Es geht um die Strecke, die der Hund noch zurücklegt (egal wie) nachdem du das Kommando gegeben hast.
Wobei je nach Richter etwas berücksichtigt wird: wie schnell der Hund war und was seine rassetypischen Möglichkeiten sind.
Beim Rutschen ist halt klar, dass das ein bemühtes Bremsmanöver ist.
Allerdings besteht zusätzlich das Risiko, dass die Hinterpfoten unter den Bauch rutschen — und statt es “steh” es wie ein halbes “sitz” oder “Platz” aussieht.
Manche Hunde sind halt schnell. Punkt.
Und Hunde, die leicht zu motivieren sind und viel Arbeitseifer entwickeln, sind meistens schnell.
Im Dressurreiten wird der Ausdruck — also wie cool es aussieht — stark mit gewertet. Nicht nur die regelkonforme Ausführung.
Im Dummysport kann einen Hund 100% korrekt arbeiten. Wenn er keinen Fehler macht, aber zu langsam läuft — hier spricht man von “Style” — kann es bis zu 50% der Punkte kosten.
An und für sich, soll ja im Obedience Rassegerecht gerichtet werden.
Trotzdem hatte ich irgendwie ein komisches Bauchgefühl, wenn Rutschtraining so eine zentrale Rolle einnimmt.
Klar, jeder Sport muss sich irgendwo hin entwickeln, sonst wird’s fad.
Was wird das Neue sein?
Quo vadis Obedience?