Hier glauben vielleicht einige, dass Hunde nur deswegen Zackig gehorchen *obwohl* sie das eigentlich nicht möchten.
Ist euch schon einmal der Gedanke gekommen, dass es den Hunden vielleicht gar nichts ausmacht, Dinge schnell zu tun?
Wenn ich Mulder bei uns im Wohnzimmer mit Holzboden ein leises "Platz" sage, dann lässt er sich fallen, dass man es richtig rumpeln hört.
(Deswegen sagt das auch niemand zu ihm, wenn er auf hartem Boden ist. Ich hab auch meine Eltern darauf hingewiesen, da aufzupassen.)
Zuschauer sagen: "Wahnsinn, wie der folgt!"
Aber die Wahrheit ist, dass er sich auch in seiner Freizeit und schon als Welpe immer so hinlegt. - Entweder er will stehen, dann springt er auf, oder er will liegen, dann lässt er sich fallen.
(Ausnahme, wenn er sich zum Schlafen einrollt, dann dreht er sich und legt sich langsamer.)
Wenn er über die Straße trabt und seitlich etwas Interessantes riecht, dann stemmt er sofort alle vier Beine in den Boden und läuft im rechten Winkel ins Gras.
Warum? Weder der Erdboden noch das Pipi anderer Hunde laufen ihm weg, wenn er es langsamer täte. Aber er tut etwas, dann zackig, oder eben nicht.
"Kommandos" sind für ihn *Chancen*. Wenn er die hört, kann er mich dazu bringen ein Spielzeug oder ein Leckerli oder ein albernes Rennspiel rauszurücken. Alles Dinge, die ihn freuen. Also wieso sollte er sich die entgehen lassen?
Aktionen, die sich für ihn schon mal gelohnt haben (Fuß gehen, Platz machen etc) macht er auch mehrmals, in der Hoffung, dass wieder etwas Leckeres oder Lustiges dabei herausspringt. Ist leider nicht immr so.
Wie viele Menschen, die seit Jahren Lotto spielen. - Und das lohnt sich ja auch nicht immer!
Er findet wohl den Spieleinsatz nicht so teuer, bzw die Dinge, die ich ihm beigebracht habe, nicht so anstrengend.
Und man kann nun wirklich nicht sagen, Menschen zeigen beim Lottospielen Kadavergehorsam, weil sie es mehrmals tun auch wenn es sich nicht jedesmal lohnt.