Also das Hunde mit Zäunen als Barriere "die große Klappe" haben, ist ja nun wirklich nichts Neues. Gibt's zig Memes dazu und finde ich absolut nicht ungewöhnlich. Wahrscheinlich kenne ich aber zu viele pathologisch schlecht sozialisierte, Bemitleidenswerte Hunde
Hinter Zäunen und Glasscheiben findet einfach keine normale Kommunikation statt.
Der Pudel fiddelt halt.
Mich wundert, dass HSH, denen sonst im Forum soviel Kenntnisse zugesprochen, von Mensch, über Kuh, Schaf und Hund alles „lesen“ zu können und Erfahrungswerte bilden zu könne,
nicht sehen, dass der Pudel weder sie angreifen noch die Schafe jagen will.
Zauneffekt vielleicht.
Zu „sozial“ und „kommunizieren“ gehört im Übrigen auch ein Stück Vertrauen, den anderen Hund als potenziellen Sozialpartner wahrzunehmen und mit ihm überhaupt eine Gesellschaft (societas lat., Ursprung von sozial) eingehen zu wollen.
Deswegen haut das oft nicht hin.
Man verhandelt nicht mit Beute, mit Ungeziefer dass man am liebsten von Planeten entfernen möchte — oder mit einem Angreifer, der nicht zuhört.
Beide Hundeseite kommunizieren ohne zuzuhören.
Die eine Seite halt: „Warrr! Weg! Wenn ich dich erwische!!!“
Und die andere Seite: „oh Gott! Fiddel! Was ist denn mit euch los! Fiddel! Jetzt vielleicht besser? Huch! Immernoch nicht…Fiddel!“
Ist ne Illusion, dass Hunderassen, die in 6 Dimensionen in völlig unterschiedliche Extreme gezüchtet wurden, immer untereinander sozial und diplomatisch mit fremden Individuen kommunizieren können — was noch nicht einem ihre Vorfahren, die Wölfe, tun.
Ja. HSH verpulvern weniger Energie, wenn ein Spaziergängerhund meidig vorbeischleicht oder ins Freeze verfällt und das ist wünschenswert.
Aber es ist immernoch ne Einbahnstraßen Kommunikation:
„Warrrr… wenn ich dich erwische!“
versus
„Ooooh… ich fühl mich so unwohl… was mach ich nur.“
Ist halt aus Sicht der Hunde, ne künstliche Nähe zu fremden Artgenossen/Raubtieren.
Was das Leben mit Menschen leider mit sich bringt.