Beiträge von Gandorf

    Umtrainieren und Obedience

    Alle 4 Jahre kommt eine neue PO raus.

    Man kann sich nie sicher sein, dass man nie etwas Größeres Umtrainieren— oder dazu trainieren muss.

    Alleine Trainieren und Obedience/RO

    Für mich ein wichtiger Vorteil, vielleicht sogar ein Hauptargument für diese Sportart:

    (Wenn man will/muss) kann man viel alleine trainieren. Zeitlich flexibel, geht auch mal 10min zwischendurch, geht auch im Urlaub, weniger Autofahren spart Zeit/Geld und schont die Unwelt.

    Das geht bei Agility oder THS schlecht, weil die Geräte viel Platz brauchen und viel Geld kosten.

    Oder Mantrailing/Fläche kann man nicht gleichzeitig die versteckte Person und der Hundeführer gleichzeitig sein.

    Milo0706

    Da dürfte man seinem Hund gar nichts beibringen— ihn gar nicht ohne Aufsicht anfassen — wenn alles von Anfang an perfekt laufen muss.

    Man könnte eine falsche Einstellung zum Füttern antrainieren, falsches Benehmen beim Bürsten — und beim Gassigehen etc.

    Aber Hunde lernen auch neue Sachen und entwickeln auch andere Gewohnheiten.

    RO ist nicht so genau wie etwas ausgeführt wird. Und wie du dich als Hundeführer bewegst ist auch ziemlich egal.

    Natürlich hast du Recht, man hat die Wahl:

    Was ist für mich das größere Problem?

    1. Vielleicht komm ich erst in ein paar Wochen/Monaten an einen Trainer. Ich kann nicht anfangen oder nicht weitermachen wenn der Trainer keine Zeit hat.

    Je nachdem wie die/der so drauf ist, haben ich auch keine Wahl zwischen verschiedenen Trainingsansätzen.

    Wenn einen das mehr stört, dann macht man sich lieber selber schlau — und lernt halt ständig weiter dazu. Heißt ja nicht, dass man nicht noch zusätzlich einen Trainer findet oder ein Seminar besucht.

    2. Vielleicht gewöhnt man sich und dem Hund falsche Sachen an, die man später wieder umtrainieren muss. Oder man nimmt ein neues Kommando und muss die Übung ganz neu aufbauen.

    Vielleicht dauert es länger bis zur schwersten Klasse oder Meisterschaft. Vielleicht erreicht man beides auch nie.

    Wenn das das größere Problem ist, dann trainiert man besser nur unter Aufsicht eines Trainers und macht nur das als Hausaufgabe, was einem der Trainer zutraut.

    Natürlich!

    Du darfst mit deinem Hund zuhause üben, was auch immer du möchtest!

    Ich schick dir mal den Link zur RO Gruppe — die hat sicher noch mehr Tips für dich:

    (Einfach draufclicken — es gibt auch ganz neue Beiträge dort — weiß auch nicht, warum das so komisch aussieht...)

    PrincessFuture
    1. März 2009 um 02:56

    Und den Link zur PO. Da findest du die Schilder zum selber ausdrucken und was du bei jedem Schild machen sollst:

    https://www.blv-hundesport.de/fileadmin/uplo…16_V11-1_HP.pdf

    Hier ein Link zu einer Seite mit noch mehr Infos und Beispielparkours:

    http://www.rally-obedience-just-for-fun.de/index.php/rally-obedience

    Und hier kannst zu fertige Sets kaufen oder auch Erläuterungsheftchen:

    https://rallyobedience.1a-shops.eu

    Bestimmt findet sich auch ein Online-Kurs. Schau mal nach RO in Facebook Gruppen!

    Wie bei vielen anderen Rassen, ist ein Zuchtziel, die Farbe und der Stand der Ohren.

    Bunte Hunde halt.

    Eine so oberflächliche Aussage.

    Nimmst du uns grad auf den Arm, oder glaubst du tatsächlich, du bist der einzige Mensch weit und breit, der einen wesensstarken Hund zu schätzen weiß?

    Ich weiß nicht, was mich da sprachloser macht:

    Die innere Einstellung mit der man soviele BC Züchter über einen negativen Kamm schert, die Ahnungslosigkeit was Hunde jenseits des Hütens für Leistungen erbringen — oder die Unbeschwertheit mit der man sich trotzdem als Rassekenner darstellt.

    „Bunte Hunde“ bekommen übrigens weniger Punkte, als langweilig schwarz-weiße. Das nur am Rande.

    @Langstrumpf

    Das liest du am besten bei den jeweiligen Züchtern nach.

    Du hängst dran, dass „Show“ bedeutet „nur auf Optik“ oder zwingend „anders als vorher“.

    Aber es gibt durchaus Züchter, die schon BC mit ihrem typischen Wesen wollen, die einen Zweck verfolgen (Rettungshunde, Sporthunde) und die sich nicht nur schwarz-weiße Collies wünschen.

    Show heißt nur „keine Schafe“, nicht „kein Job“.

    Wenn du halt zur Hard-Core Fraktion gehörst, die sagt ein BC *darf* ohne Schafe nicht glücklich sein, sonst taugt er nichts, dann erübrigt sich natürlich jede weitere Diskussion.

    Lendril

    Doofe Leute, die Hunde aus den falschen Gründen kaufen, gibt es. Das betrifft aber ALLE Hunde, vom "idiotensicheren" Pudel/Wuschelhund der dann als Kinderspielzeug verkommt, zum Schäfi/Soka wo sich jemand in der Durchsetzungsfähigkeit des Tieres wohlig gruseln will - bis zum Tierschutzmischling, der ewig dankbar sein soll.

    Zum einen bin ich nicht so pessimistisch, dass ich ich davon ausgehe der DURCHSCHNITTLICHE Käufer wäre so dumm -- ernsthaft?! wenn das dein Mittelwert ist, für was für Wesen hälst du dann die schlechtere Häfte oder das schlechtere Drittel?

    Zum anderen muss man das Geld für einen Züchterhund auch erstmal in der Hand haben. Und Nachkommen von Schönheitschampions sind besonders teuer.

    Du siehst es so. Ich hab natürlich auch eine Theorie:
    Ich denke, viele Käufer haben nicht den Plan mit dem Kauf eines Hundes den Werdegang einer Hunderasse nachhaltig zu beeinflussen.
    Sie wollen einen Hund, an dem sie Freude haben.

    Viele sind gewillt mehr Geld für einen dann hoffentlich gesünderen Hund vom Züchter auszugeben.
    Viele werden lieber einen Züchter wählen, der zumindest noch im selben Bundesland ist. Und sicher einige werden auch den Wurf danach aussuchen, ob sie zu der Zeit Urlaub kriegen, wenn der Welpe einzieht.

    Anders sieht es bei den Züchtern aus.
    Züchten kostet viel Energie und Zeit. Da braucht es eine starke Motivation um es mehr als einmal auszuprobieren. Von irgendetwas muss Begeisterung kommen.
    "Ich züchte Hunde, die einfach im Umgang, ziemlich gesund sind und wahrscheinlich zur Zucht zugelassen werden..." Solche Gedanken versetzen niemand in Ekstase.
    Zuspruch von Kollegen und wichtigen Richtern, Erfolg auf Wettkämpfen oder Ausstellungen etc. - Das kickt schon mehr.

    Ich meine es nicht böse, aber kaum ein Käufer sieht doch, ob er einen V oder seinen SG Hund vor sich hat. Und interessieren tut ihn das schon dreimal nicht. Der nimmt mit, was ihm angeboten wird -- oder als erstes auf seinen Schoß gesprungen ist.

    Gerade Begleithunderassen und die ganzen Anfängerrasse sind ja alles "Showlinien" und gehen auf Ausstellungen. Da sagt man es nur nicht dazu, weil es gar keinen Arbeitslinien gibt. Ob da die Züchter auf einen unverwüstlichen Charakter achten ist genauso Vertrauenssache - oder Glückssache.

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    Zum Thema:
    Beim BC ist ja alles Showlinie, was nicht in den letzten Generationen an Schafen gearbeitet hat.
    Da fallen auch BC drunter, die keine Schönheits-Extreme sind -- aber eben trotzdem nicht für Schäfer gezüchtete wurden.

    Eine ganz einfache Maßnahme ist es, schon mal zu schauen, was die Eltern und Geschwister so geleistet haben.
    Und ich bin da ganz böse: Mir würde es nicht reichen, wenn jemand sagt "Der *macht* Agility, Dummy, besucht alte Menschen...", sondern ich würde wirklich sehen wollen:

    Welche Wettkampfklasse? Welche Prüfungen hat er bestanden? Ist es tatsächlich ein lizensierter Assistenzhund/Rettungshund...

    Einfach weil die Anforderungen höher sind, wenn man etwas nicht nur so zum Spaß im heimischen Umfeld und nach den privaten, maßgeschneiderten Kriterien macht, sondern einen neutralen Richter unter allgemeingültigen Regeln.

    Ein Züchter, der jahrelang Hund für eine bestimmte Aufgabe oder einen bestimmten Sport haben möchte, der spürt am eigenen Leib, ob seine Junghunde gut zu trainieren und unter fordernden Umständen wesensfest sind.

    :D Nebenbei, aus dem selben Grund kauft eine mit mir befreundete Betreiterin nur Norweger (Ausbildung/Weiterverkauf) von Züchtern, die selber reiten - oder zumindest ihre Kinder die Ponys vorreiten lassen. Da wird mit keinem Tier gezüchtet, das beim Reiten oder im Umgang schwierig ist.

    Auf den ersten Blick sehen die Regeln ganz angenehm aus.

    Der zwingende Abstand beim Fußlaufen wird mir noch etwas Arbeit machen. Zum einen, weil Mulder Fuß - besonders die Seitwärtsschritte mit einem Schulter-an-Knie Target gelernt hat. Und zum anderen, weil ich darauf achten muss, dass man trotz seines wehenden Fells auch *sieht*, dass ein bisschen Abstand zu meinem Bein ist.
    Ich finde die Regel trotzdem sehr fair und bin sehr gespannt, wie es das Aussehen der Fußarbeit in der Klasse 3 verändern wird.

    Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit dem Familienzuwachs!

    Nur aus Neugier: Das Beauci-Mädel wurde aber nicht extra für's Obedience angeschafft, sondern sie macht einfach mit, weil du sowieso trainierst.
    Oder doch?