Ist der Geschädigte in der Pflicht die Anschrift des Hundehalters genau zu bestimmen?
Müsste man ihm auflauern und bis zum Haus verfolgen, oder reicht Hunderasse/Hundebeschreibung und Straße?
Erledigt das OA den Rest, oder braucht es eine Anzeige bei der Polizei?
Hundebisse sind wegen Keimen riskant. Sofort zum Arzt gehen ist wichtig, damit bis in die Tiefe desinfiziert wird. Eventuell braucht es Antibiotika und der Arm oder das Bein muss ruhig gestellt werden.
Wenn der Schmerz nachlässt, erscheint einem das oft übertrieben, aber eine Blutvergiftung oder eine sich in den Muskel ausbreitende Infektion sind nicht so unwahrscheinlich und machen noch viel weniger Spaß.
Immer wenn ein mitverschulden Anderer oder eine Kostenübernahme durch eine Versicherung im Raum steht, ist es nötig, dass ein Arzt die „Veränderung am Körper“ und dessen augenscheinliche Ursache offiziell notiert. Es hilft Außenstehenden einzuschätzen was passiert ist und wie relevant es war.
Ich wohne in einer Siedlung mit sehr friedlichen, stillen Menschen. Leider trifft das nicht auf alle Hunde zu, die trotzdem nicht immer ausreichend gesichert sind.
Bei zwei Fällen, einmal wurde ein Mensch schwer verletzt, einmal wurden mehrere Hunde verletzt, gingen diesen Vorfällen mehrere kleine Zwischenfälle voraus.
Aber niemand wollte „böse“ sein, niemand wollte den Aufwand haben und alle haben gehofft, dass entweder der Besitzer etwas daraus lernt oder mal „an den Richtigen“ gerät.
Es ist einfach wirklich schwierig mit Menschen, die das Verhalten ihrer eigenen Hunde nicht ernst nehmen (wollen).
Dann muss erst etwas Schlimmeres passieren.
Und dann geht‘s dem Pechvogel den es erwischt hat doppelt dreckig, weil der andere „noch nie etwas gemacht hat“.
Wenn der Besitzer des beißenden Hundes sich entschuldigt, sich per Haftpflicht an der Schadensregulierung beteiligt und seinen Hund fortan besser sichert, dann sieht die Sache ganz anders aus. Aber dann gäbe es diesen Thread auch nicht.