Beiträge von Gandorf

    BieBoss

    Du bist ja eingestiegen, weil der Angler sagt, der Hund habe nicht gedroht.

    Aber du hast nie gesagt, was der Mann hätte anders machen sollen.

    Also, der 67-jährige nimmt sein Zeug, geht einen Hügel hoch, sieht einen Hund, der auf ihn zustürmt, sich in ihn verbeißt und mit ihm diesen Hang wieder runterfällt, um dort weiterzumachen, bis ihn die Besitzerin weggezerrt kriegt.

    Sorry, Menschen müssen Hügel hochgehen dürfen und das werden sie auch weiter tun.

    Der Hund hatte allen Platz der Welt um auszuweichen.

    Er hätte bellen, Knurren oder fletschen können und fast alle Menschen hätten erstmal den Rückzug angetreten.

    Hat er aber nicht.

    Also WAS hat dieser alte Mann falsch gemacht, was so unglaublich dumm war?

    dagmarjung

    Pferde mögen tiefe Stimmen und Lachen. Und sie mögen es an Stellen gekratzt und massiert zu werden, die sie selbst nicht erreichen können.

    Das alles würde aber als Anreiz nie ausreichen, damit ein Pferd aufhört mit den anderen zu grasen und mit dem Mensch mitgeht um sich reiten zu lassen.

    Dazu braucht es Zäune und Seile. Im besten Fall ist das Management, aber als reine Kommunikation kann man das nicht betiteln.

    Wenn die Grundlagen gelegt sind, macht es Pferden durchaus Spaß ihre Muskeln spielen zu lassen und Aktion zu erleben.

    Aber beim Reiten gibt man Dutzende Signale („Hilfen“ genannt), oft mehrere gleichzeitig was dann im Zusammenspiel etwas Neues bedeutet — das kann man nicht Einzeln mit Leckerchen belohnen bzw. wären selbst sehr verfressene Pferde nicht bereit sich nur für Futter so intensiv zu konzentrieren und anzustrengen.

    Aber man kann Sachen wie Gebiss ins Maul nehmen, Aufsteigen lassen, Hufe geben sehr gut durch positive Verstärkung beibringen.

    Und wenn man sorgfältig und mit guter Anleitung reitet, und das Pferd nicht überfordert,

    dann findet das Pferd einzelne Dinge zwar immer noch als überflüssig und tut es um Unangenehmeres zu vermeiden — empfindet die GANZE ZEIT mit Mensch (Putzen, Füttern, Reiten, danach eventuell abwaschen)

    doch als positiv und lohnenswert.

    Meine Pferde, fertig ausgebildet, kommen mir auf der Koppel entgegen.

    Ehrlicherweise weiß ich nicht ob sie es als Lotterie sehen (manchmal wird’s anstrengend, manchmal nur Wellness Programm),

    oder ob sie Reitsport tatsächlich als interessante Abwechslung empfinden.

    *Sascha* Und der nächste Mensch beugt den Oberkörper vielleicht gar nicht wegen dem Hund, sondern aus Reflex, weil ihm etwas runtergefallen ist.

    Oder jemand stolpert/stürzt in der Nähe eines solchen Hundes — noch viel mehr „Bedrohung“.

    Oder hat eine Behinderung, geht am Stock „bedrohlich“ nach vorn gebeugt…

    Lauter Dinge weswegen an Menschen gewöhnte Hunde meinetwegen empört losbellen, knurren, wegrennen dürfen.

    Aber nicht beißen und auch noch ins Gesicht.

    Is ja nicht ihre Schuld. Dann muss der Hundehalter sie eben von anderen Menschen effektiv fernhalten oder Maulkorb und Leine draufpacken.

    Wobei ich nicht anzeigen auch seltsam finde, wenn man sich selbst in die Situation begibt. Eben weil es auf die Situation und mAn auch auf die Verletzung ankommt. Ich musste z.B. einen Hund von einem meiner Hunde holen und wurde danach (als der Hund erneut drauf wollte) gebissen. Im Grunde bin ich freiwillig in die Situation. Die Alternative fand ich aber nicht so toll. Und ja...der Vorfall wurde von mir angezeigt (war nur kein HH da und meine Anzeige hatte dann erst spaeter Folgen).

    Es geht ja eher um die Situation, dass du mit einem Bekannten gemeinsam spazieren gehst. Die Hunde dürfen abgesprochen kommunizieren/spielen und es kommt aus Unachtsamkeit zu einer Rauferei. Du gehst dazwischen und wirst gebissen. Da zeigt man doch nicht ernsthaft den anderen Hundehalter wegen einer Straftat an?
    Oder ihr geht halt nur gemeinsam spazieren, du beugst dich über den anderen Hund, weil du mit ihm spielen willst und der beißt dir ins Gesicht. Haftung klar, meinetwegen auch eine Überprüfung der Gefährlichkeit aber ernsthaft, eine Anzeige gegen den Halter wegen einer Straftat? Das geht mir ehrlich entschieden zu weit, wenn man sich absolut freiwillig mit dem Tier eines anderen Menschen beschäftigt.

    Oh — der andere Mensch hätte mir gerne sagen dürfen, dass EINE falsche Bewegung reicht und der Hund springt mir ins Gesicht.

    Da gehört ne Leine dran und wenn Ausweichen unmöglich ist, auch ein Maulkorb drauf.

    Denkt ihr, so ein Hund würde einen Wesenstest bestehen?

    Jogger bekommen durchaus eine Mitschuld, wenn sie mit unvermindertem Tempo an Hunden vorbei laufen und etwas passiert.

    Aber „das muss man doch wissen“ funktioniert in beide Richtungen.

    Inzwischen weiß man doch, mit was man als Hundebesitzer rechnen muss, wenn man andere Menschen trifft.

    Dann braucht man wirklich nicht mehr diskutieren und darf sich eher wundern, dass Hunde noch nicht verboten wurden.

    Tja, gerade aktuell geschildert bekommen. Zwei Hunde geraten aneinander. Beide Hunde leicht verletzt. (Jeweils 1x TA, Kosten 80-100EUR) Also wirklich nichts Großes. Der Vorfall wird dem Amt gemeldet. Ein Hund muss zur Tierärztlichen Begutachtung (Kostenpunkt 700 EUR), der andere nicht, warum auch immer ... Das Amt droht gar mit Beschlagnahmung, Anwalt wird eingeschaltet. Termin beim Gutachter, der sich nur an den Kopf fasst und dann tatsächlich ins Gutachten schreibt, dass das Amt sich bitte mal Gedanken machen sollte, was sie da eigentlich veranstalten. Mag sein, dass das in anderen BL anders abläuft, in SH läuft das gerade so. Völliger Irrsinn, mMn.

    Hast du zu deiner Geschichte irgend etwas Konkretes?

    Oder ist das soetwas was per Flüsterpost einer dem anderen erzählt?

    Um was für Hunde hat es sich gehandelt? Um was für Besitzer? Kann man ausschließen, dass irgendwer davon schon beim Amt aktenkundig war?

    Wäre nicht das erste Mal, dass ich das mache. Und mit Sicherheit nicht das letzte Mal. Nur anders.

    Na ist doch super. Wenn du die räumlichen Voraussetzungen für einen Stahlzwinger mit Stahlbodenplatte und Equipment wie Fangstange etc. hast und in der Lage bist, für tiermedizinische Eingriffe den Hund sicher zu fixieren (Maulkorb geht nicht, da kriegt Erstickungsattacken und Blut und Schleim sprudeln hervor), nur zu!

    Ich wollte nur sagen, der Emoji ist nicht als Kritik gemeint. Die Sicherungsmaßnahmen sind verständlich und minimale medizinische Versorgung muss auch sein.

    Ich denke mir nur: Der arme, arme Hund. Was für ein Stress.

    Es ist schlicht und ergreifend unmenschlich, jemand verbluten zu lassen, nur um dem Ungemach einer Anzeige oder nem Wesenstest zu entgehen.

    Zumindest den Notruf zu wählen ist so lächerlich einfach.

    Und doppelt unmenschlich, wenn man auch noch dran Schuld war. Und sei es nur aus Fahrlässigkeit.

    Will man sich das echt antun mit dem Wissen weiter zu leben?