Thema: Rudel trennt sich
Bei unserm Hund spielt es eine große Rolle *wie* man geht.
Hektischer Aufbruch unter Zeitdruck tut ihm immernoch nicht gut. Als er noch Welpe war, war das Gift und schlecht für’s alleine bleiben.
Ein Abschiedssatz “Du bleibst hier. Ich komm gleich wieder.” ist sicher nicht verkehrt.
Ich vermute allerdings, dass der Hund eher davon profitiert, dass man in der Körpersprache klarer und bewusster wird, wenn man mit ihm spricht.
Und die Situation dann geordneter abläuft.
In der Zeit in der sich der Hund an einen Satz gewöhnt, kann er auch längst lesen:
- welche Kleidung/Schuhe/Tasche nimmt der Mensch mit
- welche Tageszeit ist
- welche Handlungen kommen vorher
Daher brauch ich meistens keinen Satz mehr.
Daran wie der Hund reagiert, merkt man schon, wie er mit der Trennung klar kommt.
Wenn irgendwas war, möchte Mulder manchmal mit zur Tankstelle fahren. Auch wenn er davon nichts hat.
Wenn’s ein harmonischer aber ereignisreicher Tag war und wir brechen am Abend nochmal auf um Essen zu gehen (wo er immer mit darf),
dann bleibt er auch mal entspannt auf dem Lieblingsplatz liegen.
“Danke. Passt schon.”
Manches ist auch nicht rational, sondern einfach Reiz-Reaktion.
Beispiel:
Wenn wir als große Familien-Freunde Gruppe wandern, hat Mulder kein Problem, mit mir die Gruppe zu verlassen.
(Eine Pause früher zu beenden, voraus zu laufen etc.)
Wenn aber ich oder mein Mann IHN verlässt, auch wenn der jeweils andere bleibt, dann wird er deswegen sehr aufgeregt.
Ich schreib das, denn vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen. Dass man sich trennt ist manchmal unvermeidlich.
Aber durch ein geschicktes *wie man sich trennt*, kann man sich und dem Hund Stress ersparen.