Beiträge von Gandorf

    Nun ja, Eigenschaften, Verhaltensweisen sind genetisch auch aneinander gekoppelt. Z.b. Jagdverhalten und WTP und WTW. Heißt, züchtet man das Jagdverhalten bei einem Jagdhund über Generationen heraus, lässt gleichzeitig die Kooperationsbereitschaft und der Wunsch auf die Arbeit mit dem Menschen zusammen, bei den Hunden nach. Es bedingt sich und hängt nunmal zusammen.

    Lg

    Das ist jetzt deine Theorie.
    Wo ist der Beweis, dass Jagdtrieb und Will to please zwingend gemeinsam vererbt wird?

    Wenn Normalos von Jagen sprechen, meinen sie selbstständiges Jagen, Stöbern, Hetzen. Ich denken auch wir als „Dogforumsexperten“ wissen das, auch wenn wir uns häufig gegenseitig belehren, dass mit Spielzeug spielen auch nur Jagen ist.

    Für den Familienhund macht es aber einen Riesenunterschied, dass sich manche Hunde ohne monatelanges Training durch Rückruf und Leckerli/Alternativspielzeug davon abhalten lassen.

    Cavalier King Charles Spaniel (haben dann zwar wieder andere Probleme...) aber sind ohne viel Jagdtrieb sogar sehr menschenbezogen.
    Und diejenigen Pudel, die wenig Jagdtrieb mitbekommen haben, haben deswegen auch nicht weniger will to please.

    Verstärker gibt es viele. Warum muss ein Hund, der soziale Verstärker schätzt oder fressmotiviert ist, gleichzeitig einen starken Hetz- und Stöbertrieb haben?

    Es gibt Hunde, die jagdlich auf manche Tiere abfahren und auf andere gar nicht.
    Also ist Jagdtrieb nicht gleich Jagdtrieb nicht gleich Spieltrieb.

    Was die gewünschte Beute ist und wie der Hund jagd ist sehr divers.
    Zeigt sich wie divers das gezüchtet werden kann!
    Und genau das macht den Unterschied für Familien.

    Tja, womit wir dann wieder bei Mops, Frenchy, Pekingnese und Co. sind, die aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen nur kurze Spaziergänge schaffen oder eben bei extrem großen Hunden wie Dogge und Co. die ebenfalls nicht weit laufen mögen.

    Alle anderen sind das was Hunde sind: Lauftiere, die eine gewisse Bewegung einfordern.

    Wenn du dich mal im Qualzuchtthread informierst, würdest du diese Rassen nicht guten Gewissens empfehlen.

    Nicht als Familienhund und sich nicht für sonst irgendwem.

    Ein Hund der dich vielleicht bewegen will und es zum Seelenfrieden braucht, aber nicht viel läuft, weil es ihm dann schlecht geht, er keine Luft bekommt und oder Überhitzung und Kreislaufkollaps droht,
    das ist einfach nur gemein und nicht unterstützenswert.

    Ich sehe jetzt zwischen Familie 1 und 3 keinen krassen Unterschied.
    Aber das wäre ein Argument warum es mehr als eine echte Begleithundrasse braucht.

    Und nicht nur die kleinen Fellbomben, die vor einem Jahrhundert mal als Schoßsitzer feiner Damen gedacht waren.

    Sind dann alle fertig mit dem Klagelied „Früher war alles besser, wir sind noch die Tüchtigen, Ehrhaften... Aber die NEUEN Menschen heutzutage - durch und durch verdorben!“

    Das haben schon vor 5 Jahren andere gesungen, und zwar über euch!

    Dann könnte die anderen auch mal fertig sein mit dem Familienhund-Halter-Dissing?
    Auch über Gebrauchshundhalter sagt man ja auch nicht, dass sie nur einen Seelenlosen Arbeitsroboter wollen, den sie ja wenn er nervt in einen Zwinger stopfen können, oder dass sie mit dem Arbeitslosen Arbeitshund die Nachbarschaft terrorisieren.
    Oder?

    Rein statistisch ist naheliegend, dass sich Blödheit und Intelligenz recht gleichmäßig über alle Hundehalter verteilen.
    Eventuell kommt’s einem anders vor, weil man nicht gern schlecht über sich selbst denkt und sich seine Busenfreunde und beste-Kumpels-forever halt nur in der einen Gruppe gesucht hat.

    Wie verantwortungsvoll wäre es denn, jetzt spontan ein paar Wunschmixe in den Raum zu werfen?

    Dass Recherche, Planung dazugehören ist doch irgendwie logisch?
    Und dass zusätzlich zur Rasseentscheidung auch noch die passenden Vertreter dieser AusgangsRassen (die vielleicht gar nicht so typisch sind) ausgesucht werden müssen, ist auch klar.

    Willst du jetzt nur jemand bloßstellen und vorführen?

    @just2dun

    Beachte bitte das Ausgangsposting.
    Es geht darum, was dagegen spricht bei Bedarf auf verantwortungsvolleweise eine neue Rasse zu züchten.

    Ob jetzt Mejin mit einem Tierschutzhund ein gutes Werk tun wollte, oder bei der Suche nach dem Rassehund kapituliert hat - als unlösbare Aufgabe - oder Zoe als Junghund vielversprechende Anlagen gezeigt hat,
    ist doch wirklich weit am Thema vorbei.

    Warum bist du gegen eine Rasse, die den Bedürfnissen der Hundehalter von heute, und nicht der des letzten Jahrhunderts entspricht?

    Ja, aber das ist genau der Grund, warum es nicht möglich/sinnvoll ist, eine der bestehenden Rassen in die gewünschte Richtung zu verbiegen. Weil „dann sind sie nicht mehr xy-Rasse!“
    Aber eine neue Rasse ist auch nicht gewünscht. Da dreht man sich im Kreis.

    Ein beweglicher mittelgroßer bis großer Hund, will to please, ohne körperliche Extreme. Wie schwer kann das sein?

    Aber Arbeitslinie (körperlich passend) sind gewünscht hoch im Trieb und brauchen geeignete Auslastung.

    Und Showlinie ist eben auch nicht mit Zuchtziel gemäßigt. Viel Masse, viel Trägheit, viel Fell, viel Spritzigkeit (reizoffen, bis unsicher) — viele körperliche Extreme.

    Labbi als Beispiel: In der Arbeitslinie wäre ein Hund der nicht Arbeit fordert unerwünscht. In der Showlinie gewinnt keiner einen Blumentopf mit schlanken Hunden ohne viel Haut.

    Der „welche Rasse passt zu mir“-Thread macht eigentlich deutlich, wo die Probleme bei den bestehenden Rassen liegen.

    Klar begnügen sich dann Leute trotzdem mit diesen Rassen, kaufen Dissidenz in der Hoffnung jemand hätte sich mal aufgerafft oder manche holen einen Katalog-Tierschutzhund oder Bauernhofprodukt weil „nur halbwegs passend“, „jeden Hund kann man dazu erziehen“, „Hobbyhund muss weiter nichts können“ (alles hier im Thread wieder und wieder geäußert)
    kann man auch einfacher und billiger haben.

    Gerade der ach so perfekte Pudel:
    man hat nur die Wahl zwischen sehr groß und klein, im Fell hängen dreck und Pflsnzenteile wie Klettverschluss, braucht im Winter Kleidung, trotz Hundefriseur haben manche so wattiges Fell dass Filz unter Halsband und Geschirr entsteht, Haare die in den Ohren wachsen können Probleme machen, Jagdsäue, reizoffene Temperamentsbolzen und Mimosen kommen vor, manche haben große Schwierigkeiten mit dem Alleinbleiben...

    Erster Stand zum Natura Diet Trofu: Die Säcke sind geliefert worden und sind größer als der Cocker selbst :lol: das Trofu riecht echt gut und beide mampfen grade ihre erste Portion. Wurde sofort angeschnüffelt und inhaliert. Bin mal gespannt wie sie so damit klar kommen auf Dauer.

    Huch! Von denen gibt es sogar ein Zahnpflegefutter!
    Falls das jemand probiert - sagt Bescheid ob man es empfehlen kann.

    natura diet Daily Food: Gesundes Hundefutter – auch für Allergiker

    Was spricht dagegen, diese Hunderassen zu erhalten und daraus zu wählen anstatt das Rad mit einer weiteren Hunderasse neu erfinden zu wollen?

    Weil es zuviel Gegenwind gibt, wenn man versuchen wollen würde, eine bestehende Rasse so zu verbiegen, dass sie einen neuen Einsatzzweck erfüllt.
    Das wird Viele wütend machen, die lieber die Originalrasse erhalten wollen.

    Bei den bestehenden Rassen ist der Genpool schon so gering, dass es oft nicht ratsam ist, selbst gesundheitlichen Kriterien (Plattnasen, Träger von Erbkrankheiten) rigoros auszusortieren. Wenn ich jetzt die Zuchtpopulation NOCH mehr einschränke, weil ich mir weniger Fell, mehr Trieb, mehr Wendigkeit, geringere Körpergröße etc. wünsche, sind wir bei der Inzucht.