    Das würde natürlich unter Umständen stattfinden, die irgendwie standardisiert (replizierbar) sind und möglichst alle Störfaktoren ausschließen.

    :D Und dann kommt natürlich irgendein Schlaumeier ums Eck, der sagt:

    Aber unser Leben ist ganz anders.

    Das muss mein Hund gar nicht können.

    Mein Geschirr ist viel ergonomischer geformt.

    Unsere Zuchtlinie ist ganz anders.

    Wenn man den Hund vegan ernährt ist der nicht so.

    Das viele/wenige Gassigehen in fremder Umgebung hat ihn schon vorher irre gemacht.

    Das ist eine spezielle Rasse. Profis machen halt xyz von Welpen an, dann funktionieren die.

    Und so weiter…

    Wenn der Fahrer top ist, ist ein LKW auch nicht gefährlicher als ein Fahrrad.

    Da es aber mehrheitlich Leute gibt, die nicht freiwillig genug Übungsstunden nehmen, gibt es für Autos und PKWs verpflichtende Führerscheine, für Fahrräder nicht.

    Auch ein Fahrrad kann jemanden töten, wenn die Umstände entsprechend und die Geschwindigkeit hoch genug ist.

    Trotzdem sagt man nicht: Alle Fahrzeuge sind gleich gefährlich.

    Wissenschaftlich ist alle ANDEREN Unterschiede auszuschließen, wenn man EINEN Faktor untersucht.

    Dieses Prinzip muss man verstehen und berücksichtigen wollen, sonst macht ein Experiment keinen Sinn.

    Wenn du sagst:

    Ich entscheide je nachdem, wie das Gespräch mit dem Besitzer verläuft, ist das keine Situation mehr, die zeigt, dass du der These Alle-Rassen-gleich wirklich vertraust.

    Das ist so, also ob man ein Grippe-Medikament testet, und die eine Gruppe muss arbeiten und die andere darf zuhause bleiben und sich ausruhen.

    *Waldi*

    Dir ein besonderes Dankeschön für den Blick hinter die Kulissen, wie Zeitungsarbeit funktioniert.

    Es macht mir große Sorgen, wenn einerseits Misstrauen in die etablierten Medien und die akademische Wissenschaft geschürt wird,

    die Alternativen dazu aber nicht vorhanden bzw. haarsträubend sind.

    Was ist an der Forderung nach evidenzbasierter - also auf Zahlenmaterial basierender - Gefährdungsanalyse „Misstrauen in die akademische Wissenschaft schürend“ oder gar haarsträubend? :???:

    Es gibt ja zwei so beliebte Totschlagsargumente:

    “Die Zeitungen berichten NUR wenn ein Kampfhund/Gebrauchshund beteiligt war.”

    “Wissenschaftler forschen unter weltfremden Bedingungen und trainieren selber keine Hunde, weshalb sie von denen keine Ahnung haben.”

    Das meinte ich.

    Generell steht ja die Wissenschaft, gerade die Medizin, unter dem Generalverdacht in der Hand großer Wirtschaftskonzerne zu sein.

    Anderer Punkt:

    5% der Befürworter mögen das wirklich glauben, aber die restlichen 95% die sagen, keine Rasse sei per se riskanter, unterscheiden in ihrem Alltag sehr wohl nach Größe, Gewicht und rassetypische Merkmale, was sie bereit sind zu riskieren.

    (Vielleicht nicht, wenn der Hund defensiv freundlich ist, oder ein bekannter Hundetrainer dran hängt. — Aber spätestens wenn geknurrt wird oder der Besitzer offensichtlich nichts taugt.)

    Und dass sie dazu nicht ehrlich stehen (können), finde ich je nach Tagesstimmung

    heuchlerisch bis amüsant.

    Quizfrage:

    Ein Hund klaut euch im Park eure Frisbee-Scheibe.

    Bei welcher Rasse beugst du dich runter und nimmst sie dir wieder?

    A Chihuahua

    B Pudel

    C Rottweiler

    Ein Hund stakst in Imponierhaltung über die Straße. An der Leine hat ihn ein schlacksiger Teenie.

    Bei welcher Rasse kommst du lieber 15min zu spät zu deiner Verabredung, weil du lieber kurz wartest, bevor du deinen Hund aus dem Auto holst?

    A Jack Russel

    B Border Collie

    C Dogo Argentino

    Ihr hattet einen schönen Nachmittag im Biergarten, auch wenn es völlig überfüllt war.

    Du willst zum Ausgang und hast drei Möglichkeiten, bei jeder musst du an einer quirligem jungen Familie vorbei unter deren Stuhl ein Hund liegt.

    An welcher Rasse drückst du dich vorbei?

    A Malteser

    B Collie

    C American Stafford

    *Waldi*

    Dir ein besonderes Dankeschön für den Blick hinter die Kulissen, wie Zeitungsarbeit funktioniert.

    Es macht mir große Sorgen, wenn einerseits Misstrauen in die etablierten Medien und die akademische Wissenschaft geschürt wird,

    die Alternativen dazu aber nicht vorhanden bzw. haarsträubend sind.

    Ein eigenes Thema,

    weil sich hier verschiedene Themen vermischen:

    gefährliche Hunde, Qualzucht, die Tierschutzvereine, Welpenhandel, ökologischer Fußabdruck und höfliches Verhalten als Hundebesitzer.

    Anlass für mich:

    Ein sehr sympathischer Jan Dießner interviewt Rütter, der natürlich weiß, wie man Stimmung in der Main Stream Gesellschaft macht.

    Was ich mir dabei denke: Vielleicht gibt es in der Masse der Menschen noch so viel Aufklärungsarbeit zu leisten,

    dass man die Leute heillos überfordern würde, wenn man ihnen die Hundewelt in ihrer ganzen realen Vielschichtigkeit darlegt.

    018: Brauchen wir einen Hundeführerschein, Martin Rütter? – The Petfood Family - der Hunde-Podcast – Podcast
    Wir sind überglücklich, Martin Rütter bei uns im Podcast begrüßen zu dürfen! In dieser großartigen Folge unterhalten sich Jan und Martin über ein Thema, das…
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