Beiträge von Gandorf

    Irgendwie fehlt da jemand, der Verantwortung übernimmt und ne klare Entscheidung fällt.

    Man kann nicht die eine Hälfte des Huhnes braten und die andere Hälfte zum Eierlegen behalten.

    Entweder der Weg ist begehbar — oder er muss geschlossen werden.

    Das ist bei anderen Gefahren kein bisschen anders. Egal ob es dabei um Lawinen, Absturzgefahr oder Mutterkühe handelt.

    Da sind Wanderer, die da nur langgelatscht sind, nicht zwischen Mutterkühe, sondern zwischen die Interesse von Seilbahn/Hoteliers und Viehhalter geraten.

    Und am Allerbesten kennen nämlich die ihre Tiere.

    Ich sehe durchaus einen Unterschied, ob ich mich beispielsweise spontan irgendeine Felskante runterklettre, oder ob mich jemand mit dem Bus dorthin karrt, Currywurst und Postkarten verkauft und auf dem ersten Teil des Weges noch Stufe und Geländer angebracht hat.

    Vom Pferde kaufen bin ich weite Preisspannen gewohnt.

    Ein unreitbares Pferd (zu alt, zu krank, zu gefährlich), das aufgrund von Medikamenten auch in Zukunft nicht geschlachtet werden kann, kriegt man auch geschenkt nicht los. Nicht mal an Gnadenhöfe.

    Weil nicht nur bei der Haltung, sondern auch nach dem Einschläfern noch Kosten entstehen.

    Der Überschuss-Haflinger oder den jung aussortierten Traber von der Rennbahn (oder noch früher), kriegt man für den Fleischpreis von 700€.

    Ein reitbares Pferd ohne größere Gesundheitsprobs — oder das billigste Sportpferdfohlen auf der Eliteauktion in München: 3000€

    Ein gesundes Pferd, 5 -9 Jahre alt, mindestens einmal auf Turnier gewesen: 5000-25000€

    Das noch für Hobbyreiter. In der internationalen Spitze sind die Grenzen natürlich nach oben offen.

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    So vor diesem Hintergrund meine Gedanken zum Preis:

    1. Tierschutz/Abgabe: 0€ oder 300-500€

    Bei gesundheitlich und wesenstechnisch unkomplizierten Tierheimhunden, kann ich verstehen, wenn bis 500€ verlangt wird.

    Aber bei schwierigen Hunden sehe ich nicht ein, warum ich etwas zahlen sollte: ich werde mein Leben eventuell sehr einschränken müssen, oder es ist absehbar dass hohe TA Kosten entstehen, ein höherer Zaun, ein Hundetrainer und im Notfall eine Problemhund-fähige Betreuung müssen bezahlt werden.

    Entweder man traut das einer Person zu, dann sollte man froh sein so ein Goldstück gefunden zu haben, oder man ist sich unsicher, dann kann man den Hund nicht abgeben.

    Ich spende also an Organisationen, die ich vertrauenswürdig finde, würde aber für einen Tierschutzhund keine 500€ zahlen, wenn mir das überteuert vorkommt.

    Ich trenne also Spenden und Hundeaufnahme.

    Ich bin sehr schlecht im Tiere abgeben. Müsste ich im schlimmsten Fall Hund oder Pferd abgeben, am liebsten an jemand, den ich kenne — und ich könnte von ganzem Herzen sagen „Da wird er es sein Leben lang gut haben!“.

    Da wäre ich so glücklich, ich würde keinen Cent von diesen Menschen nehmen!

    2. Freizeithund vom Züchter: 1200-1800€

    Ist eine Investition in Erhaltung meiner Lieblingsrassen und in die Gesundheit meines Hundes.

    Für die höheren Beträge möchte ich aber Hinweise sehen, dass der Züchter mehr gemacht hat, als das Minimum.

    Aber klar, für dieses Extra an Aufwand möchte dieser Züchter dann auch entlohnt werden.

    Argument Welpenpreis als Kostendeckung:

    Sorry, das glaub ich bei großen Wurfzahlen und Preisen über 1200€ nicht.

    Bei Sportpferden ist der Aufwand zur Hengstkörung extrem und auch die Stute und deren Vorfahren müssen mehrjährige Ausbildungen und Erfolge nachweisen.

    Pferdehaltung ist Geld-, Personal und Platzaufwenig. Nicht jedes Decken und Geburt funktioniert und am Ende steht nur EIN!! Fohlen.

    Und es wird weiter gezüchtet obwohl manche Fohlen für 2000/3000€ weggehen?

    Mit namhafter Abstammung wohlgemerkt.

    Nen Hund hat man mit unter 3 Jahren bereit zur Körung, und da fängt bei Pferden erst die Ausbildung an.

    3. Zuchthund oder Sporthund: bis 5000€

    Und die Grenze nur, weil mehr nicht mehr zu meinem Einkommen passen würde.

    Und ganz ehrlich: ich weiß noch nicht, ob mein Nachwuchshund nur netter Begleiter wird, oder ob ich mir etwas für Ambitionen gönne.

    Ich finde: der Hund wird geliebtes Familienmitglied und der Käufer wird ihm gerecht —- das ist die unentbehrliche Basis.

    Aber darüber hinaus gibt es eben Extras, die einen besonders geeigneten Zucht- und Sporthund ausmachen. Und für die gibt es halt weit mehr Interessenten als Welpen.

    Dass unter allen geeigneten Käufern auch über den Preis ausgesiebt wird und der Züchter eine Belohnung für seine besondere Leistung erhält, find ich absolut ok.

    So Späße wie zuchttaugliche Welpen nur als not-for-breed oder nur in Co-Ownership anzugeben um künstlich zu verknappen oder eine Art Copyright zu sichern, find ich komplett bescheuert.

    Erlaubt sind diese Praktiken ja, aber ich würde mich nicht darauf einlassen.

    Entweder ist ist dann ganz mein Hund oder nicht.

    Wildborn

    Nachdem Mulder Platinum gern mag und (Lamm, Iberico, Beef) gut verträgt, wollte ich mal Wildborn testen.

    Ergebnis:

    Wildborn Soft Pearl

    Trotz Riss in der Packung nicht trocken geworden (!!!), auch farblich unverändert:shocked:

    Riecht stark nach Curry Ketchup:denker:

    Sogar noch etwas beliebter als Platinum

    verursacht gelben Durchfall (2 Versuche):no:

    Weil Mulder alle Zutaten außer dem Hefeextrakt schon in anderen Futtersorten gefressen und vertragen hat, mach ich das Hefeexteakt für den besonders attraktiven Geschmack (ist ja ein Geschmacksverstärker) und den flüssigen Durchfall verantwortlich.

    Schade, ich hätte es in unsere Futterauswahl aufgenommen.

    Ich hab noch eine Packung Soft Jewel da, die unterscheidet sich kaum im Inhalt.

    Ich fürchte die kann ich gleich geschlossen dem Tierschutz spenden.

    Auch wenn ich schon gern wüsste, ob die auch so lustig nach Curry Ketchup riecht.

    Na :smile: der stellt nichts mehr um. Der kann dann einfach beides.

    Nur weil ich anderer Name draufsteht, muss der Unterschied auch nicht so groß sein. Getrocknetes Fleisch ist getrocknetes Fleisch.

    Größere Unterschiede sind: zB deutlich andere Prozente bei Fett:/Eiweiß/Kohlehydrate, unterschiedliche Garzeiten (roh, gekocht, kaltpresst, Extruderfutter)

    Mulder bekommt meistens verschiedene Trockenfuttersorten, alle 2-3 Tage Dose mit Gemüse oder selbstgekocht, und zum Knabbern gelegentlich rohen Knorpel, ein rohes Stück Fleisch oder er teilt sich mit mir den rohen Obst-Smoothie.

    Alles kein Problem.

    Gibt hier im Forum nen Allesfütterer Thread.

    Ich finde, das klingt nach einem guten Plan.

    Feste Uhrzeiten meinte ich gar nicht so sehr — aber wenn es euch hilft, ist das natürlich gut!

    Aber feste Abläufe.

    zB Arbeitsbesuch:

    Es läutet, sie geht auf ihren Platz, du bittest den Besuch herein.

    Es geht nicht um sie, sie wird nicht angesprochen, nicht angefasst: alles völlig normal und langweilig.

    Vielleicht macht ihr irgendwann Besprechungspause und falls Hund und Mensch das wünschen, dürfen Sie unaufgeregt und zivilisiert Kontakt aufnehmen—- oder der Kollege geht ohne sie beachtet zu haben.

    Ist auch kein Drama, sie hat ja dich.

    Mach dir keine Vorwürfe, weil da mal Tränen geflossen sind.

    Ich neige auch dazu: Das ist halt ne Stressreaktion, die kommt auch, wenn man nicht als weinendes Mädchen dastehen will — ärgerlich, wenn einem das den starken Auftritt versaut.

    Wichtig ist, dass es dir nicht im Weg steht. Es ist Nebensache.

    Manche Menschen werden Puter-rot im Gesicht oder schwitzen übermäßig, ist halt so.

    Eventuell kurz sammeln und gern durch sehr sachliche oder leicht ärgerliche Ausdrucksweise klar machen, dass man zwar aufgeregt, aber absolut entschlossen ist.

    Den Spruch „Man kann Hunde nicht immernur streicheln..“ ist selten dämlich und ich frag mich, wie der die Situation klären soll. Nicht nur streicheln, sondern?

    Das klingt, als ob er meint, ein Hund bräuchte wöchentlich eine körperliche Maßregelung als Standardbehandlung.

    Aber du findest doch (spätestens mit Hilfe des Forums) ein paar liebe Hundebesitzer für gemeinsame Gassigänge oder gegenseitiges Hundesitting.

    Mir und meinem Hund reichen eigentlich die verträglichen Hunde aus Gassigebiet, Reitstall und Hundeverein. Das könnte man sicher ausdehnen, wenn einem dran liegt.

    Fremde Menschen wird sie ja in der HuTa nicht allzu viel treffen, oder?

    Ne, ich find die Reaktion von Chef und Mitarbeiterin unter aller Kanone.

    Selbst wenn es ein Versehen gewesen *wäre* hätte jeder normale Mensch etwas Bedauern gezeigt!

    ZB wenn man dem Hund versehentlich drauftritt, hat doch jeder den Impuls den Hund zu trösten.

    Es sei denn, es war kalt berechnend.

    Und ein Chef, der da nicht vermittelt, sondern sich anmaßt deine Beziehung zum Hund zu beurteilen, ist weder professionell, noch engagiert und wäre ein schlechter Gesprächspartner, wenn mal was noch Schlimmeres passiert.

    Find ich extrem unhöflich.

    Mein Vertrauen in beide wäre dahin.