Ich bin im Eingangsthread schon darüber gestolpert:
. Ich arbeite überwiegend über positive Belohnung und negative Bestrafung.
Und frage mich nun, ob tatsächlich negative Bestrafung (Wegnahme von etwas angenehmen) bzw. negative Verstärkung (Wegnahme von etwas unangenhmen) gemeint waren, oder ob nur einfach die Begrifflichkeiten nicht analog zur Lerntheorie verwendet werden und schlicht immer die Rede von positiver Strafe ist.
Negative Bestrafung ist ja wirklich schwierig umzusetzen in der Hundeausbildung. Würde mich tatsächlich sehr interessieren, wie das gemeint ist.
Ein Wattebauschbeispiel für negative Bestrafung für das Aufbau des “Aus”:
Du machst ein Ziehspiel mit dem Hund um sein Spielzeug.
Es macht ihm Spaß. Sein Engagement belohnst du indem du mitspielst.
Jetzt soll er das Spielzeug hergeben.
Will er nicht.
Daraufhin hälst du noch fest aber mit laschen Armen. So macht das keinen Spaß mehr.
Du hast ihm das tolle Spiel “weggenommen” (negative Bestrafung).
Spuckt er das Spielzeug aus, geht das tolle Zerrspiel weiter. (Positive Belohnung.)
Wenn alles klappt, spuckt der Hund sofort aus,
oder tauscht das Spielzeug sofort.
Dadurch ist die Pause kurz und statt Enttäuschung (Strafe) erlebt der Hund ne Erwartungshaltung (Wie wird’s wohl weitergehen?)
Ich meine im Hütetraining drängt sich der Mensch zwischen Hund und Beute, wenn der Hund sich nicht auf Kommando zurück nimmt.
Das ist vielleicht vergleichbar: Hohe Trieblage, und man kann dem Hund kaum etwas Hochwertigeres bieten als GENAU die Sache von der er ablassen soll.
Daher eine Art Deal: “Wenn du jetzt hörst, geht’s VIELLEICHT nach ner Pause weiter.
Wenn du nicht hörst, ist sofort ganz Schluss mit deiner Lieblingsaktion.”