Ich denke, es wird Zeit, sich damit abzufinden, dass es immer sensible, athletische, hochintelligente, bunte Hunde mit Border Collie Vorfahren in Rettungsdienst und Hundesport geben wird, solange es Menschen gibt, die sich den Luxus leisten können, das zu ihrer Freude zu betreiben.
Der Drops ist gelutscht.
Wollen wir jetzt auch die nächsten 10 Jahre händisch zu jedem „BC“ schreiben: „Ein BC kann nur Schafe und will auch nur Schafe, sonst darf man ihn nicht BC nennen und schon gar nicht so züchten.“
Oder könnte man da vielleicht so einen grünen Link machen, um Platz und Zeit zu sparen?
Und wie darf man nicht hütende BCs denn nun bitte nennen?
Ich fänd‘s auch nur fair, wenn anerkannt würde, dass sehr viele von ihnen Leistungen erbringen, die weit über hübsch sein hinaus gehen.
Und klar sind auf Ausstellungen auch oberflächliche Richter unterwegs. Trotzdem finde ich braucht es eine Veranstaltung in der Körperbau und bei der Körung das Wesen von jemandem beurteilt wird, der nicht der Züchter des Hundes ist.
Das dann als Miss Border Collie 2021 Wahl hinzustellen und alle Nicht-Hüter als wesensschwache Couchpotatoes, ist etwas oberflächlich.
War es nicht so, dass in der Studie, die zwei Gruppen BCs unterscheidet, herausgefunden wurde, dass unter Hütern Stereotypien genauso häufig auftreten?
Um dieses unerfreuliche Geziehe nicht stäääääändig zu wiederholen:
Wollt ihr eure Hütelinien nicht einfach „working sheepdogs“ nennen?
(Weder Aussehen noch Abstammung muss ja BC typisch sein, nur das Arbeitsverhalten.)
Oder ihr wollt bei BC bleiben
—- wie dürften wir dann unsre Hunde nennen?
Ohne ständig belehrt zu werden, dass die gar nicht intelligent, leistungsbereit und gesund sein KÖNNEN, so ohne Schafschubserei.