Beiträge von Gandorf

    Ich trainiere die Klasse 3 noch nach der alten PO, auch wenn die Chancen gering erscheinen, dass dieses Jahr noch Hundesportturniere erlaubt sein werden.

    Für die neue PO hab ich ja dann noch den ganzen Winter.

    Eigentlich fühlt sich die Pause gut an. Mulder hat letztes Jahr, gleich nach der Landesmeisterschaft in der 2, über den Sommer die Klasse 3 gelernt.

    Im Herbst liefen die Probetrainings auf fremden Plätzen super, aber auf den Prüfungen mit Zuschauern, war es dann noch zuviel für ihn und knapp zuwenig Punkte.

    2020 begann für mich auf den Tag genau mit einer Rückenverletzung und ich bangte einen Monat lang ob ich wieder gut genug laufen könnte, um meinen Hund Gassi zu führen.

    Gottseidank ist es so viel besser geworden. Ich wäre mit ihm tatsächlich im Mai gestartet.

    Aber ich bin einfach dankbar, dass ich soviel wieder machen kann. Dass der Virus bisher meine Eltern verschont hat und wir vorsichtig optimistisch sein können, dass er unsere finanzielle Existenz nicht zerstören wird.

    Ich trainiere das erste Mal sein 2 Jahren ohne Trainingsplan (will mir aber bald einen machen) und genieße das planlose polieren an Basics, einzelnen Übungen und Tricks just for fun, ohne dran denken zu müssen bis zu einem bestimmten Datum genug Ketten und Ablenkungstraining gemacht zu haben.

    Und ich genieße es, kein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil ich für Obedience viel Auto fahre. Im Moment erreichen wir alle Trainingsorte zu Fuß oder per Rad :D

    Zwergpinscher legen sich nicht in feuchtes Gras, oder?

    Wieso sollten sie nicht? Das ist doch eine Sache des Trainings.

    Genauso leicht kriegt man nen Sheltie leise und nen Beagle ohne Belohnung in der Tasche durch ne Obe-Prüfung.

    Theoretisch möglich, bei manchen einfach, bei manchen fast unmöglich, beim Rest ein hartes Stück Arbeit.

    Zeit und Energie mit der man bei anderen Rassen schon einen Schritt weiterkommt.

    Einen Hund, der mit nervösem Hundeführer besser läuft, habe ich in live noch nie gesehen.

    Geduckte Hunde, Hunde die dann „plötzlich“ ganz viel am Boden schnüffeln, Hunde die ihren Menschen komplett ignorieren, Hunde nur noch rumstehen und sich umsehen — und Hunde, die trotzdem gut laufen, kenn ich.

    Meinem BC Showlinien Rüde ist es in der Prüfung „egal“ ob ich nervös bin, solang ich zumindest versuche alles wie normal zu machen.

    Ist schon genial gelaufen, da war ich ein Nervenwrack — und war schon mal verunsichert, als ich mir sicher war, wir laufen das mit links.

    Ich glaube nicht, dass man das an der Rasse festmachen kann.

    Was ich an Malis und LZ DSH komplett unsexy fand (wenn man das so sagen darf), waren Geschichten a la „hat mich in der Übersprungshandlung/aus Frust in den Oberschenkel gehackt (gebissen)“.

    Echte Unfälle (auch mit Blut und angeknacksten Knochen) weil beim Spielen mit großen Tieren auch mal was daneben geht — sind das Eine.

    Sowas — ist ein Minuspunkt.

    Interessant in dem Zusammenhang auch die Plan B Pläne, die man für eine (Notfallbetreuungs)Situation macht.

    Hat man nen Zwinger im Garten? Kennt man jemand der nen Zwinger hat?

    Oder Erfahrung mit solchen Hunden, ohne selbst welche zu haben zu denen man nicht mal eben einen Fremdhund dazuschmeißen kann?

    Der Border Collie ist in vielen Bereichen so beliebt, weil er eine immens hohe Frustrationstoleranz hat. Er gibt niemals auf herausfinden zu wollen, was der Mensch von ihm will. Auch beim miesesten Training nicht. Das ist auch der Grund, warum er an den Schafen als Koppelgebrauchshund so beliebt ist. Da kann man noch so stümperhaft vorgehen, IRGENDWAS machen diese Hunde dann noch. Andere Rassen zeigen einem irgendwann den Vogel und gehen. Oder zeigen massives, meist hässliches Übersprungsverhalten.

    An sich ist der Border Collie (also der ursprüngliche) ziemlich schlecht für vieles an Hundesport geeignet ...

    Was wären in deinen Augen geeignetere Rasse für Spitzenleistungen in Agility und Obedience, die nicht vertreten sind, weil es an fähigen Hundesportlern mangelt?

    @Dreamy92

    Gib dem Buch

    eine Chance, eventuell im Englischen Original: Train the dog in front of you

    Mangelnde Motivation und Konzentration sind nicht immer eine Folge von Triebmangel oder nicht-wollen.

    Dass ein Hund erst mit 3-4 Jahren alle Anlagen ausgepackt hat und das viel Arbeiten können nichts mit Arbeit brauchen zu tun hat, ist für erfahrene Hundesportler ein alter Hut, dachte ich.

    Gute Hunde für Obedience klasse 2/3:

    — sind relativ Artgenossenverträglich

    (weil in der Gruppenübung 3-6 Hunde im Abstand von 3m liegen/sitzen und die Halter außer Sicht gehen.

    Ein Konflikt oder sich anbahnender Konflikt ist der Super-Gau)

    — sind im Trieb/Frust LEISE

    (jeder Beller kostet Punkte, je höher die Klasse, desto mehr, das dritte Wau oder „lautes Atmen“ in der Fußarbeit und es wird knapp mit SG)

    — sind wendig und wetterfest

    — sind in der Fußarbeit taktrein zu führen

    (sehr triebige Hunde, oder große Hunde die weder Schritt noch Trab mit deinem Tempo harmonieren gehen dann Pass oder hüpfen, ab 2021 wird die Fußarbeit als Schwerpunkt bewertet)

    — haben einen sensiblen Hundeführer, der gern tüftelt

    (Was braucht mein Hund um sich beim Training wohlzufühlen, um die Aufgabe zu verstehen, welche Arbeitsintervalle passen, Backchaining, wie lernt der Hund selbst zu fordern, wie funktioniert Variable Belohnung und sekundäre Verstärker? )

    — haben einen Hundeführer, viel außerhalb des eigenen Gartens und Vereins trainiert, weil der Hund sonst nur dann „funktioniert“

    Ich empfehle dir zu warten, was dein erster Hund noch „auspackt“, damit du weißt mit welchem Zweithund er gut zusammenleben kann. Dann bist du auf mehr Obe Turnieren gewesen und weißt welche Stärken und Schwächen die Rassen haben und hast mehr Züchternamen gesammelt.

    AL Labrador

    AL Golden Retriever

    In GB und USA die Obe-Stars. In D wenig bekannt/beliebt weil spätreif (hast du die Geduld?), dann aber WTP, triebig, schöne Fußarbeit möglich, ziemlich verträglich.

    Großpudel @Lockenwolf

    Wären meine Tipps für dich.

    Schäferhunde, Aussies, Toller und Shelties scheitern oft, weil die unter (positiver) Anspannung zu viele Geräusche machen.

    Airdales und Cattle Dogs sind für die Nähe, die sie in der Prüfung und am Prüfungstag zu anderen Hunden aushalten müssen, nicht günstig. Das sind keine Veranstaltungen, an denen sich alle inaktiven Hunde in Hängern und Autos aufhalten.

    Wenn du einfach viel schöne Zeit mit Hund verbringen willst, würd ich neben Tricks auch Schnüffelrunden und Alltagstraining mit Hira machen. Ich würde planvoll Lauftraining und Rumpfstabilisierung für THS machen, meine RO Teilbehmer individuell fördern und mich über Züchter und Zuchtlinien informieren.

    Das reicht für viele, viele Stunden.

    Ganz ehrlich: Dutzende, wenn nicht Hunderte denken, ein AL Border arbeitet immer gern. Und dafür siehst du auf normalen OBE Turnieren kaum welche, obwohl man sie doch einfach kaufen kann.

    Die meisten scheitern und versauern wohl irgendwo.

    Punkt 2: Ich war schon auf einigen OBE Turnieren und kenne so langsam die Leute um mich rum. Wenn die sich nen Zweithund angeschafft haben, wusste ich: Der Erste bleibt bestenfalls beim Status Quo und der Zweite kommt nichtmal bis dahin.

    Obe-Training ist viel geduldige Arbeit an Basics, Details und mit Ablenkungen. Du bist nicht der einzige begeisterte Hundesportler, aber die allerwenigsten schaffen das zwei Hunde optimal zu fördern.

    Im übrigen gehört ein Hund nicht ins Bett und schon gar nicht, wenn er dafür so leiden muss.

    Darf ich dich daran erinnern, wie schlimm das Baden laut deiner Beschreibung für deinen Hund ist? Siehe Zitat oben.

    Belehrend und arrogant sind deine Beiträge hier, ab dem ersten Post. Und ich sag dir auch wieso:
    Weil du unterstellst, Menschen würden sich und die Hunde waschen, bis die Haut ganz "rissig und trocken" ist. (macht hier niemand.)
    Als hätten alle, die waschen einen Reinlichkeitsfimmel und würden es "steril und keimfrei" wollen.

    Als wären Hund, die von ner gelegentlichen Grundreinigung profitieren schon zu weit vom "Urtyp" weg. - Was sind sie dann überzüchtet?

    Bezugnehmend auf deinen letzten Beitrag. Nein, ungewaschen "krepiert der Hund nicht". Mein Ziel ist aber etwas anspruchsvoller als "Juhuu, mein Hund ist nicht krepiert."

    Schreib wie du pflegst und warum. Vergleiche andere Menschen, die es gerne etwas weniger hundelig und urwüchsig haben, nicht mit Sterilitätsfanatikern die mit ihrer Hygiene sich und die Hunde krank machen --- und oh WUNDER, niemand wird sich ärgern.

    Wenn dein Wunderhund eine halbwegs normale Haut hat, dann ist nach 1-3 Tage alles wieder beim Alten. Minus dem Dreck.
    Gibt übrigens Stoffe, auch einige giftige, die sind nur in Fett und nicht in Wasser lösen. Solange du also nur mit Wasser wäschst und nicht auch mal mit Seife den alten Talg von der Haut spülst, bleiben sie an Ort und Stelle haften.

    (Mein letztes Wort dazu.)