Beiträge von Gandorf

    Da geht jetzt sehr viel durcheinander.

    Eine offizielle Liste Qualzuchtrassen gibt es, glaub ich, noch nicht.

    Nicht alle Beißereien basieren auf Kommunikationspannen.

    Schau mal in den Border Thread. Erst gestern gab es einen Austausch dazu. Nicht alle Border hüten andere Hunde.

    Ob dein Hund BCs nicht versteht, nicht mag, fürchtet, oder nur manche nicht, ob es an ihm liegt und warum — und was du unter Sozialisation verstehst —

    kann ich alles nicht wissen.

    Vielleicht dafür besser ein anderer Thread.

    Bei beiden Beispielen geht es um die Kontrollierbarkeit von Körpersprache.

    Ein Hund der isoliert leben muss oder schlicht häufiger in Beißereien verwickelt ist, weil er nicht kommunizieren kann, würde unnötig leiden — oder auch nicht. (—> Qualzuchtthread).

    Von der besonderen Unverträglichkeit von Shiba Inus weiß ich nichts. Alle, die ich getroffen hab waren zu Hunden ignorant bis verträglich.

    Bei Akitas liegt’s wahrscheinlich daran, dass die ab einem bestimmten Alter selbst nicht verträglich sind.

    Ja, doof. Spar dir entweder die Verbalkeule samt Hirnklatsch-Smiley, oder das Zurückrudern. Davon hat auch niemand was.

    Ich bin nicht in allen Aussagen deiner Meinung.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich stimme dir auf der einen Seite zu: Bei einem Hund, der in nichts eingeschränkt ist, außer dass er keine Bürste stellen kann —- da hätte ich noch ein relativ gutes Bauchgefühl.


    Politisch wird man wohl irgendwo eine Grenze festlegen müssen, was für Hunde erträglich zu sein hat.

    Du hast nicht verstanden, um was es geht:

    1. selbst Menschen können Körpersprache nicht vollständig „bewusst“ steuern.

    2. Das ist so als Fakt anerkannt, dass es sogar dann verwendet wird, wenn es um richtig viel geht. (Pokerspiel—> Geld, Polizei—-> Ermittlungen)

    3. gerade kleinste Details können einen Unterschied machen.

    Du führst auf, was die Bürste alles verschiedenes bedeuten kann, aber gerade damit widersprichst du dir selbst.

    Es zeigt nämlich, dass es das Zusammenspiel vieler Signale braucht, damit Kommunikation funktioniert.

    Eine Sache allein betrachtet ist immer mehrdeutig.

    Ich stimme dir auf der einen Seite zu: Bei einem Hund, der in nichts eingeschränkt ist, außer dass er keine Bürste stellen kann —- da hätte ich noch ein relativ gutes Bauchgefühl.

    Andererseits ist mir unwohl, mit welcher Selbstverständlichkeit den Hunden ihre ursprünglichen Fähigkeiten genommen werden, weil „geht irgendwie noch“.

    Was ist notwendig?

    Gute Kommunikation? — „Man kann den Hund doch von allen anderen Hunden fern halten.“

    Gutes Gebiss? — „Frisst er halt nur püriertes Nassfutter.“

    Keine Schnauze? — „Er muss zum Fressen das Gesicht bis zu den Augen in den Napf drücken, aber ich kann ihn ja abwischen.“

    Gute Gesundheit? — „Nach der OP geht’s doch.“

    Politisch wird man wohl irgendwo eine Grenze festlegen müssen, was für Hunde erträglich zu sein hat.

    Ich denke nur: Dreh das doch mal um.

    Was ist denn für den Menschen wirklich notwendig?

    Wie schlimm ist es schon, wenn der Hund ne normale Schnauze hat?

    Wie schlimm ist es, wenn es nicht die richtigen Sprenkel oder die EINE Farbe ist?

    Wie schlimm ist es, wenn eine Rasse nicht seit Jahrhunderten reingezüchtet ist? Ist sie dann unerziehbar oder kein Hund mehr?

    Wie schlimm ist, wenn der Hund nur ne moderate Felllänge hat?

    etc.

    Hmm, ist Gänsehaut wichtig um Unbehagen auszudrücken?

    Also, wenn Hunde sprechen und schreiben könnten, würden wir hier ganz anders debattieren ;)

    Aber selbst bei Menschen, die sich sehr differenziert ausdrücken, wurde im Forum schon vielfach beklagt, wie oft Streits/Missverständnisse entstehen, weil man sich (inklusive Mimik und Körpersprache) nicht sieht.

    Bei Profi-Pokern und Polizeiverhören geht es noch um viel Subtileres als Gänsehaut, zB um Weitung der Pupillen und Frequenz des Zwinkerns.

    Im Übrigen: Hunde haben, im Gegensatz zu Krähen und Delfinen, kein Ich-Bewusstsein.

    Wer nicht über sich selbst nachdenkt, sondern nur auf die Unwelt reagiert, denkt sicher nicht über die eigene Körpersprache nach.

    Hunde, deren Knurren abgestraft wurde, reflektieren nicht bewusst die Effizienz ihrer Kommunikation, sondern sind — zusätzlich zu dem Frust, den sie empfinden — halt auch noch in Erwartung eines negativen Ereignisses. Das ist ein anderer Zustand, den sie auch ausdrücken.

    Sie „lügen“ nämlich nicht bewusst und kommunizieren „ich bin total zufrieden“, sondern sie sind ehrlich weil unbewusst und kommunizieren stattdessen: „ich bin angespannt“ (whale eye, geweitete Pupillen, Lefzen lecken, starre Körperhaltung).

    Jup. Da wird jetzt geklagt. Finde ich auch wichtig. Da muss mal klarheit gebrachr werden.

    Wichtig, weil es die genetische Vielfalt unnötig einschränken würde?

    Haben behaarte Xolos denn Nachteile von ihrem Fell?

    Wenn nicht, dann ist es ja der Zuchtstandard selbst, der freiwillig die Zuchtauswahl einschränkt.

    Kommt vielleicht ein bisschen auf die Dichtung drauf an?

    Als ich noch eine CO2-Anlage betrieben habe, gab es da Unterschiede. Manche Dichtungen musste mal jedes mal austauschen, wenn man das Gewinde öffnet. Andere Dichtungen konnten häufiger verwendet werden (aber auch nicht unendlich!).

    Ich hab sicherheitshalber mal ein Tütchen Dichtungen bestellt. :)

    Also bitte nicht falsch verstehen - Ich seh z.B. die Zahnlosigkeit bei den Foxi3-Nackis auch kritisch und ja, das darf man nicht ignorieren..

    Nur was da jetzt passiert, will und kann ich nicht verstehen. Weil wenn ich einen behaarten Xolo nimmer zeigen darf, weil man damit die nackten unterstützt, ich aber englische Bulldoggen ausstellen darf, weil - warum eigentlich? - Ja, dann fühlt sich das an, als wär meine Rasse einfach ein lobbyloses Bauernopfer.

    Work in progress.

    Heißt nicht, dass es dabei bleibt.

    Aber nicht jeder erste Versuch, etwas zu verbessern kann perfekt sein.