Beiträge von Gandorf

    Mei... das führt zu nichts.

    Es ist im Forum nicht zu klären, welcher Hund freudig und konfliktfrei ist.

    Ich hab auch schon Hunde gesehen, die so genannt wurden, aber völlig überdreht waren, oder komplett spannig mit nach hinten geklemmten Ohren.

    Co_Co

    Wenn du 1000 mal im Training „schade“ brauchst, dann passt dein Aufbau/Plan nicht und dann wäre es sinnvoller, sich helfen zu lassen, welcher Faktor es denn so unglaublich schwer macht.

    Was aus menschlicher Sicht banal und simpel ist, kann aus Hundesicht uneindeutiger sein.

    Die Logik warum psychischer Druck automatisch wegfällt, wenn es körperlich wird, erschließt sich mir nicht.

    Dieselben Argumente für bestimmte Hilfsmittel kennt man auch im Reitsport: „wenn man‘s kann, gibt’s kein Problem“, „ich hab‘s nur dabei, weil‘s dazugehört“, „ohne ist Spitzenleistung nicht möglich“/„ohne geht‘s nicht“

    Das mag auf manche Personen wirklich zutreffen.

    Aber der Alltag ist, dass man noch nicht mal auf ein Turnier gehen muss. Es reicht der Besuch einer beliebigen Reitanlage zu einer beliebigen Tageszeit und man ist vielleicht nicht geschockt, aber frägt sich wo jetzt da das hochpräzise Streicheln und die Harmonie ist.

    Deswegen bin ich eigentlich sehr froh, wenn es in der breiten Masse im Hundesport verpönt bleibt. Dann kann ich bei Training und Prüfungen einfach unbeschwerter zuschauen.

    Aber mein Punkt war, dass IGP Stil im Training halt generell nicht gut ankommt. Einfach bei der Mehrheit der Menschen.

    Daran kann ich jetzt nicht erkennen, das Obe Leute besonders viel lästern oder besonders missgünstig sind.

    Morgens:

    — Krafttraining für den Popo, ein paar mal am Baum aufrichten

    — wieder die Übung mit den Targets für den schöneren Kreis:

    So langsam dämmert ihm, wie es aussehen soll. Dass er sich bei der einen Übung hinten statt vorne aufs Taeget stellt und dass er bei der Targetreihe nicht einfach das nächste anläuft, sondern soweit vorrückt, bis er mit mir auf gleicher Höhe ist.

    Abends:

    Apport-Total :D

    - eine lange Reihe von Apporteln und es ging nur ums schöne hochheben (gerade, richtige Stelle im Fang, Schnauze ganz geschlossen, kein Nachbessern)

    - Richtungsapport nur der Holen-Teil, wegen neuer PO auch mal Mitte

    - lange Reihe von ID-Hölzchen und wieder nur das schöne Hochheben

    Er und ich haben flott durchgezogen, aber im Prinzip war’s etwas langweilig. Wollte nur, dass ihn nichts von Kerninhalt „Schönes Hochheben ist wichtig“ ablenkt.

    Aber nächstes Mal geht auch etwas mehr Abwechslung.

    CassimitSundT

    Du würdest also sagen, dass du wegen der Gerte kritisiert wirst und beim Training gestört wirst, weil du erfolgreich bist und das besonders im Obe so ist?

    Ich hätte jetzt gesagt, dass Fußarbeit mit Gerte außerhalb des IPG in jeder Sparte verpönt ist.

    Und es auch dann nicht gut ankäme, wenn man nicht erfolgreich ist.

    Training auf dem Platz ist in meinem Verein nur mit Trainer erlaubt. Der würde jede Störung untersagen.

    Ich glaub, solange bist du noch nicht dabei.

    Ich auch nicht — so 4,5 Jahre.

    Du wirst mehr und mehr Gleichgesinnte, fleißige Trainierer treffen und vieles richtet sich dann von selbst.

    Kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist.

    Vom Obe-Kurs Abbrecher, die mit ihrer Eigenständigkeit dem Vorstand graue Haare beschert hat. Jetzt sind Mulder und ich bei den „Erwachsenen“ angekommen. In einen Verein darf ich als Gast in die TurnierAG, die Trainerin vom Nachbarverein hat mit uns schon spontan trainiert und die meisten Vereinskollegen helfen wo sie können.

    Dass die Trainerin, die ich damals stehengelassen habe nie ein Fan von mir wird, ist voll ok. Wir sind höflich - und ja, gratulieren uns auch. Erwachsene, die sich zusammenreißen halt.

    Ich find‘s nicht schlimm, wenn jemand meine Fußarbeit nicht mag.

    Hier im Forum muss ich manchmal fiese Sachen über BC und besonders Showlinie lesen.

    Da kann man sich die Finger wund erklären, und es nutzt doch nichts.

    Auch in RL wurde mein Hund schon kritisiert.

    Aber dann läuft Mulder ne schöne Prüfung und liegt danach entspannt neben meinem Campingstuhl— und keiner sagt mehr was.

    Das ist angenehmer.

    —————-

    Im IGP kommt ein Mali oder LZ DSH wahrscheinlich gut an, weil man damit gezeigt hat, dass man schonmal den ersten Schritt getan hat und die Zeit des Helfers nicht mit einem ungeeigneten Hund verschwendet.

    Im Obe haben Exoten wie Terrier, Mischlinge oder Beagel einen Bonus, scheint mir, weil den Leuten klar ist, dass es nicht einfach ist, sie zu beständiger Arbeit zu motivieren. Dass man dafür viel Geduld, Humor, ZEIT und Einfallsreichtum braucht.

    Da wird ein V in der Beginner manchmal mehr gefeiert, als der Turniersieg des Favoriten BCs.

    Wenn jemand einen AL Border Collie oder Mali wählt, dann möchten die Leute schon sehen, ob derjenige ein Händchen dafür hat, oder sich übernommen hat.

    In frühestens 10-12 Jahren brauch ich für Mulder einen Nachfolger. Bin gespannt, ob ich dann feststelle, dass ich einen Showknollen-Mitleidssympathiebonus hatte.

    :D Da hab ich‘s leichter. Ich bin einfach nicht berühmt genug um einen Ruf zu haben, den man zerstören könnte :lol:

    Für mich ist es nur ein Freizeitspaß.

    Aber ich muss tatsächlich öfter filmen lassen, könnte lustig sein.

    Aber mit den neuen Datenschutzgesetzen trau ich mich nicht mehr, denn Richter und Stewarts hat man ja immer drauf.

    Ob alle wirklich 100% ehrlich sind. Is doch egal, ich will sie ja nicht heiraten.

    Schau, wenn du Co_Co , CassimitSundT und ich auf einem Turnier wären, wären da schon 3 nette Leute und wir auch nicht die Einzigen.

    Wenn dann noch 4 Grantler neben uns lästern — so what?! :lol: in meiner Nachbarschaft hält man mich noch für viel bekloppter, weil ich meinem Hund drei Apportel hinlege, er mir aber nur EINS bringt und ich den Rest selber wieder einsammel :ugly:

    Ich fühl mich eher geschmeichelt wenn ich jemanden so arg im Kopf rumspucke.

    :herzen1: Aber auch da finden es die meisten zwar verrückt, aber erkennen an, dass man sieht wieviel Spaß Mulder hat und dass sie ihren Hunden nicht halbsoviel beibringen konnten.

    Wenn der Hund niemanden belästigt und man seine Haufen brav wegräumt, kann auf einem Obe-Platz nicht viel Verwerfliches passieren.

    Ja stimmt, das habe ich auch damals mitbekommen, Testbild . Wobei das ist keine Obediencespezifische Sache, die ganze Hundesportszene ist und bleibt einfach ein Haifischbecken in dem Neid und Missgunst absolut an der Tagesordnung liegen. Gefühlt noch schlimmer als im Reitsport.

    :shocked: :shocked: :shocked:

    Aus welchem Eck/Bundesland kommst du denn?

    Ich will dir deine Lebenserfahrung auf keinen Fall klein reden und du hast sicher gute Gründe das so zu sagen.

    Ich bin nur total sprachlos, weil es mir ganz anders ergeht.

    :winken: Ich komm übrigens auch aus dem Reitsport/Pferdezucht, bzw. stecken wir noch mit einem Bein drin.

    (Vor den Corona-Jahren) war ich auf 10-13 pro Jahr auf Turnieren in Bayern, Allgäu und Franken. Ich finds total easy und vor allem letztere sehr herzlich.

    Dabei hab ich nach dem ersten halben Jahr nur noch auf eigene Faust weitertrainiert (im Verein dann andere Sparte) und musste viel fragen und hatte keine Clique dabei.

    Vielleicht hat nicht wortwörtlich jeder Einzelne immer Lust sich lang zu halten zu unterhalten, aber es waren immer genug nette Leute da um sich wohl zu fühlen und neue Freundschaften entstanden auch.

    Besonders die Richter finde ich sind extrem darauf bedacht nicht nur fair zu sein, sondern sich bei ihrer Bewertung auch so auszudrücken, dass man nicht verletzt, sondern motiviert ist weiter zu machen.

    Ich find es hier im Forum das viel härtere Pflaster, wenn man eine Meinung hat, die eine Gruppe von Usern nicht teilt.

    Ich fand vor ca 5 Jahren die CDs von Imke Niewöhner und das Buch von Helma Spoona gut für meinen Einstieg bei Obedience, um mir einen Überblick zu verschaffen und selbst etwas trainieren zu können.

    Allerdings gibt es gerade für die Grundlagenarbeit inzwischen viele neue Ideen, die leider meines Wissens noch niemand in einem Buch zusammengefasst hat.

    Ich hätte jetzt auch ein Online Tutorium empfohlen. Von Shauna Wenzel - aber es gibt sicher noch andere.

    Ein weiterer Weg an die neueren Idee zu kommen ist, Obedience im Verein zu trainieren.

    Mein Verein schickt seine Trainer 1-2 mal im Jahr auf Seminar. Das machen andere Vereine sicher auch.

    Vereinstraining ist also die günstigste Lösung an Training auf neuestem Stand zu kommen. Außerdem ist es interessant die anderen Teams zu beobachten.

    Für Turniere bräuchtest du sowieso eine Vereinsmitgliedschaft. Es gibt auch Vereine fast ohne Präsenz: also kein Platz/Training — nur die Dokumente. Die entstehen oft, wenn die Leute eigentlich in einer kommerziellen Hundeschule trainieren.

    Das wäre ohne Not aber nicht meine erste Wahl. Es sei denn, ich wäre total begeistert von der Hundeschule vor Ort.