Beiträge von Gandorf
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Von „locken“ hat hier niemand geredet.
Aber „selbstbelohnend“ ist eine Aktivität nur, wenn wirklich nie wieder belohnt werden muss.
Jagen und nach Mäusen buddeln, zB.
Ich finde es ungut, wenn der Irrtum von manchen Menschen (ich muss mich schlecht fühlen, wenn es der Hund nicht ohne Belohnung macht) noch bekräftigt wird, durch die Behauptung:
„Wenn man den Hund richtig trainiert, dann ist die Arbeit selbstbestätigend.“
Ist sie nicht.
Man hat nur durch Variable Bestätigung erreicht, dass der Hund lange die Hoffnung hat, dass sie noch kommt.
Was ja total ok ist. Aber dann sollte man das so schreiben.
Die Erwartungshaltung vom Hund ist ein Faktor,
Empfänglichkeit für bestimmt Reize ein weiterer,
will to please, Erfahrungsschatz und Selbstsicherheit spielen auch eine Rolle.
Je nachdem kann ein Fremdplatz pipi-einfach sein und ein anderer sehr schwierig.
Zu sagen: „Ich bin mir nicht sicher, wie die Bilanz des ganzen Paketes (Erwartungshaltung, will to please... usw) ausfällt — und ob mein Hund dann noch konzentriert arbeitet.“ —
Ist kein Zeichen von schlechtem Training, sondern Reife beim Menschen

Und ist mit tausendmal lieber, als „Der kann das ja!“ und dann „Sch... was hat mein Hund gegen mich?“
Ich hatte auch schon Plätze, die viel einfacher waren, als mein heimischer Trainingsbereich.
Weil sie einfach die individuellen Schwachpunkte von Mulder ausgespart haben.
Wir hatten: umgeben von Hecken, Zuschauer nur in einem Mini-Eckchen, einsam auf einem Hügel, oder wochenlang vereinsamtes Gelände, das nur zum Prüfungstag hergerichtet wurde.
Paradiesisch.
Wenn man halt mal Erfahrungen gesammelt hat, dann wird man Turnierschlau.
Ich geb mir die schattenfreie, von Leckerlis und Hündinnen-pipi durchweichte Wiese, mit Zelten bis an den Rand des Prüfungsplatzes, naher Pferdekoppel und Menschen, die von der Besucherterrasse hängen, trotzdem.
Aber nicht für den ersten Start in der Saison, nicht für den ersten Start in der neuen Leistungsklasse und ich weiß, wo ich für welchen schwierigen Fall am besten trainiere.
Aber ohne es mal versucht zu haben, kann man diese Erfahrungen nicht sammeln.
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Mulder hat jetzt sein zweites V in Klasse 2.
Verluste durch Fremdplatz fast null. Er ist nach den vielen Starts in Klasse 1 auch dieses Jahr sehr viel abgeklärter und cooler, was die Umstände angeht.
Überrascht hat er mich, dass er für Klasse 1 noch etwas Warm-Up wollte, und für Klasse 2 fast nichts mehr.
Der Blick geht jetzt Richtung Klasse 3.
Gerade wegen dem oben erwähnten, würde ich die gerne im Oktober/November mal antesten.
Dann hab ich genauere Anhaltspunkte, mit was wir uns die Zeit im Winter vertreiben.
Aber wenn bis dahin das restliche Leben dazwischen kommt und die Trainingsmöglichkeiten nicht reichen, dann halt nicht. Ist klar.
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Wie lange arbeitest du denn deine Lappen schon ganz ohne Bestätigung im Fußarbeitstraining?
Alle anderen hatten ja geschrieben, dass sie „trotzdem“ belohnen. zB in Korrektureinheiten
Ehm... also wenn man etwas nur gelegentlich belohnt, dann ist das doch nichts anderes als variabel belohnt.
Das ist aber nicht selbstbestätigend.
Selbstbestätigend wäre wenn man sagen kann: so lange du es richtig machst, darfst du weiter arbeiten. Aber kein Leckerli, kein Zergeln, kein Ball
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Das man eine Übung zB Fußlaufen völlig selbst bestätigend bekommt (also nicht nur positiv aufgeladen, und auch nicht als Brücke zu einer baldigen Belohnung)
und dass die Arbeit an sich das Tollste ist (ohne Belohnerei mit Futter und Spielie) —-
dieses Lied hör ich interessanterweise nur von Besitzern von Malis und LZ DSH.
Glauben werd ich‘s erst, wenn dieses Lied mal jemand singt, der einen Mischling oder Windhund im Obe führt.
Und eventuell auch nicht die Strophe: „im Fuß ist der Himmel auf Erden, wenn er nicht spurt bricht der Hinmel über ihm zusammen“ drangehängt wird.
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In einem anderen Beitrag war es Trockenfutter ohne Wasser.
Im ersten Video im Thread sieht man deutlich, dass die Hunde separate Tränken haben.
Altes Wasser kann man ja auch ausleeren und muss es nicht kippen lassen

Das Wasser wird wahrscheinlich mitgeschlabbert. Das würde mein Hund so machen.
Es soll wahrscheinlich den Fressprozess verlangsamen, damit alle etwas bekommen und nicht die drei Schnellsten Alles.
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In dem ersten Video erklärt die Gutachterin, dass ein Hund bei der zuletzt gezeigten, massiven Bedrängungsaktion nicht durchfällt, nur weil er beißt.
Würde er beißen ohne vorher zu drohen oder deutlich sein Unbehagen zu zeigen, würde das als „übersteigerte Aggression“ gewertet.
Die studierte Tierärztin aus dem ersten Video sagt auch, das die Hunde aus dem Zentrum in guten Zustand findet und dass sehr gut mit ihnen umgegangen wird.
Es wird berichtet, dass ein Großteil des Tages für Putzen draufgeht und man sieht Helfer über die gesagt wird, dass sie täglich kommen und teilweise von Anfang an dabei sind.
Ich finde ihr Auftreten authentisch.
Sie gewinnt keinen Obedience Preis in eleganter Leinenführung, aber was bringt es wenn sie sich 100% jeden falschen Zuckerer verkneift?
Menschen bewegen sich nun einmal „normal“ und nicht wie perfekt sozialisierte, zwei beinige Hunde.
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Ich wechsel öfter zwischen Extruder und kaltgepresst.
Manchmal wird das kaltgepresste Hauptfutter, manchmal nur eine Mahlzeit.
Die Haufen sind etwas größer. Aber fest und halt so, als ob es Gemüse extra dazu gab.
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Kann sein, dass das schiefe Platz in der Box daher kommt, dass sie vom Bremsen und vom Umdrehen noch Drall hat, gegen den sie dann nicht arbeitet.
Wenn das mit dem Steh dort gut klappt, wäre das ne elegante, wenig arbeitsaufwendige Lösung.
In der Distanzkontrolle ist sie mehr unter Spannung. Ich glaube, dass es ihr noch nicht so bewusst ist, wann sie hinten kippt.
Das Nee! hat sie vielleicht nicht korrigiert, sondern frustriert, und schon ist mehr Spannung im Hund.
Nur als Brainstorming/Vorschlag ob du durch Variable Belohnung/andere Belohnung mehr Spannung in die Ablage bringst?
Ein anderer Verdacht ist, dass die Sphinx Stellung am Popo etwas dehnt und daher auf Dauer nicht so bequem ist.
Wenn du sie einfach mal ein paar Minuten länger (variabel belohnt) in der Sphinxstellung abliegen lässt,(und neben ihr bleibst) damit sich die Bänder daran gewöhnen können. Je bequemer sie es findet, desto eher bleibt sie korrekt liegen.
Natürlich vorausgesetzt, dass ihre Hinterhand gesund ist.
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Meine Partnerin bei der BGH 2 war ist überregional mit ihrem Hund in Obe 3 erfolgreich.
Trotzdem hat sie sich damals kurzfristig entschieden als weißer Hund zu starten, um in der Ablage sicherheitshalber bei ihrem Hund stehen zu bleiben.
Sie würde herzlich lachen, wenn man ihr sagt, ihr Hund sei nicht prüfungsreif nur weil ihr klar war, dass es bei Tieren keine Gewissheit geben kann.
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