Beiträge von Gandorf

    Ich übe Fußarbeit auch ohne Leine.
    Aber wenn ne Prüfung ansteht wo sie dran sein muss, zB BGH 1, dann lauf ich vorher auch ein paar mal mit leichter, kurzer Leine damit das dann am Tag X nichts Neues ist.

    Sie muss halt lang genug sein, damit sie sichtbar locker hängen kann.

    Für was kann man jemand im Obedience denn anfeinden? Noch dazu jemand der belohnungsbasiert mit völlig gängigen Hunderassen trainiert?
    Ich hab das Umfeld in diesem Sport immer als recht kuschlig und harmlos erlebt.

    Wenn man in den Nassfutterthread schaut, da wird über den Eiweißgehalt nicht mal gesprochen. :hust:
    Dabei ist bei vielen Dosen, die als Alleinfutter ausgewiesen sind, gerade mal 3-4% Gemüse.

    Ich schau trotzdem etwas drauf:
    Acana Prairy Poultry und Cobb Chicken haben 29% und 28% .

    Zum Vergleich die Adult Hühnchen Sorten von:
    Real Nature Wilderness (Fressnapf): 37%
    Markus Mühle: 25%
    Wildborn (soft jewel): 27%
    Platinum: 26%
    Und das polarisierende Orijen: 38%

    Da liegt es irgendwo dazwischen.

    Hier gibt’s als Basisfutter Acana.
    Verträgt er immer, schmeckt ihm immer.
    (Prairy Poultry, Cobb Chicken - im Winter für den sehr aktiven Hund die Sorte Agility Sport.)

    Als Abwechslung mal einzelne Mahlzeiten Selbstgekochtes, anderes Trockenfutter, Barf, Nassfutter und im Winter für mehr Kalorien warmen Haferbrei.

    Im Sommer war‘s jetzt so, dass er viel Turniere gelaufen ist - und da gibt es zum Training und am Prüfungstag als Superbelohnung Nassfutter.
    Und es war noch viel anderes Trockenfutter zum Aufbrauchen da.

    Also fiel Acana 2 Monate komplett weg. Erster Monat war kein Problem. Zweiter Monst würde das Fell so komisch trocken, glanzlos und struppig.
    Ich dachte, der Grund wäre der Fellwechsel und das viele Schwimmen.
    Aber seit er wieder Acana frisst, ist das Fell wieder seidig und glänzend.

    Auch die lange Gerade kann man variabel bestätigt aufbauen:
    Mal nach 5 Schritten, dann nach 12 Schritten, dann nach 7 Schritten, dann nach 20 Schritten, dann nach 3 Schritten...

    Wichtig ist, dass du auch beim variieren mit kleinen Strecken anfängst und wirklich nur belohnst, wenn alle-alle-alle Schritte aufmerksam waren.
    Wenn‘s mal nicht klappt, an den letzten Ausgangspunkt zurück und mit einer etwas kleineren Anzahl nochmal versuchen.

    Tip 2:
    Kleine Dosen mit Super Leckerli verstecken. Dann kannst du die lange Gerade auf die Dose zu laufen und den Hund damit überraschen, dass es etwas gibt was du nicht erst bei dir tragen musstest und dass es in Bewegungsrichtung ist.

    Tip für die Prüfung:
    Den Hund an eine Prüfungszone gewöhnen!
    Erklär ein Stück Wiese zur Prüfungszone. Dort ist nur erlaubt, was in der Prüfung auch erlaubt ist.
    Aufgabe 1: Mit Fußlaufendem Hund Prüfungszone betreten. Nur ein paar Schritt.
    Wenn erfolgreich: Auflösekommando, rausrennen, Superbelohnung. Wiederholen.

    Der Hund sollte dadurch freudig aufgeregt werden, wenn du dich der Zone näherst.
    Aufgabe 2: Reingehen, Vorstellung aufsagen. Rausrennen-Belohnen.
    Aufgabe 3: Reingehen, Vorstellung aufsagen, imaginärer oder echter Person die Handschütteln, Rausrennen-belohnen.

    Auch das kann man variabel gestalten mit längeren oder kürzeren Aufgaben in der Prüfungszone.
    Der Hund muss aber aufmerksam bleiben, sonst gibt es statt Belohnung einen neuen Versuch (mit etwas leichteren Ansprüchen)

    Viele Hunde meinen, sie können nur auf eine Belohnung hoffen, wenn der Mensch sie in der Tasche mitträgt.
    Aber das lässt sich trainieren.

    Grundsatz:
    Train as you compete!

    Was gehört noch zur Prüfung, außer dem Schema?
    Dass du mit aufmerksamen Hund den Platz betreten kannst.
    Dass du den Hund ableinen kannst, ohne, dass er meint es folgt ein Gassi.
    Dass du an dem wohlriechenden Pipi-Pfosten am Platzeingang vorbeikommst.
    Dass du Fremden (nach Hund riechenden Menschen) gegenübertreten kannst, ohne, dass dein Hund Schnüffeln möchte.

    Alles was du schon vorher weißt und dein Hund aufmerksam meistern kann, kann dich und Hubd später nicht mehr aus der Bahn werfen.

    Es soll nicht am Prüfungstag plötzlich „alles anders sein“, sondern der Hund soll sich denken:
    „jippieh DAS Spiel wieder! Ein bisschen albern ist es ja, aber ich kann das!”

    Es gibt von Bubecks oder sich beim Fressnapf so altmodische „Hundekuchen“. Die haben zwar Einkerbungen zum halbieren, sind aber steinhart und so groß wie Ziegel.

    Soll jetzt keine Empfehlung für Alleinfutter sein, aber soetwas hat man zur Zeit meiner Eltern den Hunden als Futter-mit-Kauvergnügen gegeben.

    Und Lupo Natural presst einen „Swizzbone“ aus Trockenfuttermaterial (soweit ich mich erinnere) für ernährungssensible Hunde, die normale Kauartikel nicht vertragen.

    Mulder muss nicht kauen. Solang er sich nicht verschluckt, darf er auch schlingen.
    Acana hat mittelgroße Kroketten: Auf ein paar beißt er drauf und halbiert sie, ein paar schluckt er ganz. War nie ein Problem.

    Wie kann ich herausfinden, wer da mein Ansprechpartner ist? Prüfungsleitung ist noch dabei „sich umzuzuhören“.

    Naja, ist nicht das Ende der Welt: ich hätte mich den Aufgaben „Voraus“ und „Apport“ halt gern gestellt.

    Nur wenn ich „nur“ die BGH 1 laufen kann dieses Mal, dann erspar ich mir Mulder zu erklären wann er nicht ins Fuß, sondern ausnahmsweise in den Vorsitz apportieren soll.