Ich hab so meine Zweifel, ob Krallen zum Bremsen taugen, denn bei Druck von vorne sind sie physiologisch bedingt einfach nicht sonderlich belastbar.
Auch ist es nem Hund körperlich nicht möglich, sich wie eine Katze einzukrallen und an den Krallen irgendwo hochzuklettern. Die sind einfach nicht gerundet genug um sich einzuhacken und ein Hund ist im Vergleich zu seinen Krallen auch wesentlich schwerer.
Mit den Krallen graben und kratzen, klar. Aber Krallen von kletternden Tieren sehen wahrlich anders aus.
Auch frag ich mich wie eine Daumenkralle einen Hund in der Kurve halten soll, wenn es die Pfotenballen der vier Beine nicht schaffen.
Habt ihr euch mach angeschaut, wie dünn die ist und wie wenig befestigt?
Wenn da 10-15kg bei hoher Geschwindigkeit plus Drehkräfte dran zerren, ist es kein Wunder, wenn sie abreißt.
Ein mir bekannter Landwirt pflegt immer zu sagen: „Isser dran gestorben? Nein? Dann war‘s nicht so schlimm!“
(Und was dann doch verendete war tragisch oder seine Zeit war halt gekommen.)
Zwischen dem und „über-pflegt“ gibt es ja viele Zwischentöne, die man anderen nicht aufdrängen muss.
Ich musste bei Mensch und Tier die Erfahrungen machen, dass es für mich billiger und nervenschonender ist, mich regelmäßig um den Kleinkram zu kümmern. Natürlich würde von all dem, was ich erledige nur so 5-10% zu nem echten Problem werden.
Aber ich hab die Tiere zu meiner Freude und nicht weil ich sie zum Geld verdienen brauche und ich aus Rentabilitätsgründen möglichst wenig Zeit und Geld reinstecke.
Es ist Luxus, mein Luxus, den ich mir gönne, dass sie keine Löcher im Fell haben und möglichst wenig Zeit mit Durchfall/Fasten und Schrammen (Kratzern, abgebrochen Krallen) verbringen.